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Rolbe.
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Löffelschnä-bel oder Pe-licane..
Malagosoder Cape-rabe.
Deemeven.
PengwinS.
Pfauen.
Straußen.
Kalken.
Fasane.
202 Beschreibung der Lander vom Vergeb, der guten Hoffnung
Es giebt auch Pelicane hier. Die Capepeliccrne sind größer, als eine große Gans,haben eben dergleichen Hals, breiten langen und geraden Schnabel, der sich in eine Artvon Löffel endigt ^). Die Augen sind grau, und die Schwanzfedern etwa sechs Zoll lang.Er nähret sich meist von Schlangen, Kröten und solchen giftigen Thieren. Daher heißen ihndie Europäer den Schlangenfreffer, und speisen ihn nicht r).
Einen Wasservogel heißen sie Malagos. Er ist so groß, als eine Gans, der Schna-bel kürzer, als einer Ente, mit kurzen scharfen Zähnen. Die Federn sind artig schwarzund-weiß gefleckt, mit grauen Tüpfeln. Die Füße sind kürzer, als an einer Ente, und demRumpfe näher K), so daß er sehr ungeschickt geht. Sie nähren sich von Fischen und tau-chen vortrefflich.
Grüne, schwarze und blaue Seemeven sind am Vorgebirge sehr häufig, und versehendie Einwohner mit vortrefflichen Federn zu Betten. Sie gleichen den Enten, nur daß ihrSchnabel spitzig ist. Ihre Eyer schmecken sehr gut. Der pengwm oder Pinguinen /),(der vielleicht von seiner ungemeinen Fettigkeit so heißt,) ist ein Cape-Seevogel, fast voneben der Größe wie voriger, nur daß die Federn aschfarben sind. Die Schwingfedern sindkurz, daß er nicht fliegen kann, der Schnabel ist schwarz und die Füße sind blaß grün. Manhält ihre Eyer sehr hoch; aus dem Fleische machet man nicht viel. Er bauet seine Nesterauf die Seeklippen.
Der Capepfau gleicht den europäischen. Schneppern giebt es hier in Menge, wie auchRaben, von denen manche ganz schwarz, andere grau, und noch andere untermengt find.
Strauße sieht man hier überall m); sie sind leicht zu zähmen, und es werden ihrerviel in der Cape-Festung gehalten. Ihre Eyer sind gut zu essen, und eines enthält sovielals dreyßig Hühnereyer. Wenn sie jemand nur anrühret, so verlassen sie ihre Nester.
Es ist ein gemeiner Irrthum, daß sie entweder ihre Eyer im Sande der Sonnen-hitze auszubrüten überlassen, oder für ihre Jungen gar nicht sorgen. Sie brüten solche,wie der Verfasser oft bemerkt hat, aus, indem sie Wechselsweise darüber sitzen. Sie haben ihreJungen sehr lieb und sorgen für dieselben, bis sie sich selbst helfen können. Wenn der Strausmerket, daß er seinem Verfolger nicht entgehen kann, so verstecket er seinen Kopf, wohin es an-geht, und steht stockstill, den Ausgang zu erwarten. Rolbe holt oft erfahren, daß sie Kie-selstein und Stücke Eisen verschlungen haben, die von ihnen eben so fortgiengen, wie sie solchezu sich genommen hatten.
Ihre Falken und Fasane er) sind den unsrigen ähnlich, und die letztem sehr zahlreich.Sie lassen einen Mann hinter einem gemalten Fasane sich sonahe kommen, daß er ein Netz übersie werfen kann. Sie werden auch in Schlingen von Pferdehaaren gefangen. Ihre Eulensind von den unsrigen nur an der Farbe unterschieden. Wilde Enten haben sie in großer' Menge,deren einige blaue Köpfe, andere castanienfarbene Federn am Kopfe und Halse haben, man-che sind durch breite Schnäbel, andere durch ihre Kleinigkeit unterschieden; die zahmen sindgrößer, als die europäischen.
ä) Der Verfasser scheint den Löffelschnabel oderSpütulaoogel mit dem Pelicane zu verwechseln,der doch nach beyden Abbildungen im III Bande aufder ir Kupfermfel ganz unterschieden ist.
r') Rolbe im II Baude auf der iz; n. f. Seite.Dieß ist vermuthlich XVilloughbps Rabe.
Siehe auf der gr§ Seite die 6 r Tafel.
/) Von der Menge dieser Vögel hieß Robben-eplanv anfänglich die penguininfek
---- Rolbens Beschreibung stimmt mit der obi-gen im II Bande auf der 49Z Seite übereilt-») TenRhyneLeguaterwähnenderRebßüh-