Band 
Fünfter Band.
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214
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Hamilkon.

Berg Felix,

Abisslnische

Küste.

Madagaskar.

Dasige See-räuber.

2^4 Beschreibung der Länder vorn Vergeb, der guten Hoffnung

ganzen Striche, wo man frisch Wasser haben kann: einer ein wenig ostwärts vom Berge Felixder im Arabischen Bada Lilek ») der Rameelderg genannt wird, daselbst ist ein kleiner Flußvon frischem Wasser; der andere heißt Rhaji, und liegt zehn Meilen westlicherseits. Mankennt ihn leichtlich an der Seite eines Berges hart an der See, die nach Norden zu weißenSand zeiget, und in der Ferne wie ein Segel aussieht, in welcher Gestalt man es auch zehnMeilen weit sehen kann. Verschiedene Schiffe von Indien, die an diese Plaße des Was-sers wegen gehen mußten, sind abgeschnitten worden. Eines überlisteten sie mit seinemeigenen Boore, das nach Wasser geschickt war. Sie, kamen den Leuten im Boote unver-sehens über den'Hals. Weil dieselben ihre Fässer fülleten, so tödteten sie alle bis auf zweenJungen, und machten sich bey Nachte mit dem Boote fort. Weil die Leute im Schiffe sienicht bey Zeiten untersucht hatten: so kamen sie an dessen Bord, und überfielen dasMkalles ««bewaffnet. Sie machten die Leute alle nieder, führten das Schiff hart ans Ufer,luden es aus, und versenkten es. Die beyden Jungen, welche die Nachricht ertheilten,wurden zu Aden, welcher Ort jenem Plaße gegenüber liegt, für Sklaven verkauft; weilsich aber gleich ein suratisch Schiff daselbst befand, so kaufte sie der Hauptmann desselben,und führte sie nach Indien.

Man kann an dieser Küste, wegen der tiefen See, nicht über eine Meile vom Uferankern. Ueber Zeyla, innerhalb des rothen Meeres, in einer tiefen Bay, Babelmandelgegenüber, ist ein großer Fleiß. Ob aber seine Mündung gleich weit ist, so ist sie doch liefund voller Bänke und Klippen, mit solchen Wirbeln, dqß sich kein Schiff nahe daran waget.An diesem Flusse fängt sich das abissimsche Ufer an, welches sich bis nach Zuakin oderGwakin, zweyhundert Meilen weit erstrecket, und viele hohe Berge, hie von der arabi-schen Küste leicht zu sehen sind, zeiget /).

Der H Abschnitt.

Eine kurze Beschreibung der Inseln in den äthiopischen Seen.

Madagaskar. Dasige Seeräuber. St. Marien- Maeereagh schlägt daselbst mit den SeeräiuHafen. Mascarenhas oder Dombon - Insel. bern. Mohilla und Majotta, Mangel derKomora - Inseln. Johanna. Hauprmann Karten.

OiX>adagaskar, oder nach der Portugiesen Benennung Gr. Lorenz, ist eines von dengrößten bekannten Eylanden, und liefert fast alle Lebensbedürfnisse. Es bringt sehrgroßes Rindvieh hervor, dessen Fleisch vortrefflich ist, besonders die großen Buckel, die zwi-schen ihrem Halse und den Schultern wachsen. Sie haben auch eine Menge Ziegen undRehe. Die Portugiesen ließen bey ihrer ersten Landung eine Zucht Schweine hier, die sicherstaunlich vermehrt haben. Sie benennten auch viele Flüsse und Vorgebirge, die jeßo vonkeinen Schiffen mehr besucht werden, sondern Nester der Seeräuber sind. Die Franzosenließen sich auf der Ostseite nieder -), und nannten den Ort Port Dauphin, sie verließen eiaber wieder, auf Befinden, daß die Handlung der Gesellschaft die Kosten nicht einbrachte.

Die Engländer trieben sonst nach der Westseite des Eylandes einen Sklavenhandel,besonders nach St. AuZustinßbay, und alt und neu Messalig einen Handel, fürchten sich

aber

a) Felix scheint von Filek verderbt zn seyn. Im Südostende des Eplandes,

Hamilton am oben angeführten Orte, auf --) Siehe den I Band auf der 451 S,der »z und folg. Seite.