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bis nach Capo Guarda Fuy. XIll Buch V Cap. »89
vielen asiatischen und americanischen Gewächsen, die Früchte selbst, von denen sie sind He- 171zzeugt worden, und erscheinen in der größten Schönheit. Ihre Feigen sind sehr annehm- , Lolbe.lieh, besonders die unter dem Namen pisang von Java gebracht wird. Diese Vortheile "und die Menge solcher Bluhmen, die in ihren Gärten von sich selbst wachsen, geben ihnenein sehr schönes Ansehen. Die Aloe, die wir so selten in ihrer Schönheit sehen, blühet ohneWartung auf den Feldern c).
Rolbe liefert ein weitläufiges Verzeichniß der Pflanzen, woraus erhellet, daß die Pflanze».Capelander deren verschiedene von der edelsten Art für sich selbst hervorbringen. Alle di«mannichfaltigen Aloen, die in unserm Landstriche so hoch geschätzt werden, wachst» daselbstwild auf den Feldern, und bedecken die Felsen mit wohlriechenden Bluhmen. Der Man-delbaum ist hier natürlich. Die Licoides zeigen sich hier von unzähligen Arten, alle miteiner Menge schöner Bluhmen, und manche mit angenehmen Früchten. Die merkwürdig-sten Bäume von denen, die das Cape eigen hat, sind die Amaquas. Die hiesigen Euro-päer heißen diesen Baum Reurboom. Er wächst etwan neun oder zehn Fuß hoch, undist sehr dicke. Die Blätter sind dem Vogelbirnbaume ähnlich, und die Blüthen weißlicht-roth , wie die Aepfelblüthen, und von einem starken Gerüche. Er trägt Schoren, derenjede fünf oder sechs Samenkörner enthält, die so groß wie Erbsen, braun, eyrund, undvon einem zusammenziehenden Geschmacke sind. Die Rinde ist dünne, aschfarben und glatt.
Das Holz wird selten von Würmern benagt; so lange es noch grün ist, läßt es sich gernbiegen, trocken aber kann man es kaum mit einem Werkzeuge durchdringen. Wenn maneinen Ast abhauet, so giebt es ein hellglänzendes Gummi.
Der Rrüppelbaum ist ebenfalls dem Vorgebirge eigen. Er ist von der Zwergart, Krüppel,mit gekrümmten knotichten Aesten, breiten, dicken und rauchen Blättern, wie die an den Aepfel- bäum.bäumen. Die Frucht ist den Tannzapfen ähnlich, und die Rinde dick und runzlicht. DieGerber am Cape gebrauchen sie. Die Wundärzte am Cape pülvern selbige, und geben siemit Vortheile bey Durchsagen ein. Das Holz wird vornehmlich zum Feuern gebraucht.
Der Gtinkholzbaum ist gemeiniglich von der Größe einer Eiche, mit etwan drey Stinkholz,Finger breiten Blattern; unter der Arbeit giebt er einen so häßlichen Geruch, daß ihn fast kein bäum.Arbeiter ertragen kann; weil aber das Holz feines Korn und schöne Schattirungen hat:so brauchen es die Capeeuropäer zu ihrem Hausrathe, und der Gestank verliert sich mitder Zeit -H.
Ranna ist eine Wurzel in den Capeländern, von der die Hottentotten solche Liebha- Kannawur-ber sind, daß sie für ein Stückchen davon alles in der Welt thun.. Sie sind nicht so ge- zel.schickt, sie zu finden, als die Europäer. Tacbard hält sie mir dem Jinstng H der Chi-neser für einerley, von dem sie wirklich viel Eigenschaften hat. Sie wirket bey den Hot-tentotten, die sie kauen, eben so, wie das Opium bey den Türken.
Eine andere bey ihnen sehr hochgehaltene Pflanze ist Dakha , der sie sich statt des Dakha, eineTobacks bedienen, wenn sie den letztem nicht erkaufen können, oder, wenn ihrVorrath von Pflanze.Toback nicht groß ist, sie damit vermengen. Es ist eine Art wilder Hanf, den die Eu-
Aa z ropäer
c) Rolbe am oben angeführten Orte auf der 7; e) Siehe I Band a. d. 726 S-und folgenden Seite. Wir werden ->ber bey der Beschreibung der östliche»
Reibens Reise im H Bande auf der »6, Tactarep umständlicher davon handeln.
»LZ und folgenden Seite.