Rolbe.
Fußringe.
Kopfzierra-
then.
Haarpuder.
Sckmierenund Schwär-zen.
Ursache des-selben.
Ihre Spei,
>en.
152 Beschreibung -er Länder vom Vergeb, der guten Hoffnung
Mägdchen tragen von ihrer Kindheit bis ins zwölfte Jahr Binsen, in Ringe gebunden, umdie Füße, vom Knie bis an die Hacken. Wenn sie zu diesem Alter gekommen sind, so mache»sie diese Ringe aus Schnittlingen von Schafs-oder Kalbshaut, einen kleinen Finger dicke.Sie sangen das Haare ab, und kehren alsdann die Seite, darauf es stund, einwärts.
Einige, welche Weiber geworden, haben über hundert solche Ringe am Fuße, so ar-tig gewunden und zusammengefügt, daß sie, wie eine zusammenhangende Windel ausse-hen, und durch langes Tragen so hart wie Holz werden. Damit diese Ringe nicht herunterfallen, befestigen sie solche mit breiten Bändern an den Gelenken, und sie dienen theils alseine Zierrath des weiblichen Geschlechtes, (denn das hottentotische Frauenzimmer tragt die-ser Ringe mehr oder weniger nach ihrem Range,) theils die Füße zu verwahren, daß sie imFelde nicht von Dornen und Hecken zerrissen werden.
Die Horrencoren haben sehr gern Kopfzierrathen. Erstlich gefielen ihnen metalleneKnöpfe und dünne Platten, die noch jetzo am Cape Mode sind. Ein Stückchen Spiegel hal-ten sie so hoch, als wir Diamanten.
Ohrringe und Glaskorallen sind der Vornehmsten Unterscheidungszeichen; sie tragenaber solche nur in die Haare befestigt. Sie vertauschen auch ihr Vieh willig dargegen.Sie hängen auch die aufgeblasenen Blasen der Thiere, die sie umgebracht haben, in ihreHaare. Die Männer von den kleinen,NAmaquas tragen eine kleine Platte polirteö Eisen,wie ein halber Mond an der Stirne.
Diesen Putz vollkommen zu machen, fehlet nur noch Puder. Das Kraut Gpiraagiebt ihnen getrocknet und gepulvert einen goldfarbenen Staub, mit dem sie sich Kopf undGesichte pudern. Die Weiber setzen ihrer natürlichen Häßlichkeit noch eine neue Reizung,oder vielmehr Abscheulichkeit zu, und bemalen sich das Gesicht, vermittelst eines rothenKalkes, der in den Eapeländern gesunden wird, mit Flecken
Wir müssen das nothwendigste Stück des Putzes, bey Männern, Weibern und Kin-dern nicht vergessen. Es ist solches die Gewohnheit, sich mit Butter oder Schaföfetke zu be-schmieren, darunter sie Ruß von ihren Kochtöpfen mengen, und solches so oft wiederhoh-len, als die Sonne es austrocknet. Weil die ärmern stinkichte Butter oder Schmeer neh-men müssen: so kann man sie ziemlich weit riechen: die Reichen aber sind reinlicher, undbrauchen die frischeste Butter, die sie haben können. Der ganze Leib wird damit beschmiert,und die es thun können, salben auch ihre Mäntel damit. Der Unterschied des Schmierensmachet das Merkmaal aus, an welchem Vornehme vor den schlechtem kenntlich sind. VorFischfett aber haben sie einen Abscheu, und brauchen es weder zum Essen noch zum Schmieren.
Die Schriftsteller haben von dieser Gewohnheit verschiedene Ursachen angegeben.Manche, wie Tachard, schreiben es bloß einer Eitelkeit zu; andere, als Boving, glauben,es solle dienen,'den Leib biegsam und geschmeidig zu machen: Rolbe aber behauptet, es solleihren Leib vor der brennenden Sonnenhitze beschirmen, die sonst in einem so heißen Land-striche ihre Stärke und Munterkeit verzehren würde, und die öftere Widerhohlung desSchmierens scheint diese Meynung zu bekräftigen r).
Ihre Speisen sind Fleisch und Eingeweide von ihrem Viehe, und gewissen wilden Thieren,nebst mancherley Wurzeln und Früchten. Sie todten aber, ihre öffentlichen Feste oder Anders-makens ausgenommen, selten Vieh zu ihrer eigenen Speise, als im äußersten Nothfalle:
werm
at) Rol.be im I Bande auf der lpo und folgenden Seite.