Band 
Fünfter Band.
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und den angranzenden Ländern. XU Buch VIII Cap. wi

auf den ersten, der ihm in den Weg kömmt. Die Leute drängen sich, anstatt zu fliehen, Jaggaer.

vorwärts auf ihn zu, ihn zu tödten, wobey sie kein Gewehr brauchen dürfen, und sie schä-' ^-

tzen sichs für ein Glück, in Gegenwart ihres Fürsten zu sterben «). Der Löwe tobtet ver-schiedene, und wird endlich von der Menge niedergetreten; die Überlebenden verzehren als-dann die Todten, und begleiten ihren König mit Freudengeschrey in seinen Paltast. Ueberallerschallet: Lange lebe der große Herr von Rafsänji o).

Merolla ertheilet uns eben die Nachricht, wenig verändert, und setzet, sie schrien wie solcherzwey mal: Lange lebe unser Fxassansi. Sie versammleten sich in einen Kreis, ließen begangeneinen großen teeren Platz in der Mitte, wo sich verschiedene Bäume befänden, und auf deseinen Gipfel richteten sie eine Art von Gerüste auf, darein sich der Herr mit seinen Großenbegäbe. Wenn der König sich gefetzt hat, und der Löwe gebunden ist, so fange das Volk anzu schreyen, und die Musik zu spielen, worauf plötzlich ein Zeichen zum Stillschweigen gege-ben, der Löwe losgelassen, und um ihn desto wütender zu machen, ihm der Schwanz abge-hauen werde /).

2. Nachricht von den Jaggaern, Agagi, oder Lindes.

Ihre Landschaften erstrecken sich weit. Ihr Name, zapfen. Sie leben vvm Raube. Ihre aewöhn-ihre Leibesgestalt und GemüthSbeschaffenheit. liche Kleidung. Kleidung der Weibsbilder.Ihr Gewehr. Sie fallen m Kongo ein. Wie Sie todten ihre Kinder. Wie sie neuen Zuwachssie sich lagern. Wie sie den Palmwein aus- erhalten. ,Ihre Kriegsopfer. Ihre Begräbnisse.

t^ie Jaggaer sind weit durch die inländischen Theile von Africa ausgebreitet. Nördlich Ihre Herr-fangen sie bey den Gränzen von Abissmien an, und gehen südlich bis zu den Horten- schalten,rotten; denn außer ihren schon erwähnten Landschaften, besitzen sie auch einen großen Theilvon den Ländern des Mono Muji. De l' Isle setzet sie in das nördliche Theil dieses Reichs.

Lopez meldet, ihre Wohnung sey an den Gränzen des weitläuftigen Landes, das sich längstbeyden Seiten des Nils, von seinem Ursprünge an, der hier in Seen ostwärts F^ongogesetzt wird, bis zu des Priester Johanns Reiche, erstrecket«), wodurch er das vorerwähnteabissinische Reich versteht; anderswo meldet er, sie bewohnten Mono Muji H. Siemüssen sich auch sehr weit westwärts ausgebreitet haben, wenn es wahr ist, was Battelmeldet: dieIaggaer, oder Iindes, die zu seiner Zeit Rongo und Angola überschwemm-ten, wären von Gierra Leona gekommen c). Wir müssen nicht vergessen , daß dieGallas, die zu eben der Zeit solche Verwüstung in Abissmien anrichteten, von einigen Schrift-stellern für Jaggaer gehalten werden.

Der Name dieses Volkes ist nicht recht gewiß. Lopez meldet, die Kongoschwarzen Ihr Name.hießen sie Jakki, sie selbst aber nennten sich Agag, oder Agaghi al). Barrel schreibt

N z sie

m) In der Grundschrift Rafl'angi. Dieß Landscheint eben das weftlanftige Land zu seyn, dasde l'Jule in seinen Karten, die Lander des JagaKassanji nennet.

») Inder englischen Uebersetzung steht: ;u flie-hen, üxing, statt llxinZ.

o) Larli auf der 576 und folg. S.

/>) Merolla auf der 6;o Seite,a) pigafetta auf der >og, 159, ro6 Seite.

H Derselbe auf der 204 Seite.

e) Purcki. Pllgr. V Band auf der 77z Seite.

al) pigaferra auf der roz und 204 Seite.