Band 
Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda Fuy. xm Buch I Cap. »7

van Assenburg, als Statthalter, im Jahre 1708 am Vorgebirge anlangte, schickten 171zbeyde Nationen einige ihrer Vornehmsten, Seiner Excellenz aufzuwarten, und ein ansehnli- Rolbe.liches Geschenk an Rindvieh zu bringen, wie auch um Fortsetzung des Schuhes, den sie' " '

von seinen Vorfahren gehabt hatten, anzusuchen, und ihn ihrer aufrichtigen Beobachtungdeö Bündnisses zu versichern />).

Die Abgeordneten verrichteten solches mit soviel Geschkcklichkeit und wohlanständigemWesen, daß der Statthalter, und alle Anwesenden erstaunten. Sie wurden einige Tageauf Unkosten der Gesellschaft sehr wohl bewirthet; und da sie erfuhren, daß Herr van Aßsendurg das gebrachte Geschenke zum Vortheile der Gesellschaft bestimmt hatte, undnichts für sich davon nehmen wollte, ob wohl bey dergleichen Fällen, von seinen Vorfahren,wohl alles weggenommen worden war: so lobten sie, bey aller Gelegenheit, seine Aufrichtig-keit, sein uneigennütziges Wesen, und seine Großmuth, welches sie besonders in ihrem Ab-schiedscomplimente wiederhohlten, mit den Ausdrückungen : Sie würden von seinerGroßinmh und Gürigkeiv ungemein gerührt nach Hause zurückkehren, undeben diese Empfindungen allen ihren Landeslemen mitzutheilen suchen, die sichhöchlich erfreuen würden, daß die Verwaltung des Regiments in den Handeneines so würdigen Mannes wäre, von dessen Tugend sie sich allen erwünschtenFrieden und Sicherheit versprachen.

Tachard saget, das Landsey von denLTsamaquas, bis zum achtzehnten Gradewüste und unbewohnt, und daselbst fingen die Hottenroren -?) von Angola an. Hierhat er zweene Fehler begangen; denn das Land zwischen den LTarnaquas und Angola istnicht unbewohnt, und die Leute von Angola sind auch nicht Hottenroren, sondern voneinem andern Geschlechte.

An die LTlamaquas stößt nördlich die Nation der Attaquas, und an diese nördlich, Attaquasu.wenn sich der Verfasser nicht irret, befinden sich die Thorogauquas; beydes sind große Chorogau-Nationen, die ein weitläufiges Land besitzen. Es mögen zwischen ihnen und Angola nochviel andere seyn. Er gesteht indessen, daß sich hier und dar große Wüsten, nordwärts dertTlamaczuas befinden, die wegen Unfruchtbarkeit deö Bodens und Wassermangels öde sind.

Das Land der Attaquas ist, wegen dieser beyden Umstände, von ganz mittelmäßi-ger Beschaffenheit, daher die Einwohner in kleinen Haufen, ziemlich entfernt von einanderwohnen, wo sie es am bequemsten finden. Eben deswegen haben sie auch meistens nursoviel Viel, als nebst dem Wilde, das sie fangen, gerade zu ihrem Unterhalte zureicht. Siesind indessen so beherzt, munter und vergnügt, als wenn sie das fruchtbarste Land bewohnten.

Sie leben sehr ruhig und haben selteitjKriege mit ihren Nachbarn. Befinden sie sich in Ge-fahr von einem Feinde, so eilen sie, wie die Schweizer, auf die Gipfel ihrer Höchsten Berge,machen daselbst mit einem großen Rauche bey Tage, und einer Flamme bey Nacht Zeichen,da denn jeder, der geschickt dazu ist, mit seinen besten Waffen an einen bestimmten Versamm-lungsplatz kömmt, und sich solchergestalt sogleich ein zahlreiches Heer zusammen zieht.

Nach dem Vorgebirge zurück zu kommen, so befinden sich zunächst den Gunje^ Koopman«.mans südwärts, die Roopmans die diesen Namen von einem Hauptmanne ihrer Na-

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vorn Vorgebirge genommen, wo sie nicht -Hotten- gleichgültige Wörter genommen, und diese Verwir«toten sondern Anfpen heißen, welches Rolbe für r»ng selbst verursacht hat.

?) Vielmehr östlich odernordostlich in der Karte.