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Fünfter Band.
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XIV Buch I Capitel. 2ZZ

Obgleich über eine Million Einwohner 2 ) in 177an king ist, außer der Besatzung vonvierzigtausend Tartarn: so sind doch die Lebensmittel das ganze Jahr durch ungemein wohl-feil. Unter andern Früchten hat man daselbst ausnehmend liebliche Kirschen.

Weil keine Stadt in den letzten Kriegen bester davon gekommen, als diese: so über-trifft sie alle andere in China an prächtigen Götzentempeln, Thürmen, Triumphbögen, undandern Gebäuden, worunter der kaiserliche Pallast, welcher an der Südseite lag, das vor-nehmste war. Dieß war das einzige, welches die Tartm n zerstörten. Es war ein Viereck,mit einer fhohen ziegelsteinernen) Mauer umgeben, die itzo sehr verfallen ist, und dengrößten Theil der Stadt einschließt. Jede Seite war viertehalb englische Meilen lang u),so daß der Ort so groß war, als Harlem in Holland. Innerhalb des ersten Thores lag eingroßer Hof, welcher zu den vier Vierecken führte, und mit schönen glatten Steinen ge-pflastert war.

Die Tartarn setzten sich in Hütten neben einem Götzentempel, palt Im seist genannt,und überließen die Stadt den Chinesen. Die Gebäude sind insgesammt von einer hartenArt Steinen, artig gelb gemalt, so daß sie, wenn die Sonne scheint, wie Gold glänzen.

Ueber dem Thore des zweyten Hofes dieses Pallasteö hängt eine große Klocke, auf zehnoder eilf Fuß hoch, viertehalb Faden im Umkreise, und eine gute Vierthel Elle dicke.Die Chinesen rühmen ihren lauten Klang sehr: allein die Holländer fanden ihn sehr dumpficht,und das Metall auch nicht so gut, als das zu den europäischen Klocken.

Alle drey Monate werden fünf Schiffe von hier nach Peking geschickt, welche mit aller-hand seidenen und wollenen Zeugen zum Geschenke für den Kaiser beladen sind; daher wer-den sie Bong i chwen, das ist, Sctstsse mir Drachenzeugen, genannt. Der Verfasserhat niemals dergleichen schöne Schiffe gesehen. Sie waren sehr artig gebaut, und mitBildern gezieret; und von außen so stark verguldet, und gemalt, daß es einem die Augenverblendete, wenn man sie ansah.

Unter andern Geschenken schicket man ihm auch eine besondere Art Fische, welche hierindem FlusseIxyang im May undBrachmonate gefangen, und von den Chinesen Gi yu,von den Portugiesen aber Gavel genannt werden. Diese werden in Booten verschickt,welche Tag und Nacht von Leuten gezogen werden, und also oft zweymal in der Wochen frischund gut nach Peking in acht oder zehn Tagen gebracht, welches doch über zweyhundert hol-ländische Meilen entfernt ist ö).

Die Gesandten gicngen oftmals aus spatzieren, um die Stadt zu besehen. Eines Ta-ges ritten sie hin, den obgedachten berühmten Tempel, und die Ebene pau lm seht r) zubetrachten, welche verschiedene merkwürdige Gebäude enthält. In einem, welches die andernan Kunst, Schönheit und Kostbarkeit übertraf, sahen sie wenigstens zehntausend Bilder,alle von Gips gemacht, (deren einige sechs Fuß hoch, die meisten aber nur einen Fuß hochwaren) in einer schönen Ordnung an den Gallerte» und Mauern rund herum gesetzt. DiePriester empfingen die'Gesandten mit großer Ehrerbiethung, und machten alle Thürenihrer Tempel auf.

J i z Mitten

a) Beym Ggilby ist es eine italienische Meile, c) Zn Larpentrers Ausgabe steht eine förmli-«nd drey Vierehel von einer holländischen Meile, che Beschreibung dieses Tempels: man findet solch«Beym Thevenor zwanzig tausend Schritt lang. ober weder beym Thevenot, noch Ogilby.

H Oder siebenhundert englische.

1656

Neuhof.

Zahl derEinwohner.

Der kaiserli-che Pallast.

Groß«

Klocke.

Geschenkean denKaiser.

Pau lin schiTempel.