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Fünfter Band.
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255
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XIV Buch I Capitel. 255

Sie wurdet« außer den kantonischsn Soldaten, die sie in den für die Musikanten bestimmten 1657Ort legten, von vielen Personen aus Nan king begleitet. Ncubof.

pinxemon und die beyden andern Mandarinen hatten auch ein jeder ein solches Fahr- "zeug. Sie giengen den i8ken May zusammen unter Segel und bey der Schiffbrücke vonvierzehn Bogen vorbey. Als sie an dein äußersten Ende der Stadtmauern, ungefähr zwoMeilen von dem Su s! mon oder Wasserthore gekommen waren: so hielt pinxemon mitder ganzen Flotte stille, um in einem berühmten Götzentempel, der daselbst stund, ein Opfer Ei« Opfer,zur Erhaltung einer glücklichen Reise zu thun. Das Opfer, welches aus Schweinen, Zie-gen und Hähnen bestund, wurde auf diese Art vollbracht. Nachdem das Schwein und dieZiegen getödtet und rein gemacht worden: so wurden sie auf den Altar gelegt, hinter wel-chem das vornehmste Götzenbild stund, und an dessen Seite waren einige kleine. Diesewurden «nit dein Blute von'den Hahnen besprengt und hernach rein abgewischt. Währendder Ceremonie machten die Priester auf ihren Knien verschiedene Geberden und murmeltenmir sich selbst, als ob sie und der Gott in einem ernstlichen Gespräche wären. Die ganzeZeit über brannten große Fackeln.

Von hier segelten sie mit großer Geschwindigkeit ostwärts den Fluß Ryang hinab,und kamen den Abend zu einem berühmten Flecke««, Namens lliVang sten. Sie giengenden folgenden Morgen weiter, und erreichten den aosten des Brachmonatö Je jan jeen /), Je jen hyen.welche einige Lo ho F) nenne««, an der Nordscite des Kyang, ungefähr sechzig Meilenvon Nan king. Obgleich diese Stadt klein ist, so ist sie doch angenehm und treibt großenHandel. Sie ist sehr dicht gebauet und «nit Tempeln gezieret. Die Mauern sind stark abernicht sehr hoch, und außer denselben ist eine volkreiche wohlbebaute Vorstadt.

Allhier kamen verschiedene Bettler an Bord, ihre Kunststückchen zu zeigen. Unter an- Starkeder«« fanden sich auch zweene, die ihre Köpfe «nit großer Gewalt gegen einander stießen, bis Bettler,die Gesellschaft sich mildthätig gegen sie erwies. Dem« sonst würden sie fortgefahren haben,einander zu stoßen' bis einer oder beyde todt niedergefallen, wie oftmals geschehen ist.

LFeuhsf sah auch in dieser Stadt einen andern Bettler, welcher niederkniete, und nach-dem er mit sich selbst etwas gemurmelt, seine Stirn mit solcher Heftigkeit wider einen run-den Stein stieß, daß die Erde unter ihin erschütterte. Dieses und noch einige andere Kunst-griffe üben sie aus, um von den Fremden ein Allmösen auszupressen.

Man «neldete ihnen hier, es hätte der berühmte Seeräuber Aoxinga einige Leute Koxingasausgesetzet, in der Meynung, diese Stadt zu ü-berfallen: die Einwohner aber hätten ihn Versuch,genöthiget, sich mit dem Verluste einer großen Anzahl von seinen Leuten zu Schiffe zu be-geben; doch hätte er viele von ihren Fahrzeugen verbrannt, und eine ansehnliche Anzahlweggeführet; er hätte sich auch fünf großer und fruchtbarer Inseln in dein Flusse, ungefährzwanzig Meilen von Je jen jeen bemächtiget, um seine Schiffe bey-stürmischem Wetterdahin zu bringen.

Den folgenden Morgen giengen sie weiter, und fanden an der Nordseite des Kyangs, Quanchew.nahe bey dein Castelle (puam chew ch, eine große steinerne Schleuste, durch welche sie

in

/) In der Karte der Jesuiten: I ching hven. ü) In der Karte der Jesuiten: Gna chew, eine

Lo ho oder Lu ho hxen, ist eine Stadt Stadt vorn zweyten Range,zwanzig Meilen gegen Westen.