bis nach Capo Guarda Fuy. XlH Buch IV Cap. 17z
Der hottentottische Schmidt verdienet destoMehr Bewunderung, weil er das Eisen 171z«us dem Eisensteine, davon ihr Land voll ist, bloß mit Steinen schmelzet. Er machet in ein Rolbe.etwas erhabenes Erdreich ein großes Loch, um das Erzt zu schmelzen, und etwan anderthal-^TJUTT^ben Fuß tiefer auf dem abhängigen Erdreiche ein kleineres Loch, um das Metall aufzufangen,welches aus jenem in einer gemachten Vertiefung hier hinein stießt. Eheste die Eisensteine indas große Loch schütten, machen sie rund um desselben Mündung ein Feuer, das solches durchund durch zu erhitzen hinlänglich ist; hierauf schmeißen sie die Steine hinein, und machendarüber gleichfalls ein Feuer, welches sie so lange unterhalten, bis das Eisen geschmolzen ist.
So bald es kalt geworden ist, nehmen sie es heraus, und brechen es mit Steinen in Stü-cken. Diese Stücke erhitzen sie wieder, hämmern sie mit Steinen, und bilden daraus mitso vieler Arbeit, als Kunst, ihre Waffen.
Bisweilen schmelzen sie das Kupfererze eben so; sie brauchen es aber wenig, als etwan zuKleinigkeiten bey ihrem Putze, die sie auf eine bewundernöwerthe Art poliren und bilden r).
Z. Ihr Handel.
Handel unter ihnen selbst, und mit den Europäern. Es ist sicher da zu reisen.
t^>er Handel der Hottentotten besteht gänzlich im Tauschen, weil sie weder Münze unter Handel un-^ sich gangbar haben, noch derselben Werth und Gebrauch kennen. Ihr Vermögen ter ihnenbestellt bloß im Viehe. Zwar bringen sie manchmal Elephantenzähne oder Straußeneyer nach blbst,dem Vorgebirge zu vertauschen; sie haben aber dergleichen, wie auch wilde Thierhäute, nur sehrwenig; ihr vornehmster Handel kömmt aufs Vieh an. Die ärmern Hottentotten machenallerley Geräkhschaft, die sie den Reichern für Vieh vertauschen, oder vermiethen sich vor-erwähntermaßen. Diejenigen, die Waaren gegen Vieh von den Europäern erhalten, ver-tauschen solche ihren Landesleuten wieder gegen Vieh mit großem Vortheile. Tobak undAanna-Wurzeln sind Waaren, die bey ihnen einen Werth haben.
Mit den Europäern vertauschen die Hottentotten Vieh, Elephantenzahne, Straußen- und mit deneyer, wilde Thierhäute, besonders von Pferden und. Eseln, gegen Wein, Brandtewein, Europäer».Tobak, Dakha, Korallen, Glaökügelchen, Tobakspfeifen, kleine Spiegel, Messer, Ei-sen, kleine Stückchen polirtes Metall und Kupfer, und die Kanna-Wurzel. Seidene oderandere Zeuge zum Putze kennen sie nicht. Wegen der Preise, um welche die HottentottenillrVieh geben, sind die Schriftsteller sehr unterschieden. Es müssen solche nothwendig fallenoder steigen, nachdem viel oder wenig Vieh, und starke oder geringe Nachfrage darnach ist.
Wenn man sich aber auf Fxolben verlassen darf, der so lange am Vorgebirge gewesen ist, sohaben sie ihre Preise nicht sehr erhöhet; denn er meldet, er habe für ein Pfund Tobak allezeiteinen Ochsen, für ein halbes ein großes Schaf, uns ein fettes Lamm für ein Viertheilpfundbekommen. Aber kein Preis wird einem Hottentotten groß genug seyn, ihre Waffen denEuropäern zusammen zu verkaufen. Vor vierzig oder fünfzig Jahren trieben sie das Viehheerdenweise ans Vorgebirge zu Markte, aber jetzo bringen sie keines dahin, als was Ge-schenke für den Statthalter sind.
In Gesellschaft mit einem Hottentotten kann man sicher durch alle Länder am Vor- Es ist sicherqebirge reisen, und darf sich in jedem Flecken die größte Gastfreyheit und Güte versprechen, da zu reisen.
P z In
e) Ebenderselbe auf der Lz? und folg. Seite.
Derselbe auf der 241 Seite.