Band 
Fünfter Band.
Seite
197
JPEG-Download
 

bis nach §apo Guar-a Fuy. XIII Buch V Cap. 197

gen es aber gemeiniglich einen oder ein paar Tage in den Rauchfang. Der Körper wiegt,wenn er zugerichtet und ausgeweidet ist, etwan zwanzig Pfund

Paviane und Affen sind hier in großer Menge, aber von andern wenig unterschieden.

Weil sie große Liebhaber von Früchten sind: so zerstören sie die Gärten und Weinberge sehr.

Sie rauben allezeit in Parteyen, und mit erstaunlicher Vorsichtigkeit. Weil ein Theil denGarten plündert, so stellen sich die übrigen in kleinen Weiten von einander, bis an den Ver-sammlungsplatz auf den Bergen; und wenn jene die Früchte sammeln, so werfen sie solchedem Paviane am Anfange der Reihe zu. Solchergestalt wird die Beute aus einer Handin die andere auf die Hügel geschafft, und dieß geschieht alles in großer Stille. Wenn diePavianen, welche die Wache haben, Leute entdecken, so thun sie einen lauten Schrey, woraufder ganze Trupp fortläuft; die jungen springen den alten auf den Rücken, und sie ziehen aufeine sehr lustige Art ab. Man glaubet, sie bestraften die Verabsäumte Aufmerksamkeit beyder Wache mit dem Tode; denn wenn welche geschossen oder gefangen werden, so höret manein großes Lärmen unter denen, die nach dem Berge zurückkehren, und findet bisweilen wel-che auf dem Wege in Stücken zerrissen.

Die Capeeuropaer zähmen bisweilen die Jungen, die so dienstfertig und wachsamwerden als unsere Haushunde.

Die Bergkaye auf dem Vorgebirge gleicht der europäischen, und eben so verhältes sich mit ihren Maulwürfen, Ratten und zahmen Katzen, auch ihren Hasen und Caninchen,welche letztem man meist im Taxen (Dachs oder Kaninchen) Eplande sieht, das bey derGaldannaday liegt.

Die indianische Maus oder ägyptische Wasserratte, ist hier so groß, als eine Katze, Indianischemit langem steifen Haare, weiß, schwarz und gelb gesteckt und gestreift; sie lebet wie ein Maus.Iltis von Vögeln und Schlangen, trinkt auch Eyer aus. Die Klappermaus ist größer Klapper-als unser Eichhörnchen, am Kopfe wie ein Bär gestaltet. Das Haar auf dem Rücken istleberfarben, und an den Seiten schwärzlich. Sie murret wie eine Katze, und machet einklapperndes Getöse mit ihrem Schwänze, nähret sich übrigens von Nüssen, Eicheln u. d. g.

Sie hält sich meist auf den Bäumen auf, und ist erstaunlich hurtig.

Das Herminchen sieht man oft am Vorgebirge, wie auch ein Thier, das unserm Fuch- Hermlnchen.se sehr ähnlich ist, welches die Europäer daselbst Iackal, und die Hottentotten Tenlieoder Aenlie nennen.

Von den wilden Katzen sind einige ganz blau, andere haben hellglänzende rothe Strei- Wildeffn, längst dem Rücken; die größte Art unter allen ist tygerfleckicht, und wird die Busch- Katzen,katze genannt, weil sie sich meist in Gesträuchen und Hecken aufhält. Eine andere Artheißt von dem Gerüche ihrer Haut die Zibetkatze. Die Felle aller dieser Arten, werden amVorgebirge sehr hoch geschätzt, und gelten viel. Ehe die Europäer hier landeten, gab eskeine Ratten.

In den Capeländern giebt es ein sehr besonderes Thier, das die Holländer Stink-- Stinkbüchse.bingstm, das ist: Stinkbüchse oder Stinkhostn nennen, weil es, wenn es verfolgtwird, einen abscheulichen Gestank von sich giebt. Es ist wie ein Iltis gestaltet, und vonder Größe eines mittelmäßigen Hundes. Menschen und Vieh, die von diesem Gestankeüberfallen werden, machen sich bestürzt bey Seite, frische Luft zu schöpfen, weil sie davon fast

Bb z in

r) Andere nennen sie Hirsche oder Rehe. Siehe IV Band, auf der ps Seite.

«-r) Rolbe im I Bande a. d. 114 u. f. S.

I?IZ

Rolbe.

Pavianeund Affen.

Dergkatze.