Band 
Fünfter Band.
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151
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daß es wie eine Mühe von schwarzem Lehme aussieht. Sie sprechen, das erhielte ihnen die 171zKöpft kühle. Im Winter tragen sie Kappen von wilden Katzen oder Lämmerfellen, mit Löwe. .zwoen Schnüren zusammen gebunden, von denen eine zweymal rings um den Kopf geht, undalsdann mit der andern'unter dem Kinne zusammen gebunden wird. Sie brauchen auchdiese Kappen beym Regenwetter.

Ihr Gesicht und ihr Hals sind allezeit unbedeckt. Um den Hals hangt ein beschmutz-ter Sack, der ihr Messer (wenn sie reich sind) ihre Pfeift, ihren Tobak und Dakha, mit einemkleinen an beyden Enden gebrannten Stocke, als ein Anhängsel gegen Zauberey enthalt. Siemachen diese Beutel oft aus alten Handschuhen, die sie den Europäern abhandeln.

Am linken Arme tragen sie gemeiniglich drey elfenbeinerne Ringe, die sie sehr künst- Armbänder,lich und richtig zu drehen wissen. Sie dienen ihnen zur Vertheidigung, und einen Sack zuhalten, in welchem sie ihre Lebensmiktel auf einen Tag tragen s).

Weil sie die Rrosten ordentlich offen tragen, so sieht man ihren ganzen Vorderleibbloß bis auf die Scham. Diese bedecken sie mit einem Burl-Nroß oder Schürze, welches Knlkrvß.ein viereckichtes Stücke Haut von einem wilden Thiere, gemeiniglich einer Katze ist, dassie oben um den Unterleib anbinden, das Haar auswärts kehren, und die untern Ecken zu-sammen nähen, daß es gleichsam wie ein Futteral für dieses Glied wird ü).

Ihre Füße sind ordentlicher Weise nackend, außer wenn sie ihr Vieh weiden, da siesolche mit einer Art ledernen Strümpfen verwahren. Wenn sie über Flüsse gehen, so tragen Strümpfe,sie eine Art Pantoffeln, die aus einer Ochsen- oder Elephantenhaut geschnitten sind. Sie Pantoffeln.sind aus einem Stücke, nach dem Fuße gemacht und mit Schnüren befestigt.

Auf Reisen tragen sie ordentlich zweene Stöcke, vom Eisen oder Olivenholze, die sie Stöcke.Airn und Rakkum nennen. Der Rirri ist etwa drey Fuß lang und einen Zoll dicke, anbeyden Enden stumpf; mit demselben vertheidigen sie sich. Der Rakkum ist an einemEnde zugespitzt, und eine Art von Pfeilen, den sie so geschickt werfen, daß sie das Ziel sel-ten verfehlen. Sie brauchen ihn auf der Jagd. In der linken Hand haben sie gewöhnlicherWeise einen kleinen Stock, etwa einen Fuß lang, an welchen sie den Schwanz einer wilden "

Katze, eines Fuchses, oder einen andern, der buschicht ist, befestigen. Sie brauchen ihn da-zu, wozu die Europäer ein Schnupftuch nehmen. Wenn er beschmutzt ist, waschen sie ihnin dem ersten Wasser; und winden ihn in der Sonne aus, wie einen Borstwisch, da er sogleich trocknet.

Die hottentottischen Weibsbilder tragen zu allen Zeiten Müßen, auch Tag und Nacht. Kleidung derSie haben eine andere Gestalt, als der Männer ihre, und sind so gemacht, daß sie vom Weibsbilder.Wirbel auf dem Kopfe gewunden spitzig zulaufen, da der Männer ihre gleich auf der Schwar-te anstiegen. Die Weiber tragen auch zweene grossen oder Mantel, ordentlich offen,daß nichts ihre bloße Haut verdeckt, als ein lederner Sack, den sie beständig, zu Hauseund auswärts, mit sich herumtragen, und in solchem ihre Lebensmittel, Dakha, Tobak undPfeifen haben. Sie bedecken ihre Scham mit einer Art Schürze, AuteAroß c) von ei-nem Schaffelle, da die Haare abgeschabt sind: er ist von eben der Gestalt, wieder Männerihrer, aber größer. Den Hintern bedecken sie mit einem kleinern.

Die meisten Schriftsteller haben von den Hottemorriimen versichert, sie trügen die Sie tragenDarmer von Schafen und andern Thieren um die Füße. Dieß ist eine Unwahrheit. Die keine Där-

Magd- E-

ü) Siehe auch Louberes Reise nach Diam, HD. a.d. 184 S. e) Bey Kolben Lrosse.