I9O Beschreibung der Länder vorn Vorgeb.der guten Hoffnung
,71z ropaer am Vorgebirge, besonders zum Gebrauche der Hottentotten, säen /), die eineRolbe. Vermeidung desselben mit Toback, Buspafch nennen F).
^"-' Die Spmäa steht ebenfalls bey ihnen in großem Ansehen: gegen den Schluß des
Winters, wenn die Blätter zu welken anfangen, kragen sie solche in große Haufen zusam-men , bis sie sich pülvern lassen. Das Pulver, welches hellgelb ist, brauchen sie, ihr HaarBuckhu. zu pudern, wie wir mit dem Puder in unsern Parücken thun. Sie nennen es Buckhu />),und es machet einen wichtigen Theil ihres Pußes aus r).
Ausländische Das Vorgebirge ist nun vollkommen mit ausländischen Gewachsen versehen, sowohlGewächse, mit Bäumen als Pflanzen, die aus Europa und Indien sind hingebracht worden. DerTannenbaum, die Eiche, der Kampherbaum, der Cypreßbaum, die Fichte, der Oran-genbaum, der Limonienbaum, der Citronenbaum, der Granatapfelbaum, Quitten, Apri-kosen, Pfirschen, Aepfel, Birnen und Pflaumen kommen hier fort, nebst den meisten an-dern fremden Gesträuchen, Pflanzen, Wurzeln und Bluhmen. Castanien und welscheNußbaume sind in Menge vorhanden, und manche ziehen große Vortheile von Mandel-baumgärten. Der Zimimbaum ist von Seylan hieher gebracht worden, und kömmt gutfort. Alle Arten europäischer Hülsensrüchte und Wurzeln sind in den hiesigen Gärten häu-fig zu finden K).
Der II Abschnitt.
Zahme und wilde Thiere.
Das zahme Vieh ist sehr wohlfeil. Pferde und Rehbock. Mancherley wilde Ziegen. WildesHunde Der Elephant. Das Nashorn. Das Schwein, Erdschwein. Stachelschwein. Pa-afrieanische hat zwey Hörner. Es fallt keine vian. Indianische Maus. Klappermauö. Her-Menschen an. Ist des Elephanten Todfeind, minchen. Capehirsch. Wilde Katze. Dusch,Wilde Hunde. Tygerwolf. Löwe. Ty-er. Leo» katze. Zibethkatze. Stinkbüchse.pard. Büffel. Elend. Zebra und wilder Esel.
Zahmes Pflanzstätte am Vorgebirge sind mit großem und kleinem Vrehe wohl versehen. Ihre
Vieh Ochsen sind groß, aber nicht nach einiger Berichte bucklicht, und wiegen oft fünfhun-
dert bis sechshundert Pfund, manche auch viel mehr. Ihre Schafe sind zahlreich, daSFleisch ist wohlgeschmackt; die ärmern brauchen das Fett statt der Butter, und es ist vongeschmolzener Butter nicht leicht zu unterscheiden. Das merkwürdigste ist die Länge und Dickeihrer Schwänze, die von fünfzehn zu zwanzig Pfund wiegen. Die Länder am Vorgebirgesind mitVieh so bedeckt, daß die Hottentotten jährlich den Europäern eine große Menge, umlauter Kleinigkeiten verhandeln. Ein Pfund Toback gilt einen fetten Ochsen, und ein habbeö Pfund, ein gutes Schaf.
ist sehr wohl- Ihr Vieh ist Krankheiten und Sterben nicht unterworfen, leidet aber oft, durch nassefeil. Witterung und von Raubthieren, die in den Colonien häufig sind. Man kann sich hier-aus leicht vorstellen, daß die Lebensmittel am Vorgebirge wohlfeil sind. Im Jahre
1098,
/) Dappcr saget, die -HeusaquasHie einzige Hot.tentottische Nation, die säete und pflanzte, pflanztendie Lakha. Manchmal äßen fie selbige, manchmalgössen ste Wasser darauf, und in beyden Fällen näh-me sie den Kopf ein. Ggilby auf der zbz Seite.
Äolbe im I Bande auf der 212 und 264 S.Beym Dapper: Boggoa.r) Rolbe im H Bande auf der 249Seite,ä) Derselbe auf der 261 Seite.
Ebenderselbe auf der 64 und folgenden Seite.