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Fünfter Band.
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9v Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,

Raubchkere In Rongo findet man die großen Thiere, die in Westindien Drang OurangnrRongo. heißen, die das Mittel zwischen den Menschen und Affen sind. Dattel meldet uns, inPoldUr den Wäldern um Mayomba, im Königreiche Loango, gebe es zwo Arten vcn seltsamenMannaffe. Tbieren: die größern heißen pongo /); die kleinern Enjeko. Die erste Art ist vollkommenwie ein Mensch gestaltet, aber großer, das Gesicht ist menschlich, nur liegen die Augen tiefdarinnen. Haare hat das Thier an Handen, Füßen, und im Gesichte nicht, aber sehr lang andeir Augenbraunen. Sein Leib ist mir Haare« bedeckt, die dunkel und nicht dicke sind. Nuran den Füßen ist es von den Menschen unterschieden, denn es hat keine Waden. Es geht al-lezeit aufgerichtet, und hat im Gehen die Hände am Nacken. Sie schlafen in Bäumen, undbauen sich Hütten vor dem Regen, und nähren sich von Waldfrüchten; denn sie fressen keinFleisch. Wenn die Schwarzen durch die Wälder reisen, so machen sie allezeit Feuer, wo siedes Nachts schlafen; des Morgens wenn sie weggehen, kommen diese pongos und setzensich um dasselbe herum bis es ausgeht; denn so klug sind sie nicht, daß sie Holz zulegten.Sie tödten Ost gehen sie in Heerden mit einander, und todten die Schwarzen, die sie auf demMenschen Wege in den Wäldern antreffen. Sie fallen auch die Elephanten an, die dahin, wo sie sichund Vieh. befinden, auf die Weide kommen, und schlagen sie mit ihren Fäusten, oder Stecken dergestalt,

daß sie brüllend fortlaufen. Man fängt die pongos nie lebendig; denn sie sind so stark, daßzehn Männer einen nicht halten können. Die Schwarzen aber fangen oft Junge, wenn sie dieMen getödtet haben; denn dieser hängen sie sehr fest am Bauche. Wenn eins von diesen Thie-ren stirbt: so decken die andern den todten Körper mit Haufen von Aesten und Stammen zu.

purchas füget als eine Anmerkung bey, Barrel hätte ihm erzählt, daß ein pongoihm einen Negerjungen weggenommen, und dieser sich einen Monat bey ihnen aufgehaltenhätte; denn sie beschädigen niemand, den sie unversehens überfallen, ausgenommen wer sieansieht, und solches vermied der Knabe. Er sagte, sie wären so groß als ein Mann, aberzweymal so stark. Was das andere seltsame Thier sey, hat Barrel vergessen zu erzählen;und da seine Papiere erst nach seinem Absterben in des Herausgebers Hände gekommen sind:so konnte dieser keine Nachricht davon einziehen, glaubet aber, es könnten die pigmäen seyn,die, wie anderswo ist erwähnt worden m), die pongos tödten »).

Deren De- Nach Dappers Anzeige ist Ronczo voll von diesen Thieren, die bey den Indianernschreibung. Drang Dmang, das, ist, Waldmänner heißen. Die Africaner nennen sie DuojasMorrow o). Das Thier gleicht an Gestalt so sehr einem Menschen, daß manche glau-ben , es werde von einem Affen und einem Weibebilde erzeugt; welche Einbildung aber dieSchwarzen selbst verwerfen. Vor einigen Jahren ward ein solches Geschöpfe von dar nachHolland gebracht, und dem Prinzen von Oranien, Friedrich Heinrich, vorgestellet /-). Eswar so groß, als ein dreyjähriges Kind, weder fett, noch mager, aber vierschrötig, undsonst wohl proportionlrt, sehr schnell und hurtig, mit starken und braunen Gliedmaßen.,Der Vordertheil war ganz nackend, der Hintertheil aber mit schwarzem Haare überwach-sen. Das Gesicht glich bey dem ersten Anblicke einem menschlichen, aber die Nase warplatt und gekrümmt. Das Thier hatte auch Ohren wie ein Mensch, plumpe Brüste, denn

es

/) Oder Hangs. H Dieser Name scheint nur in der Landschaft

v/) Siehe IV Band a, b. 6 ;; S. Gnosq an der KSruerküste , und in den benachdar-

») Purch. Pilgr. II Band auf der 98» Seite, ten Gegenden gebräuchlich zu seyn.

Er scheint eine andere Art Affen jn meynen.