ro2 BefthreibttngderKömgreicheLoango,Kongo,Angola,Benguela
Jaggaer. sie Gagas, welches Agag nahekömmt; aber purchas meldet, im Reden hakte er es
-"-Iaggas ausgesprochen e), und man hätte ihm berichtet, die Portugiesen hießen sie Iaggas,
sie selbst aber sich Imbangolas /). Er heißt sie auch Iindes F).
Von Person sind sie schwarz und ungestalt, groß vom Leibe, und von kühnem Ansehen.Sie bezeichnen sich auf den Wangen, über die Lippen, mit heißen Eisenstrichen. Sie pflegenauch das Weiße ihrer Augen, durch Zurückdrehung der Augenlieder, zu zeigen, daß sie einschreckliches Ansehen bekommen ^).
Leibesgestalt Sie gehen ganz nackend, und sind in' ihrer Lebensart sehr wild. Sie haben keinenu.Gemüchs- König, sondern sie halten sich in den Wäldern in Hütten auf, und schwärmen wie die Araberbeschaffenheit. Sie sind außerordentlich kühn, und plündern ihre Nachbarn gern r). Ihren
Feind fallen sie mit grausamem Geschreys an, solchen zu erschrecken. Nach des Lopez Be-richte, sind ihre stärksten Gegner die Amazonen, ein Geschlecht Kriegerinnen, die er inMono Morapa sehet. Sie stoßen an den Gränzen dieses Reichs auf die Iaggaer, inden Gegenden von Mono Muji, und versuchen daselbst ihre Stärke, da sie fast beständigim Felde sind.
IhrGewehr. Ihre Waffen sind Dolche, Wurfspieße und lederne Schilder, die ihren ganzen Leibbedecken. Sie stecken solche manchmal, wenn sie sich lagern, statt einerVerschanzung in dieErde. Zu anderer Zeit bedecken sie sich damit, ziehen gegen ihre Feinde, und beunruhigensolche mit ihren Wurfspießen, damit jene ihre Schüsse auf ihre Schilder abschicken sollen, wor-auf die Iaggaer den Angriff erneuern, jene in die Flucht treiben, und ein gewaltiges Blut-bad unter ihnen anrichten. Die Amazonen überwältigen auf der andern Seite ihre Geg-ner durch Geschwindigkeit und Kriegsordnung. Die Furcht, daß sie als Kriegsgefangenewürden aufgefressen werden, verdoppelt ihren Muth ä).
Wenn man unsern Schriftstellern glauben darf, so sind die Iaggaer Menschenfres-ser. Lopez erwähnet solches /), und Barrel saget, sie zögen Menschenfleisch dem Rind-und Ziegenfleische vor, ob sie gleich beydes in Menge hätten m). Merolla versichert oft,sie wären Menschenfresser, und zahlet sie deswegen unter die größten Barbaren, wobeyer sich, wegen einer weitläuftigern Beschreibung von ihnen »), auf einen gewissen Schrift-steller bezieht o).
Sie fallen in Barrel hat den Iaggaern sechzehn Monate in ihren Kriegen wider Rongo gedient,Kongo ein. und liefert von ihnen eine besondere Nachricht. Elembe, der Großjagga, wie er ihr Ober-haupt nennet, hat zwölftausend Menschenfresser mit sich von Sierra Leona gebracht, undsich, nachdem er viele Länder verheeret hatte, im Königreiche Benczuela gesetzt. Aalaiudula, Elembes Nachfolger, war sein Page gewesen. Außer diesem Heerführer befandensich noch acht Befehlshaber in ihrem Lager /). Dieser Aalandula, oder Imbe Aalamdola, wie sein Name sonst lautet, war ein sehr beherzter Mann. Der Verfasser berichtet
uns,
e) Siehe lV Band auf der ;r; Seite. Carl!und Merolla schreiben Giacchl und Giaghi,welches nach der englischen Art, die Buchstabenauszuforschen, Jakki und Jagbi giebt.
/) Purch. auf der 772 Seite.
F) Siehe IV Band auf der ;r; Seite.^) PÜgafetta aus der 204 Seite.