bis nach Capo Guarda Fuy. XIII Buch I Cap. 119
brennen ließ, da sie der schreckliche Knall von einander brachte, und sie sich, ohne ein Wort 171;weiter zu sagen, nach Hause begaben. , Ro lbe.
DieRraals, oder Dörfer der Hessaquas, sind größer, zahlreicher und besser bewohnt, Zh„ Kraals,als bey einiger andern hortenrotisthen Nation. Das Land ist voll Wildprät, und liefert von oder Dörfer'allen Sachen, die in diesem Welttheile zum Unterhalte r) und Vergnügen dienen, mehr, alseinige andere Gegend um das Vorgebirge herum. Wenn sie ihr Glück machen wollen, sopflegen sie in der Europäer Dienste zu treten, und das Geld, das sie verdienen, zu Erkau-fung des Viehes anzuwenden, mit welchem sie endlich nach Hause kehren, und sich selbst setzen.
Nächst an den Roopmans, ostwärts, wohnen die Gonquas, ein munteres kühnes SouquakVolk, das die Waffen sehr wohl zu brauchen weis. Sie haben diese kriegerische Gemüths-art und Geschicklichkeit, der Beschaffenheit ihres Landes zuzuschreiben, welches felsigt, undunter allen Gegenden um das Vorgebirge herum, am ärmsten ist, so daß Menschen und Viehdaselbst nur wenig Nahrung finden. Die Gonquas werden also ihren Unterhalt zu erwer-ben Soldaten, und dienen den andern Nationen, bloß ums Brodt, in ihren Kriegen. Ebendiese Armuth ihres Landes machet sie in der Jagd geschickt: allein diese Geschicklichkeit reibetfast alle ihr Wild auf.
Aus dem, was wir gesagt haben, laßt sich schließen, daß dieses Volk nicht sehr zahl- SeltensMreich ist; wenige Dörfer enthalten sie alle. Auch das Vieh, großes und kleines, ist so selten der Lebentzunter ihnen, daß sie keines, als bey gewissen feyerlichen und unvermeidlichen Gelegenheiten, m^tel.schlachten, die nachgehends sollen erwähnt werden. Wurzeln, Pflanzen und Kräuter giebtes genug hier und dar: aber weiter bringt das Land nicht viel hervor, als Feuerholz,wilde Thiere mit der Flamme abzuhalten.
Die Gonquas sind sehr geschickt, die Bienen zu verjagen, und das Honig aus denhohlen Bäumen zu nehmen. Sie für sich fragen nichts darnach, aber sie verkaufen es denEuropäern, welche es mit Wasser vermengen, und ein sehr angenehmes erfrischendes Ge-tränke daraus machen «). Sie vertauschen es gegen Messer, und andere Eisen - und Me-tallwaaren, Brandtewein, Toback und Pfeifen. Sie thun es in rauhe lederne Säcke,und geben einen Sack voll für etwas sehr geringes.
Nächst bey den Gonquas wohnen die Dunquas, in einem schönen und fruchtbaren Dunquas.Lande, das nicht so bergicht und uneben ist, als die meisten Gegenden am Vorgebirge. Eswird durch verschiedene Flüßchen, die in den Palamit fallen, wohl durchwassert. Hügel undEbenen sind mit Grase, Kräutern und Bluhmen bedeckt, und voll zahmes Vieh und Wild.
Die Damaquas sind ihre Nachbarn, deren Landstrich eben so schön und fruchtbar, und Damaqnar.viel ebener ist. Er bringt Wassermelonen und wilden Hanf, ist auch voll Schlachtvieh undWild; sie haben aber kaum Feuerholz genug, ihre Speisen zuzurichten, wenn sie nicht eineArt Mooß brennen wollen, die sehr übel riecht.
Es giebt hier verschiedene Salzgruben, die aber von allen Wohnplatzen der Europäer Salzgruben,so weit entfernet sind, daß man sie nicht gebrauchen kann; denn die Hottemoren essen keinSalz. Der Fluß palamit fließt durch, und machet so viel Wendungen, daß er die Rei- Palamit-senden auf eine verdrießliche Art sehr oft hindert, weil sie, aus Mangel der Brücken, in Ca- fluß.
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*) Dappep meldet, di'e-Hessgguas erhielten sich von der nachgehends beschriebenen Dakha-Wurzel.
Das ist: Meth