Band 
Fünfter Band.
Seite
212
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Lvuilea.

Mombasa.

Patt?.

Magadoxa.

2i2 Beschreibung der Lander vorn Vorgeb. der guten Hoffnung

ren fähig gemacht, dazu ihre geistlichen Väter sie brauchen wollen. Nach der Taufe hangeman ihnen ein klein Crucifix, oder einen Heiligen von Metall oder Elfenbein um den Hals"darauf sie so viel halten, als ein Affe auf eine Kaße, mit der er spielet. Manche, die dasGlück haben, in eines eifrig abergläubischen Herrn Hände zu fallen, werden zum Studierenangehalten, und endlich zu Priestern gemacht, dergleichen der Verfasser viel um Goa her-um gekannt hat F).

Die Landschaft Duiloa liegt zwischen Mozambik und Mombaß. Die Küste istgefährlich, und der Handel kann nur in Booten getrieben werden.

Mombaß (oder Mombasa) ist ebenfalls ein Eyland, unweit des festen Landes, et-wa zwey hundert und' fünf und zwanzig Meilen von Mozambik. Es ist von der Kunstschlecht befestigt, aber sehr wohl von der Natur. Vor fast zweyhundert Jahren geborte esden Portugiesen, aber die Muskat - Araber nahmen es ohne große Mühe, im Jahre1698 ein, und machten etwa zwanzig Portugiesen^ die es vertheidigen sollten, nieder. DieEroberer fanden eine Beute, von etwa zwey hundert Tonnen Zahne, welches in Indien amWerthe hundert und fünf und zwanzig tausend Pfund Sterlinge betrug. Die Elephantendieses Landes sind sehr groß, und die Leute ebenfalls, welche alle Ungläubige sind, der Portu-giesen nächste Nachbarn ausgenommen, die ihres Vortheils wegen den rdmischkatholischcnGlauben annahmen. Aber seit der Zeit, daß sie die Araber zu Nachbarn haben, sind sieeifrige Muselmänner, welche Religion ihnen desto besser gefallt, da sie ihre geliebte Gewohn-heit, die Vielweiberey und Haltung der KebSweiber verstattet.

parra ä) ist jeßo auch in der Muskat-Araber Hände, und bringt für Muskat ei-nen guten Vorrarh von Sklaven und Zahnen. Die Engländer, Portugiesen und in-dianischen Mohren, hatten sonst einen kleinen, aber Vortheilhaften Handel hieher, alleindie Araber schickten aus Neid, eine Colonie im Jahre 1692 dahin, die den Handel mit allenandern Nationen verbothen. Die inländischen Gegenden werden von Ungläubigen bewohnt:aber gn den Küsten von Magadoxa, Zeyla, und Naman -), bis nach dem VorgebirgeGuarda Fuy, die sich etwa dreihundert und dreyßig Meilen nordostwärts strecken, istdie muhammedanische Religion die herrschende, ob wohl jedes Land noch Ueberbleibsel vonseinen alten Gewohnheiten, Ceremonien und Herkommen behalt. Die Araber aus Mok-ka und andern Gegenden des glücklichen Arabiens ä), die sich große Mühe gegebenhaben, sie im Glauben zu erhalten, erklären sie für die größten Schismatiker und hartnä-ckigsten Keßer von der Welt.

Magadoxa, oder wie die Portugiesen sagen, Magadoc-ra /), ist eine sehr großeStadt, etwa zwey oder drey Meilen von der See, auf der es sich in einer sehr schönen Aus-sicht zeiget, weil es viel hohe Thürme und Moscheen hat. Der Hafen allhier wird aus zwoUrsachen nicht besucht; einmal ist längst dem Ufer, etwa eine Meile von dem sündigtenStrande, eine Reihe Klippen; der Canal dazwischen ist sehr eben, und hat zween bis dreyFaden Wasser, aber es ist keine Rivier vorhanden, in die sich Schiffe retten könnten, wennein starker Seewind wehet. Die zweyte Verhinderung ist, weil Gewaltthätigkeiten undRäubereyen so häufig und unbestraft vollbracht werden, daß man sich auf die öffentlicheTreue nicht verlassen darf. Der Verfasser erzählet ein sehr trauriges Beyspiel von ihrerBarbarey. ^ Ein

F) -Hanulton ,'m l Bande auf der 7 u. f. S. -') Vielmehr Alan; denn T?aman oderZeman

Pam-ober Pate. ist in Arabien. Oder Zaman.