bis nach Capo Guavda Fuy. XM Buch M Cap. ,55
Eine jede Hütte hat ordentlich einen Hund zu Verwahrung des Viehes und der Fa- 171zmilie. Sie lassen selbige nicht beym Feuer bleiben, wie einige vorgeben, sondern treiben Rolbe.sie bey der Nacht hinaus, das Vieh zu bewachen, das theils inner- theils außerhalb dem^^^^Amal ist. Die Hottentotten wohnen nie in Holen, wie Tachard berichtet.
Wenn ihnen Weide fehlet, oder ein Einwohner des Araals eines natürlichen oder Fortrückengewaltsamen Todes stirbt: so rücken sie allemal mit ihren Wohnungen fort. Beydem ihrer Weh.Wegrücken von dem Orte, den sie verlassen, und bey der Ankunft an den Platz, den sie zu "ungm,einer neuen Wohnung erwählen, todten sie ein Schaf, und halten ein Andersmaken oderein Fest, mit dem Unterschiede, daß in dem letzten Falle die Weiber die Ceremonie verrich-ten, und die Männer davon ausgeschlossen sind ^).
Der ill Abschnitt.
Ihre öffentlichen Ergötznnqen, ihre Freudenöbezeugungen,und ihre Musik.
Ihre Andersmaken oder Ergöhlickkeiten. Ihre im Schießen und Steinwerfen. Ihre Art zuMusik. Das kleine und qioße G"mgem. Die jagen. Wle sie die Elephanten fangen WieTopstcummel. Ihr Singen und Tanzen. Ja- die Harnritter gemacht werden. Ihre Fische,gen. Lustige Geschichte. Ihre Geschickllchkeit
t^ie Hottentotten stellen bey ihrer Veränderung des Wohnplatzes oder der Umstände, Andersma»
bey jedem merkwürdigen Vorfalle ihres Lebens und ihres Glückes, Opfer und Feste an. ken oder Er-Manche dergleichen Feyerlichkeiten gehen nur einzelne Familien an, als wenn einem Iüng- Söhlichkei-linge die eine Höbe genommen wird, oder wenn man ihn unter die Gesellschaft der Männeraufnimmt. Andere geschehen öffentlich; als, wenn sie Glück iin Kriege haben, wenn wil-de Thiere, die ihr Vieh beschädigten, von ihnen überwältigt worden sind, wenn einer ihrerVornehmen von einer Krankheit wieder aufkömmt, u. d. g. Diese Feyerlichkeiten, ja alleandere Ceremonien und Gebräuche auszudrücken, haben sie ein holländisches Wort: An-dersmaken, d.i. anders machen oder ändern zu bessern, angenommen. Die öffentlichenFeste besser zu verrichten, richten sie in der Mitte des freyen Platzes ihrer Dörfer eine Hütteauf, in der alle Männer Platz haben: das Bauzeug muß alles neu seyn; die Weiber schmü-cken solche Hütte mit grünen Aesten und Bluhmen. Darauf todten sie den größten Och-sen, von dem ein Theil gebraten, der andere gekocht wird; dieses verzehren die Männer in.der Hütte; die Weiber bekommen die Brühe, und die Nacht wird mit ihrer gewöhnlichenMusik und Tanzen beschlossen, davon sie außerordentliche Liebhaber sind ^).
Ihre musikalischen Instrumente sind das Gomczom, welches allen Negervölkern auf der Musik,afrikanischen Küste gemein ist. Man hat davon zweyerley Arten, die große und die kleinere. D-s Gom-Es ist ein Bogen von Eisen oder Olivenholze, mit geflochtenen Schafdärmen oder Sehnen 2 °"*'bezogen, welche sie an der Sonne trocknen, bis sie so elastisch als unsere Violinensaiten wer-den. An der Saite gleich an einem Ende des Bogens, befestigen sie, wenn sie spielen,einen aufgeschlitzten Federkiel, indem sie die Schnur in den Schlitz ziehen, daß er ganzdurch den Kiel geht. Diesen Kiel legen sie beym Spielen an den Mund, wie wir mit dem
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«) Rolbe im I Bande auf der irzsten Seite.