Band 
Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda Fuy. XM Buch II Cap. »4z

sichern Gewinnst zu ziehen. Die Zahl ihrer Bedienten ist sechshundert, und sie hat eben r 71zso viel Sklaven. , Rolbe.

Die Regierung ist gegen die, welche sich hier setzen wollen, ungemein gütig und gefällig. Wie diejeni-ge versieht sie mit Werkzeuge und Hausrathe. Wo das land wenig tragt, und der An- gen, die sichbauende arm ist, lasten sie den Zehenden nach, bis er in bessere Umstände kömmt. Leiden hier setzensie durch Brand, so giebt die Gesellschaft willig Beytrag, ihren Schaden zu ersetzen, liefert wollen, auf-ihnen Bauzeug, und läßt ihnen ihre eigenen Sklaven und Werkleute helfen H. werden."

Alle Hottentotennationen leben in Freundschaft und Bündniß mit den Holländern, die Bündnißsowohl durch das Schrecken ihrer Waffen, als ihre kluge Aufführung, sich unter sie in großes mit denAnsehen lind viele Hochachtung gesetzt haben. Dieses gute Verständniß wird durch jährliche Hottento-Gesandschaften der meisten Nationen unterhalten, die dem Statthalter des Cape Geschenke ren.von Vieh bringen, und allezeit wohl aufgenommen, und mit Geschenken, die ihnen ange-nehm sind, zurück gesandt werden. Dadurch wird der holländische Statthalter zu einemSchiedsrichter aller sich ereignenden Streitigkeiten, und hat mehr Ansehen, als wenn erwirklicher König des Landes wäre ^).

Es ist schon bemerket worden, daß zwischen den Hottentoken und Holländern, vor die- Ihre vor-sem Bündnisse, verschiedene Feindseligkeiten vorgefallen sind. Dapper meldet uns, daß maliqenim Jahre 1659 die Gorinhaiquas, worunter er vielleicht die Grmjemans versteht, mitihnen über den Besitz des Landes um das Vorgebirge herum, gestritten, und sie zu vertreibengesucht hätten, indem sie anführten, sie hatten solches von undenklicher Zeit her bewohnt. Beydieser Gelegenheit machten sie viel Holländer nieder, und führten ihr Vieh weg; sie erwähl-ten zum Fechten allezeit stürmisches und regnichtes Wetter, damit ihnen das Feuergewehrwenig schaden könnte.

Ihre Anführer waren zweene stammhafte erfahrne Hottentoten. Einer hieß Garn-«binga, der andere tHomoa, die Holländer aber hießen ihn Doman. Dieser letztere warfünf bis sechs Jahre zu Batavia gewesen, und hielte sich, nach seiner Rückkehr zum Vorge-birge, lange Zeit unter ihnen in holländischer Kleidung auf; endlich aber machte er sich wie-der zu seinen alten Cameradcn, meldete ihnen der Holländer Absichten, und unterrichtetesie in dem Gebrauche ihrer Waffen. Unter diesen beyden Anführern waren sie allemal glücklich.

Nachdem der Krieg drey Monate gedauert hatte, so giengen fünf Hottentoten, dar- Scharmützel,unter sich Doman befand, auf Fütterung aus. Sie raubten einem Landmanne zwey StückVieh, worauf ihnen fünf Holländer nachritten. Die Hottentoten widerstunden ihnen tapfer,und verwundeten ihrer drey: endlich aber wurden zweene von ihnen niedergemacht, und derdritte gefährlich verwundet, da denn Doman und der andere über den Fluß entschwammen.

Der Verwundete, Namens Epkamma, war durch den Hals geschossen, hatte einenFuß gebrochen, und eine große Wunde im Kopfe. Man brachte ihn ins Fort, wo er befragtwurde, warum seine Landsleute die Holländer bekriegt, und alles, wohin sie gekommen ^wären, mit Feuer undSchwerdte verwüstet hätten? Ober wohl außerordentliche Schmerzen Hottentotenempfand, so fragte er doch, statt der Antwort: „Warum die Holländer ihr Land gepflügt ^ HM«-„und besäet hätten, worauf sie ihr Vieh sonst zu weiden pflegten, daß ihnen also das Brodt der,, schuld

„aus geben.

k) Rolbe I Band auf der Z4s und folgenden e) Lotbe I B. auf der und folg. S.

Seite. «l) Rolbe auf der 57 Seite.