Band 
Fünfter Band.
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111
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III

nach Capo Guarda Fuy. XIII Buch I Cap.

Sie verließen praya ü) den 29 März. Unter der Linie überfiel sie eine Windstille, 171zwelche den Scharbock vermehrte, und hitzige Fieber mit Raserey verursachte. Endlich sah Rolbe.man drey Nächte hinter einander einen Ring um den Mond, welcher Wind bedeutete. Esfolgte ein starker Wind, und den 9 April setzte sich eine Seeschwalbe auf das Hintertheilihres Schiffes, (welches ebenfalls eine Vorbedeutung vom Sturme ist) worauf so gleich einheftiger Blitz, und nach diesem ein schrecklicher Donner folgte. Der Hauptmann bildetesich ein, es hatte sich jemand unterstanden, ein Stücke loszubrennen, lief ergrimmt herausund fand seinen Fockemast zerspalten, und drey Splitter, jeden einen Zoll dick und fünfzehnFuß lang, abgerissen. Ob aber gleich dem Schiffsvolke, das nahe dabey herumstund, keinSchaden wiederfahren war: so erzitterten sie doch alle vor der Vorstellung, in was für Gefahrder Pulverraum sich befunden hatte, der mehr als dreytausend Zentner Pulver enthielt.

Bey der Durchfahrt durch die Linie verlohr der Verfasser sein Haar gänzlich. Den 2zstenMay zur Nacht war ein entsetzlicher Wind. Den zten des Brachmonats hatten sie einen sehrdicken Nebel, welcher als ein Zeichen, daß sie sich dem Vorgebirge näherten, angesehen ward.

Sie entdeckten es auch wirklich den roten, und liefen den uten glücklich in den Hafen ein.

Nachdem Herr Rolbe seine angestellten Wahrnehmungen, auf dem Vorgebirge, geen-diget hatte: so gieng er den 9ten April im Jahre 171z wieder nach Holland zu Schiffe.

Nach so vielen Arbeiten, mislungenen Absichten, widerwärtigen Begegnungen und Krankhei-ten , verlangte ihn nach Hause. Seine Freunde in Europa ließen es an der Erfüllung ihresVersprechens, wie sie ihn unterstützen wollten, sehr fehlen, daß er Zeit seines dasigen Aufent-halts , durch ihre Leichtsinnigkeit, oft in schlechte Umstände kam. Auf der Reise trug sichnichts außerordentliches zu, und sie langten den 22sten August in Amsterdam an.

Das i Lapitel.

Nachricht von dem Lande der Hottentoten, und den ver-

schiedenen Nationen, die es bewohnen.

Der I Abschnitt.

Entdeckung des Vorgebirges der guten Hoffnung, schlagen. Gesittetes Wesen der NamagmS.durch die Portugiesen. Die Holländer sehen sich Die Attaquas und Chorogauquas. Die Koop-daselbst. Land der Hottentoten. Dessen Grän- manNs. Die Hessaguas. Lustiger Streich,zen. Lage. Größe. Bayen und Flüsse. Hot- Ihre Kraals oder Dörfer Theurung der Le-lenkotische Nationen. Die Gunjemans. Die bensmittel. Die Dunquas. Salzgruben. Pa-Kachoquas. Die SussiquaS. Die Udiquas. lamitfluß. Die GauroS oder Gauriquas. DieDie Chirigriquas. Ein großer Wald. Die Houteniquas. Die Chamtouers. Kirschengroßen und kleinen Namaquas. Der Boden, und Apricosen. Sie werden von den Hvllan-Fleckichter Hirsch. Ein Schloß in Felsen gehauen. Lern geschlagen. Die Heykoms. Ihr betrüb-Die Holländer werden durch eine Kriegslist ge- ter Verlust.

Vorgebirge der guten Hoffnung, ist die südlichste Spitze vonAfrica, und der Entdeckungmerkwürdigste Platz im Lande der Hotrentoren. Barrholomaus Dia;, ein des Borge-portugiesischer Admiral, hat es zuerst im Jahre 149z -?) unter des Königes Johann biräesdes H Regierung entdeckt. Wegen des stürmischen Wetters, das er hie fand, nannte eres Lubo ckon totos lorinento» H , das Vorgebirge aller Plagen, welches abdr Kö-

a) Es soll 1486 seyn. Siehe I Band a. d. zz S. 6) Vielmehr Lsbo 'Vormentolo. nig