Band 
Fünfter Band.
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H2 Beschreibung der Lander des Vorgeb. der guten Hoffnung

171z lüg Johann II in den Namen: das Vorgebirge der guten Hoffnung, Labo 6a kueugRolbe. Llperaiiru verwandelte, den es noch führet. Weder Dia;, noch sein Nachfolger in der An-dmchd^D^-führung der portugiesischen Flotte, Vasco deGama, giengen hier ans Land. Rio deltusiesen. Infame e), ein portugiesischer Admiral , war der erste der daselbst im Jahre 1498 ansLand stieg. König Emanuel sandte auf seine Nachricht bald darauf eine Flotte dahin,mit Befehl sich daselbst zu setzen: die Portugiesen aber waren durch die Erzählung, daß dieLeute Menschenfresser wären, in Schrecken gesetzt worden, und wollten nichts weiter wagen,als daß sie Vieh zu Lebensmitteln tödteten, und am Robben-Eylande Wasser einnahmen,wo eine Höhle ist, in der sie sich vor dem Wetter verborgen, die auch noch daher die Por-tugiesenhdhle heißt.

Francijco de Almaida, Unterkönig von Brasilien, schickte auf seiner Rückreiseeinige Leute hier ans Land, um Vieh zu handeln: die Eingebohrncn schlugen ihm solches ab,deswegen er ans Land gieng, sich zu rächen, aber unglücklicher Weise durch einen vergifte-ten Pfeilschuß blieb ^). Die Portugiesen landeten, diesen Unfall zu rächen, zwey oder dreyJahre hernach am Vorgebirge an, und weil sie wußten, daß die Horrencocen große Lieb-haber von Metall waren: so führten sie eine große Canons ans Land, unter dein Verwände,sie damit zu beschenken. Weil dieselben aber solche sehr freudig in zwo langen Reihen, ver-mittelst Stricke, die dazu an die Mündung befestiget waren, fortzogen: so ward das Ge-schütz, welches voll Kugeln geladen war, plötzlich losZebrannt, und richtete eine schrecklicheNiederlage an.

Die Hollän- Man findet nicht, daß das Vorgebirge nach diesem von Europäern e) besucht worden,der setzen sich als im Jahre i6OO,da die Schiffe der holländisch-ostindischen Gesellschaft, welche sich damalsin ihrer Kindheit befand, auf ihren Reisen hier einzulaufen anfingen. So groß indessen dieEinsicht dieser Gesellschaft in Handelssachen beständig gewesen ist, so begriff sie doch nichtgleich, was für besondere Vortheile mit Anlegung eines Handelsplatzes allhrer verknüpftwaren; denn obwohl ihre^chiffe auf ihrer oftindischen Hin- und Herreise ordentlich hier ein-liefen, so machten sie doch keinen Versuch von der Art, bis des Herrn von Aiebeeck, Wund-arztes auf der Flotte, die sich im Jahre 1650 hier aufhielt, Vorstellungen sie dazu an-trieben, wie hernach soll erzählt werden /).

Land derHot- Es ist nicht leicht, die Gränzen des Landes, das von den Hottencoren bewohnt wirdtentktten. genau rzu bestimmen. Einige Erdbeschreiber, und unter andern de l' Iske, breitenDessenGräw diese Nationen vom Vorgebirge der guten Hoffnung nordwärts über den Wendekreis deszen. Steinbockö aus, und begränzen sie von dieser breite mit den Königreichen von iVamman,

Ahurua und Monomocapa, ostwärts mit Mono,norapa, und den Ländern an derSee, die Tierras de Zangana, dos Fumos, dos LiJckoneras und de Nütal heißen,und Süden und Westen mit dem Ocean, so daß diese Landschaft der Horrenroten, die aufdrey Seiten die See hat, die Spitze von der Landzunge oder Halbinsel des südlichen Theilsvon Africa kann genannt werden. Sie liegt zwischen dem zwey und zwanzigsten und fünfund dreyßigsten Grade, südlicher Breite, und zwischen dem drey und dreyßigsten und sieben

und

e) Vielleicht hat er diesen Zusah vom Rio da- Im Jahre Siehe I Band a, d. irrS.

her genommen, weil derselbe einen Fluß, der nach e) Die Engländer waren im I. iM unter Ray-ihm heißt, über dem Vorgebirge auf des Dia; Rei. Mond zu Saldannah. Siehe I Band a. d. 40z S.se, als Haupkmann des zweyten Schiffs, entdeckt hat.