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Fünfter Band.
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126 Beschreibung der Lander vom Vergeb, der guten Hoffnung

171z trockenen Zeit wird er durch große Sandbänke aufgehalten, die von den starken Südosten.

Rolbe. winden erhoben werden; er breitet sich also über das ganze Thal aus, und bleibt als ein

'-^-'großer See bis zur Regenzeit stehen, da die mächtigen Fluthen von den Bergen, mit Bey-

stande der Nordwestenwinde, die Sandbänke in die See schwemmen §). Der Fluß istmit Fischen wohl versehen; und weil sein Lauf aufgehalten wird, so machen die Fischer und an-dere enge Canäle in die Ufer, das Wasser herauszulassen, da sie denn häufige Fische fan-gen, die dem Strome folgen.

Flüßchen. Auf der Norwegenhöhe ist ein Flüßchen, an welchem der Statthalter, van der

Srel, einen kleinen Landsitz mit einer Plantage hatte, und sich manchmal daselbst mit Fischenerlustigte, aber sonst hatte niemand außer ihm Gebäude oder Plantagen da.

Quellen. Hinter den Steinbergen find verschiedene schöne Quellen, von denen das anliegende

Land vollkommen gewässert wird

Auf dem Wege von dem Löwenberge, nach der Capesestung, befindet sich ein schönerQuell, der allen gemein war, bis ein Capebürger, Herrog, den Grund daherum in Besitz bekam.Auf diesem Boden baute er Ziegelscheunen und Töpferöfen, gerade der Gesellschaft ihren ge-gen über, von denen sie nur durch einen Graben abgesondert werden. Dieser Graben,nebst noch einem andern im Tafelrhale, dienet, das Wasser abzuleiten, welches zur Regen,zeit von den Bergen herabschießt, und mit einem reißenden Strome durchführt. Der Gra-ben zwischen den Töpferöfen, geht zwischen der Capekirche und dem Spitale hin, und ist mitZiegeln eingefaßt, damit das Wasser nicht den Grund dieser Gebäude unterwaschen soll /).

Beschreibung Rolde ist in seiner Nachricht von der holländischen Stadt und Festung sehr kurz:

derCapestadt. hie erste heißt die Capestadt, und die letztere Bonne Esperance, oder gute Hoffnung.

Er saget nur, sie lägen im Tafelthale, und es befänden sich unweit der Stadt, und amGalzfluffe, sehr viel schöne Gärten und Weinberge, auch eine Reihe Häuser und verschie-dene Felder, die zur Stadt gehörten r).

Folgende besondere Umstände sind aus einem andern Theile des Werks gesammelt.Die Stadt erstrecket sich von der See nach dem Thale, ist groß, und ordentlich gebaut, undenthält verschiedene weitläufige Straßen, auch gegen zweyhundert Häuser n), nebst Höfenund Gärten. Sie sind von Steine gebaut, aber selten höher, als ein Stockwerk, wegender Ostwinde, die sie auch bey dieser Niedrigkeit beschädigen. Eben deswegen sind sie or-dentlich nur mit Strohs gedeckt. Eine niedrige aber artige Kirche von Stein befindet sichhier, die von außen weiß angestrichen ist, das Schiff und der Thurm sind mit Strohs be-deckt. Gegen über liegt ein weitläuftig und ordentlich gebautes Spital, darinnen einigehundert Kranken Raum haben.

Festung. Das Fort, wo sich der Statthalter aufhält, ist ein starkes prächtiges Gebäude, von

großem Umfange, mit allen Nothwendigkeiten für eine Besatzung versehen; es bestreichkdie Bay und das anliegende Land. Die Bedienten der Gesellschaft haben hier bequemeWohnstngen, und es wird eine starke Besatzung da gehalten ^).

Der

5) Nach der Kart« fallt er in die Falsobay. « ) Noch derselbe im l Bande auf der Z49 u. f S.

5) Rolbe im II Bande auf der »z u. f. S. ae) Leguar, der, ßinem Vermelden nach, im

Derselbe auf der >8 Seite. Jahre 16x 8 hier gewesen ist, setzet die Zahl auf

e) Ebenderselbe auf der 4 Seite. dreyhundert.