Band 
Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda §uy. XIII Buch Vl Cap. 21z

Ein Schiff der neuen englischcn ostindischen Gesellschaft, Albemarle genannt, unter 1722dem Hauptmanne willhclm Bsawes, das nach Surare gieng, hatte im Jahre 1700 -Hamileon.das Unglück, die östlichen Monsons oder besiändigm Winde eher, als es solche vermuthete,anzutreffen, von denen es nach der Küste von Magadoxa getrieben ward, und auf der daselbst Eng-Südwesiseite von dem Eylande Johanna ankerte, bis sie vorüber waren. Im März ländergeftn-wagte es sich, auszukaufen; weil aber solches noch zu früh war, so kam es wieder auf Mas gen.gadoxa zu, und das schöne Ansehen der Stadt verursachte, daß sie solche für einen Han-delsplatz hielten, daher dasNawl mit dem Proviantverwalter und vier Seeleuten ans Landgeschickt ward, um Nachricht einzuziehen, mit genauer Verordnung, wohl auf ihrer Hutzu seyn, und nur eine Person auf einmal anS Land gehen zu lasten. Nachdem das Booküber die Klippen gekommen war, ankerten sie hart an dem Ufer; und die Leute des Landeskamen aus der Stadt, und trieben ihnen Rindvieh und Schafe zu verkaufen zu. Der Pro-viantverwalker war jung und unerfahren, vergaß seine Befehle, und gieng mit dreyen seinerLeute ans Land, so daß nur einer im Boote blieb. Die ans Land gierigen, waren gleichfallsso nachläßig, daß sie ihr Feuergewehr zurückließen. Sie wurden durch die falsche Höflich-keit, die man ihnen erzeigte, verblendet, und machten sich unter das Volk, welches sie beyso unerwarteter Gelegenheit nach der Stadt schleppte; der Bcwahrer des Boots ließ, un-wissend wie es seinen Cameraden ergangen war, ebenfalls etliche Schwarzen irr sein Boot,die sich seiner sogleich bemächtigten, und das Boot ein gut Stück Weges aufs Land schleppten.

Die auf dem Schiffe sahen durch die Ferngläser, was am Lande vorgieng, und schick-ten ihre andern Boote wohl besetzt dahin, um zu versuchen, ob sie die Gefangenen loskaufenkönnten. Sie warteten vier Tage, konnten aber nie die Leute zu einer Unterredung brin-gen , so daß sie das Schiff der Bereuung istreö Unverstandes überlassen mußte. Man hatauch nie in Indien erfahren, wie es ihnen ergangen ist.

Gleichwohl bringen die Leute an der Küste von Zepla und Naman m), welche beyde Einwohneran das Vorgebirge Guarda Luy gränzen, Schafe, Ziegen, Hühner, Fische und Früchte, von Zeyla.um solche den Schiffen zu verkaufen, die manchmal der Windstille wegen an ihrem Uferliegen müssen. Die Leute sind groß, hager und von starken Knochen, sehr schwärzlich, abernicht völlig schwarz, treulos, grausam und geizig. Ihre Kleidung besteht in einem PaarHosen, die ihnen bis an die Fersen gehen, oder einem Stücke groben Tuche um die Lenden,und einem Rocke, der vorn offen ist und keine Aermel hat; sie heißen ihn einen Aamlin,er ist aus Kametshaaren oder ihrer Schafe Wolle, die so harte und rauh als Schweine-borsten ist, gemacht. Auf den Köpfen tragen sie einen Turban von grobem Calico, unddamit sind sie ausgeputzt.

Ihre Schafe sind alle weiß, mit glänzend schwarzen Köpfen und kleinen Ohren, die Schaft.Leiber groß und das Fleisch wohlschmeckend; ihre Schwänze sind so breit als die Hinterba-cken, und etwa sechs bis acht Zoll lang, daß sie also wie ein Küssen ohne Ecken aussehen.

Von dieses Bündels unterstem Ende, kömmt ein kleiner Schwanz, etwa sechs Zoll lang,fast w>'e ein Schweinschwanz heraus »).

Vorn Vorgebirge Guarda Fuy nach Zepla, sind etwa hundert und zwanzig Meilen.

Die Küste ist so ungeschlachtet und unwirthbar, als das Volk. Nur zweene Plätze sind in diesem

Dd 3 ganzen

Vielmehr Magadofchaz denn so sprechen V,) Alan, wie wir vermuthen,sie Magadoxia aus, -Hamilton im I Bande auf der » u. f. S.