bis nach Capo Guarda Fuy. XM Buch V Cap. ^
1698, da diese Colonie bey. weitem nicht in so blühendem Zustande war, als jetzo, verkaufte 171zdieGesellschaft das Brodt, ein Pfund für einen Pfenning, Rindfleisch und Schöpsenfleisch Rowe.für zween Pfenninge, und ein Maaß Korn, von hundert und vierzig Pfund, für drey Kronen.' " '
Nach dem starken Wachöthume, seit der Zeit, kann man billig glauben, daß die Lebensmit-tel, welche die Colonie niemals völlig aufzehren kann, noch wohlfeiler sind §).
Die Zucht der Pferde am Vorgebirge ward zuerst aus persien gebracht. Sie sind Pferdemeistens klein und von Casianienfarbe. Man hat sie in solcher Menge, daß einige, die sicham Vorgebirge angebaut haben, von fünfzig zu zweyhundert bis dreyhundert besitzen. AusMangel des Habers füttern sie dieselbe mit Grase und Gerste. Herr Rolbe sah im Jahre1712 drey junge zu Capestadt, für achtzehn holländische Schillinge verkaufen. und Hunde.
Die Hunde am Vorgebirge, besonders der Hottentotten ihre, sind nur ihrer Häß-lichkeit wegen, merkwürdig ä).
Von wilden Thieren findet man vielleicht nirgends eine größere Mannigfaltigkeit. Der DerElephant fordert unter denselben den Vortritt. Dieß Thier ist hier viel größer, als in andern Elephant.Welttheilen. Das Weib ist kleiner als der Mann und trägt die Dütten zwischen den Vor-derfüßen. Ein Beweis ihrer Stärke, erhellet aus einem Versuche, den man am Vorge-birge angestellt; es ward einer an ein Schiff von nicht geringer Last gespannt, und schlepptees fort. Ihre Zähne find ein anderer Beweis ihrer Größe; sie wiegen von sechSzig zu hundertund zwanzig Pfund. Sonst ist der Elephant am Vorgebirge von andern nicht sehr unterschie-den. Eö ist ein gemeiner Irrthum, als ob dieses Thier stehend schliefe. T^olbe hat oftbemerket, wie sie sich im Grase abgedruckt hatten, wo sie ihr Nachtlager gehalten haben;die Hottentotten brauchen seinen Mist, wenn ihnen Toback fehlet, und der Verfasser ver-sichert, er habe fast eben den Geschmack. Die Haare in dem großen Busche am Endeihres Schwanzes, sind anderthalb Fuß lang, so dicke und stark als Schweinsborsten. Sietrüben das Wasser, ehe sie trinken, vermuthlich unverdauliche Sachen damit fortzutreiben,wie Gänse, Enten und andere Vogel, mit ihrem Wasser, Sand und Grieß vermengen r).
Das Nashorn ist in den Capecolonien oft zu sehen, aber es wird von den Schrift- Dasstellern auf so mancherley Art beschrieben, daß man glauben sollte, sie meynten nicht einer- Nashorn,ley Thier ^). Seine Haut ist dunkel aschfarben, fällt ins Schwarze, und ist der Ele-phantenhaut dem Ansehen und der Härte nach ähnlich. Eö ist schwer, sie mit einem Messerzu durchstoßen. Die Maler haben das Thier viel schöner vorgestellt, als es wirklich ist r).
Eö hat keine Schuppen, aber die Ungleichheiten und Rauhigkeiten der Büschel, die seineHaut bedecken und einander durchschneiden, sehen in der Ferne wie Schuppen aus.
Sein Maul ist wie bey den Schweinen, aber spitziger. Er grunzet auch wie ein Schwein, Seine beydenwird aber nicht weit gehört. Das Horn auf seiner Nase ist dunkelgrün, wie eine Pflug- Hörner,scharre gebogen. Es wächst zweene Fuß lang und nicht länger /). Wenn es grimmig ist, soreißt es den Grund damit auf, nimmt große Steine, und wirft sie mit viel Gewalt weitüber seinen Kopf zurück. An seiner Stirne wächst ein ander Horn, nie über sechs Zoll
hoch.
Ebendaselbst auf der 8ten Seite. e) Siehe oben auf der 8z S.
c) Rolbe im l Bande auf der 96 u. f. Seite. /°) Bey einigen ostindischen steigt es über drey«0 Dem sey wie ihm wolle: so giebt es ihrer, Fuß hoch. Siehe die philvs. Transatt. Num. 47»wie von allen andern Thieren, verschiedene Arte» auf der L40 Seite,in verschiedenen Ländern.