i44 Beschreibung der Lander vom Vergeb, der guten Hoffnung
,71z „aus dem Munde genommen würde? Sie hätten gefochten, um das ihnen angethane UmRolbe. „recht zu rächen; denn man hätte ihnen nicht nur diese und andere so lange Zeit von ihnen
'-^-^besessenen Weiden untersagt, obwohl die Holländer anfänglich nur mit ihrer Vergünstigung
',chahin gekommen wären, sondern ihre Länder wären auch eingetheilt und weggenommen wor-den , ohne ihnen einige Vergeltung dafür zu geben. Wie es die Holländer wohl würden"gemacht haben, wenn man ihnen so begegnet wäre? Ihr beständiges Anbauen neuer Fe-^stungen könnte keine andere Absicht haben, als sie alle nach und nach unter den Fuß zu bringen.,,Die Holländer versetzten kurz, sie hätten nun das Land um das Vorgebirge durch den Kriegverlohren, und sollten daher nicht daran gedenken, daß sie es friedlich oder durch Kriegwieder bekommen würden.
Die letzte Rede dieses Epkamma, der den sechsten Tag darauf starb, war, er seynur ein schlechter Mann, riethe ihnen aber, seinen Feldherrn ins Fort einzuladen, und dieSache mit demselben abzureden; der einzige Weg zu Verhütung fernern Unglücks sey, einemjeden, soviel als möglich, das Seinige wieder zu geben. Man befand dieses für gut, undes wurden zween oder drey Holländer abgesandt, den Feldherrn Gogosöa ins Fort zu Feie-densunterhandlungen einzuladen, allein vergebens; denn die Hottemoten setzten den Kriegso grimmig fort, daß die Holländer nicht mehr wußten, was sie machen sollten. Der Feindtrieb von allen Gütern, die nur zwo Stunden vom Fort waren, das Vieh weg, und dieWachen konnten ihn weder einholen, noch zurück halten. So giengen die Sachen zehnbis zwölf Monate, endlich aber wurden sie folgendergestalt beygelegt:
Einige halten Ein gewisser vornehmer Hottentote, den die Holländer Herry, und seine Landöleuteum Friede Aamsemoka hießen, war wegen eines Verbrechens auf die Loneyinsel verbannet worden;
„ach e^em dreimonatlichen Aufenthalte daselbst, gieng er, bey einer dunkeln Nacht, in einemläcken Fischerboote, das zwey Ruder hatte, nebst einem Gesellen fort, und kam anö fest«Land, wo sie ihre Freunde, die Gorahouquas, und Gorinhaiquas, fanden.
Der holländische Statthalter schickte, auf erhaltene Nachricht von dieser Entrinnung,sechs Mann nach ihnen, die den Tag darauf das Boot über dreyßig Meilen vom Fort fanden,aber keine Leute antrafen. Endlich kam Herry im Hornung des Jahres 1660 selbst zumForts, mit dem Befehlshaber dervTegherey, Namens Rhori, und etwa» hundert andere,alle umbewaffnet. Sie brachten dreyzehn Stück fettes Vieh mit sich, und bathen die Hollän-der, solches als ein Zeichen ihrer Freundschaft anzunehmen, und freye Handlung wie zuvorzu verstatten. Man nahm das Geschenk an, und verglich sich, die Holländer möchten so vielFeld besäen, als innerhalb drey Tagereisen läge, aber nicht mehr pflügen, als schon gepflügtwäre. Auf Einwilligung in diesen Vergleich, wurden die Hottentoten im Forts mit Toback,Brodt und Brandkeweine bewirthet.
E« kommen Bald darauf kam Gogosoa, der Heerführer der Gorinhaiquas, oder Laepmans e),andere an. M Ahori zum Forte, und schloß einen Vergleich. Der Statthalter ließ zu ihrer Bewir-thung eine Tonne Brandtewein, mit einer hölzernen Schüssel darinnen, unter sie setzen.Als sie anfingen trunken zu werden, wurden zwey oder dreyhundert kleine Tobackspfeifenunter sie geworfen, über deren Aufsammlung sie ein schreckliches Lärmen erhoben. Nachdem dasLärmen und die Verwirrung vorüber waren, fingen sie an mit seltsamen Stellungen zu hüpfen
und
e) Laepmans heißen vermuthlich eher die Lape Siehe Dgilbys Aftka auf der ;77sten und
hokkenkoren, als die Loopmans. folgenden Seite.
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