Band 
Fünfter Band.
Seite
124
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Rolbe.

124 Beschreibung der Lander von, Vergeb, der guter: Hoffnung

einlaufen, wird eil» Stück losgebrannt, und die Prinzenflagge ausgesteckt. Dieses Eyland

KleinerHa-

fei».

Windberg.

liegt am Munde des Hafens, drey Meilen von der Capestadt.

Am Fuße des Berges ist eine Bucht an dem Ufer, an welche der Statthalter Simonvan der Srel ein kleines Fort gebauet hat, das mit vier Stücken beseht ist, und in derNahe ein Wachhaus hat, um den geheimen Handel und die Landung eines Feindes zu ver-hindern; denn bey den öftren Nebeln im Brach- und Heumonake, könnte in kleinen Boo-ten leicht Mannschaft ans Land gesetzt werden. Da aber sein Sohn und NachfolgerAdrian diese Vorsichtigkeit für unnöthig gehalten hat: so ist alles eingegangen.

Der tVmdberg oder Teufelsberg, wie ihn die Bootsleute nennen, wird durch eineKluft von dem Löwenberge getheilt. Vermuthlich hat er diese Namen von den schrecklichenSüdostwinden, welche die vorerwähnte weiße Wolke verursachet. Die Winde gehen aus ihr,wie aus der Oeffnung eines Sackes, mit entsetzlicher Wuth heraus, erschüttern die Häuser, brin-gen die Schiffe im Hafen in Gefahr, und thun am Korne und Früchten unsäglichen Schaden.

Der Berg ist weder so hoch, noch so breit, als die beyden vorigen, und strecket sichnach der Seeseire. Die drey Berge machen einen halben Kreis, der das Tafelthal ein-schließt. Der tVmdberg scheint in der Weite ganz öde zu seyn: er hat aber eine Mengevortrefflicher Weiden. Von hier sieht man auf den Salzfluß nebst den Tpgerdergcnund den angränzenden Wüsten ck). »

Tygerber-e. Die Tygergebirge sind so genannt worden, weil sie buntscheckicht, wie Tygerhäute,erscheinen. Sie haben etwan acht Meilen im Umfange, und der weiteste ist ungefähr vierMeilen von» Vorgebirge. Man halt sie für die fruchtbarsten hier heruin, welches vondein Miste des Wildes herrühret. Es befinden sich auf ihnen zwey und zwanzig schöneLandgüter, und auf jedem ein Wohnhaus, und alles Land auf ihnen wird genutzt; einenkleinen Strich ausgenommen, welchen der Statthalter deswegen freygelassen hat, daß dieLandleute in der Nachbarschaft zur dürren Zeit einen Quell, der sich da befindet, nutzenkönnen. Man muß gegen tausend Schafe, und zwey- bis dreyhundert Stück Vieh haben,wenn man hier für etwas vermögend angesehen seyn will; und der Verfasser traf verschie-dene an, die zu vielen taufenden kleines Viehes, und mehr als tausend Stück großes besaßen.Knhöerg. Der Aubberg, etwan sechs Meilen vom Vorgebirge, ward nächst nach den Tyger-

bergen angebaut, ist aber wegen Wassermangels und schlechten Bodens nicht so sehr bewohnt.BlnurrBerg. Der blaue Berg, der von der See blau aussieht, ward am nächsten darauf angebaut.

Er ist etwa acht Meilen vom Vorgebirge, e) so fruchtbar, als die Tygerberge, aber nurschlecht mit gutem Wasser versehen; daher er wenig bewohnt und voller wilden Thiere, be-sonders Elephanten und Hirsche ist /).

Hinter dem Bustbberge führet ein beschwerlicher steinigterWeg, überhöhe und rauheWaldbay. Gebirge nach der IValdbay, die einen großen Wald am Ufer hat, aus welchem die Pflanz-städte mit Zimmer- und Feuerholze versorgt werden, das sonst am Vorgebirge sehr selten ist.

Die Gesellschaft hatte vormals verschiedene kleine Häuser, das Land hinauf und hin-unter-, zur Viehzucht, besonders eines hinter den Bergen, die, nach Dappers Berichte,

von

Rolbe IM II Bande a. d. i; u. f. Seite. L) Der Karte nach scheint er vom TygetberzeNordwärts der Seite der Tafelbay. zn kommen.

/) Rolbe im II Bande a. d. 7 u, f. Seite. r) Rolbe auf der rr Seite.

Ebenderselbe auf der S n. f. Seite. In der Karte etwan sieben und zwanzig gee-

graphische