Band 
Fünfter Band.
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n6 Beschreibung der Länder vom Vorgeb. der guten Hoffnung

17 rz den hatten; diesenvegen hörten sie nicht auf das, was Claas sagte, sondern liefen in MengeRolbe. „ach ihrem Gewehre, griffen sie mit ihren Lanzen und Pfeilen rasend an, und setzten das'—"-Gefechte drey Tage lang im freyen Felde fort.

durchK' iegs- Endlich verzweifelten die VJamaquas, den Sieg mit offenbarer Gewalt zu erhal-lst übecwun- ten, und nahmen ihre Zuflucht zu einer Kriegslist. Sie ergriffen die Gelegenheit, da dieden- Holländer sehr erhitzt waren, und zogen sich beständig fechtend zurück, in einen engen Weghinter ihnen, der sich sehr lang zwischen verschiedene Felsen erstreckte. Die Holländer dach-ten an nichts weniger, als an die Hinterlist, verfolgten sie, und hatten sich halb in den Paßhineinbegeben, als die LTlamaquas plötzlich auf die Gipfel der Felsen auf beyden Seitengeklettert waren, worinnen sie so geschickt, als die Katzen, sind, und ihnen von da herabmit Steinen, Pfeilen und Lanzen dergestalt zusetzten, daß sie fortliefen, um nur ihr Lebenzu retten; aber mit so blutigen Köpfen, daß sie dem Feinde das Gesicht nicht wieder zei-gen durften »).

Man schickt Nach Dappers Berichte, besuchten die Holländer die NAmaquas schon zuvor,nach Golde und wurden gut aufgenommen. Dieser Verfasser meldet, im Jahre 1661 wären dreyzehnNiederländer, von dem Statthalter des Forts, Gold und andere Seltenheiten aufzusuchen,gesandt worden, die das Volk mit großer Freundschaft aufgenommen, und mit Schafenbeschenkt hätten. Die Musik habe wohl aus hundert Personen bestanden, die sich in einenKreis gestellt, und deren jeder ein Rohr, aber von ungleicher Länge, in der Hand gehabt hätten,diese hatten eine angenehme Harmonie, wie Trompeten gegeben, und einer in der Mittenhabe den Tackt geschlagen.

Nach diesen zwey oder dreystündigen Concerte, lud sie der König in sein HauS, woihnen Hirse und Schöpsenfleisch vorgesetzt ward. Die Holländer beschenkten ihn mit Ku-pfer, Glaskorallen, Brandtewem und Toback, welches er freudig aufnahm, und den Ge-brauch davon bald lernte.

Im Wintermonare eben desJahres, wurden noch vierzehn ausgesandt. Nachdem sieaber über dreyhundert Meilen das Land hinauf gekommen waren, und die LJamaquas,weil diese sich auf eine große Weite fortgemacht hatten, nicht antrafen: so kehrten siedenfolgenden Hornung zurück, und die Unternehmung mislung also für dießmal.

Der Nama- Dapper meldet, die LJamaquas wären von Riesengröße, und sehr zahlreich, die

quas Klei- Weiber schön und Wohlgestalt, aber mehr von Natur als durch Kunst, weil sie sich inLung. Thierhäuten einkleideten. Ihre Zierrakhen sind kambayanisthe Glaskorallen, die sie vonden Portugiesen um Monomorapa herum kaufen.

Die Männer tragen eine artige elfenbeinerne Platte vor der Scham und dergleichenrunden Ring an einem Arme, nebst verschiedenen Kupferringen. Jeder Namaqua hateinen artigen kleinen Stuhl, aus Holz und Stricken, den er am Arme mit sich herumträgt, darauf zu sitzen.

Die Regierung besteht in einer einzigen Person. Der Regent im Jahre 1670 hießAkamdiba, und hatte drey außerordentliche große Söhne 0).

Ihrgesitte« Aolbe meldet nichts merkwürdiges wegen ihrer Leibesgröße, rübmet aber ihren gu-

tes Wesen, txn Verstand, und ihr gesittetes Wesen, wovon er folgendes Beyspiel giebt. Als Herr

van

Rolbe im ! Bande a. d. 6z u. f. S. p) Rolbe im ! Bande a. d. 6? ». f- S-

Ggilbys Africa auf der 6r u. f. T. -) Diese Bemerkung ist aus Tackards Karte