Band 
Fünfter Band.
Seite
208
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2v8 Beschreibung der Lander vorn Vorgeb. der guten Hoffnung

171 z Inwendig hat sie ein fleischigtes Wesen, wie ein Kröpf. Alle Merkmaale des Lebens, dieRolbe. sie von sich giebt, sind, daß sie bey der Berührung, aus zwo oder drey kleinen Höhlen, zarte

'-^-Ströme Wasser aussprützer, und solches so oft, als man sie berühret, wiederholt, bis ihr

Vorrath versprüht isi. *

Muschelkrebs. Eine kleine Art Seekrebse heißen sie Muschelkrebse, die außer ihrer Krebsschaale nocheine andere haben, die ihnen statt des Hauses dienet. Sie gehen nie so weit aus derselbendaß sie sich von ihr absonderten. ^

Schildkröte. Von den drey Arten Schildkröten, wird nur die Landschildkröte am Vorgebirge gefunden.

Sie ist hier häufig, und ihr Fleisch ist weiß und wohlschmeckend. Die Leber und Eyer wer-den für Leckerbisien gehalten; aber sie sind klein, und nicht über vier Zoll breit. Kopf undFüße sind dunkler Farbe. Ueber die Schale kann ein Rad von einem beladenen Karren,ohne sie zu zerbrechen, gehen, und der vorerwähnte Knochenbrecheradler muß sie zu verschie-denen malen auf die Klippen fallen lassen, ehe er die Schale zulänglich zerschmettert, darFleisch zu bekommen F-).

Seekuh oder Die Seekuh hat etwas von des Nashorns Größe und Farbe, aber die Füße sind kürzer.

Flußpferd. Der Kopf ist fast dem Pferdekopfe ähnlich, daher sie Tellez und Tbevenoc das Geepferdnennen ö); aber er ist breiter und flacher, und der Mund größer, wie beym Ochsen. Ausden Nasenlöchern, die groß sind, sprühet sie Wasser, wenn sie sich aus der See oder demFlusse erhebt. Sie hat kleine Augen und Ohren, kurze Füße, die rund, und durchausgleich dick sind. Die Hufe sind nicht gespalten, sondern unten durch vier kleine Canale gc>viertheilt, oder durchkreuzet. Der Schwanz ist kurz, wie beym Elephanten, hat aber nochweniger Haare; welches gleichwohl alle sind, die sie am Leibe hat. Des Weibes Eiter istklein, und wie bey der Kuh zwischen den Hinterfüßen. Aolbe sah das Weib oft ihreJungen säugen, die so groß, als Schafe sind. Ihre Haut ist einen Zoll dick, und sehr dichte.Aus dem untern Kinnbacken gehen vler Zähne weit aus dem Munde heraus, aufjederSeitezweene, einer gerade, der andere gekrümmt. Sie sind alle von der Größe eines Ochsenhorns,etwan anderthalb Fuß lang, ungemein weiß, und ungefähr zehn Pfund schwer. Man hältsie höher, als Elfenbein, weil sie nie ihre Farbe verliehren. Die Seekuh kömmt nie ausLand, als zu fressen. Sie kann durch ihren scharfen Geruch einen Menschen, oder ihrenFeind, sehr weit entdecken. Ihr Fleisch wird am Vorgebirge sehr hoch gehalten, und manch-mal das Pfund für zwölf bis fünfzehn Pfennige verkauft. Das Fett wird zum Kochen derButter gleich geschäht, und oft aufBrodte gegessen. Aolbe nimmt, mit DochaMN undLudolfen, die Seekuh für Hiobö Behemoth an r).

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Das

F) Rolbe H Band auf der 198 -und folgenden schreiben. Martin LTenhsjf und Lrancisci hei-Eeite. ßen es die Seekuh. Rolbe erkennet es für den

6 ) Ten Rhyne heißt es eben so, ohne es zn be- Hippopotamus, oder das Flußpferd. Zn seinem

Kupfer