und den angrenzenden Landern. XII Buch VIII Cap. 95
an: besten. Die Portugiesen tragen den Knochen, der sich am Ohre befindet, als ein ausneh- Llsck-emendes Mittel wider die ansteckende Luft. Aus den Ribben machen sie in Angola Kügelchen . '"Rouge-,zu Armbändern, die man zum Blutstillen für dienlich halt, besonders die aus der linkenRibbe, die zunächst am Herzen liegt, gemacht werden.
Man fangt auch diese Geschöpfe um Sofala, an der östlichen Küste von Africa. Siewerden eingesalzen, und geben eine gute Speise zur See ab, wenn man sie bald verzehret;denn wenn sie alt werden, so werden sie ranzigt, und für die, welche mit Krankheiten, dieaus einer Fäulniß entstehen, geplagt sind, gefährlich m).
Während der Zeit, da sich Earli zu Rolombo befand, bekamen die Fischer einengroßen Fisch, so rund als ein Kutschrad, der in der Mitte zwo Zitzen, und darüber verschiedeneOrdnungen hatte, durch die er sieht, höret und ißt. Der Mund war eine Spanne lang, daöFleisch ist angenehm und wie weißes Kalbfleisch. Aus den Ribben drehen sie blutstillendeKügelchen, die aber dem Verfasser nichts halfen. Man sieht leicht, daß der Capuciner vonder Meerjungfer redet, ob er sie gleich nicht so nennet n).
Mcrolla aber erkläret sich deutlicher. Die Meerjungfer wird, seinem Vermelden nach,durch den ganzen Fluß Zaire gefunden, und gleicht einem Weibsbilde einigermaßen wegenihrer Brüste, Zitzen, Hände und Aerme; unterwärts aber endiget sie sich als ein ordentlicherFisch mit einem Gabelschwänze o). Der Kopf ist rund, daö Gesicht wie an einem Kalbe.
Sie hat einen großen häßlichen Mund, kleine Ohren und runde volle Augen; der Rückenist mit einer starken Haut bedeckt, die an verschiedenen Orten durchlöchert, und ihr von derNatur gleichsam als ein Mantel gegeben ist, den sie nach Gefallen öffnen und zumachen kann.
Die Ribben stillen das Blut; die größte Kraft aber liegt in den zweenen Knochen an derrOhren. Der Verfasser hat oft von diesem Fische gegessen, der wohlschmeckend und demSchweinefleische nicht unähnlich war; auch seine Eingeweide gleichen den Schweinen. DieSchwarzen nennen ihn daher Ngulla u masir, oder die liVasserstru; die Portugiesen aberPiepe Molker, das ist, den Lrauenfisch. Er hält nur den Kopf aus dem Wasser, wenner von den Kräutern am Ufer frißt.
Die Fischer bekommen sie selten, außer wenn es regnet, da sie ihre Annäherung nicht so Wie man ihnleicht merken. Sie rudern in dieser Absicht gelinde mit einem Boote hinauf, bis sie an denOrt kommen, wo der Fisch liegt; denn sie erkennen solches aus seiner Bewegung im Wasser:alsdann schießen sie mit aller Gewalt eine Lanze in ihn. Können sie ihn nicht erhalten: solassen sie ihn gehen, weil ihn die lange Lanze überall entdeckt. Diese Lanzen haben eine rundehölzerne Stange vom Holze, daö eisenhart ist, und von solcher Dicke, daß das Ende mit sovielen Pfeilen vollgesteckt wird, als in einer kleinen Entfernung einer von dem andern, sechsbis sieben Spannen im Umkreise einnehmen />).
Der Aakongs ist ein anderer Fisch dieses Flusses, wie eine Salme gestaltet. Er ist Kakongo.nicht roth, aber so fett, daß er das Feuer auslöscht, weil man ihn brät oder kochet. Manbringt ihn auch dem Könige.
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»') Es scheint hier etwas tn der Uebersehung anS-gelasseii^zu seyn; denn der Rücken ist einigermaßeneinem Schilde gleich, der Schwanz aber keineswegcs.^) pigafetta auf der 2; tt f. Seite.
/) Auch in dem,aus welchem der Zaire entspringt.
r») Vgilbp auf der ;;9 f- Seite.») Larli auf der 577 Seite.
0) Siehe die Figur.
/>) Merolla auf der <io u. f. S.