Band 
Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda §uy. XHI Buch ll Cap. 12z

übersieht, so scheint er sehr rauh und öde zu seyn; die Seiten sind voll Steine von mancherley 171zFarben, wie Tyger fleckicht. In der That aber ist er schön und fruchtbar ü), und auf Löwe.allen Seiten mit schönen Landhäusern, Weingärten, und andern Gärten beseht, davon'—^"zweene Gärten der Gesellschaft gehören; der eine heißt Rundbuschgarten von einem schö-nen Eichenwaldchen, das man den Rundbusch nennet, unweit dessen ein Lusthaus für denStatthalter steht. Der andere wird, weil er nur angelegt ist, Neuland genennet. BeydeGärten werden durch Quellen, die von dem Berge herunter fließen, schön durchwässerk,und geben der Gesellschaft wichtige Einkünfte c).

Kurz vor Rolbens Ankunft, zeigte sich bey der Nacht, fast einen Monat hinkereinan- Äußern-der, auf dem Gipfel dieses Berges etwas glänzendes, wie ein großer Karfunkelstein, in deutlicheGestalt einer Schlange, mit einer Krone auf dem Kopfe. Viele erschrocken darüber, und Erscheinung,niemand wollte sich an die Entdeckung wagen. Einige Jahre zuvor sah man eben derglei-chen um diese Zeit.

In der Mitte des Berges befindet sich eine Spaltung, darinnen verschiedene großeBaume wachsen. Unterschiedliche Ströme, vom Gipfel des Berges, vereinigen sich hier,und führen zur Regenzeit viel Erde in die Thäler; .man bemerket auch, daß der Spaltbey jedem Regen weiter wird.

Es befinden sich zwey Gebüsche auf diesem Berge, die Hölle und das Paradiesgenannt. Zwischen beyden ward vor einigen Jahren eine Silbergrube entdeckt, die aberdie Kosten des Bauens nicht trug. Während der trockenen Zeit, vom September bis inden März, und oft auch in den andern Monaten, hängt eine weiße Wolke über diesem WeißeBerge, und dem kVindberge, die man für die Ursache der schrecklichen Südostwinde am Wolke.Vorgebirge hält. Sobald die Seeleute diese Wolke entdecken, pflegen sie zu sagen: DieTafel ist gedeckt, oder, die Decke liegt auf der Tafel; worauf sie sich sogleich aufeinen Sturm gefaßt machen müssen.

Der Löwenberg ist von den vorigen durch eine kleine Kluft abgesondert, und liegt Löwenberz.vom Mittelpuncte des Tafelthales westlich, erstrecket sich nordwärts bis an den Ocean. Einigesagen, er sey sonst voll Löwen gewesen; andere leiten seinen Namen von der Gestalt ab, diesich aus der See wie ein liegender Löwe zeiget, dessen Kopf aufgerichtet ist, als wenn er aufRaub lauerte. Sein Kopf und seine Vorderfüße richten sich nach Südwesten. Die Hin-terfüße und der Schwanz nach Osten. In der Kluft, zwischen diesem und dem Tafelberge,steht eine Hütte, wo zweene Leute Wache halten, und der Capestadt Nachricht geben,wenn Schiffe einlaufen. Von dem Gipfel des Löwenberges kann man das kleinste Segel,auf mehr, als zwölfMeilen weit, entdecken: er ist aber so steil, daß man ihn zum Theile mitStrickleitern ersteigen muß.

Sobald einer von diesen Leuten auf dem Gipfel ein Schiff entdeckt hat, so stecket er einegroße Stange aus, und giebt dadurch dem unten ein Zeichen, der sich sogleich nach der Fe-stung zu machet, da indessen der andere einen Zweypfünder losbrennt, und die holländischeFlagge wehen läßt. Wenn mehr als ein Schiff erscheint: so brennet er das Stücke für jedeseinmal los, und senket die Flagge. Ist der Wind günstig, und das Wetter heiter, so kannman im Fort die Schüsse hören, und die Flagge sehen, sobald ein Schiff, von was füreiner Nation es auch sey, vom Robben ezllande entdeckt wird, eö mag vorbey fahren oder

Q 2 einlaufen,

S) Rolben H Band auf der » und folgenden Seite. e) Daselbst auf der 4 Seite.