XIV Buch I Capitel. 259
nein großen Castelle, welches den gelben Fluß und den Graben vertheidiget: dieTartarn i6;6aber zerstöhrten es. ^ , L^euhof. ^
Den folgenden Tag grenzen sie unter Segel und kamen in den großen gelben Fluß,der von einigen der Saffranfluß genannt wird, welcher so dick und schlammicht ist, daß odcrdeegel,man kaum darauf fahren kann und in der Ferne ein sumpfichter Morast zu seyn scheint. Der be Fluß.Strom ist aber so heftig, daß keine Fahrzeuge wider denselben segeln können, sondern voneiner großen Anzahl Bootsknechte müssen gezogen werden. An einigen Orten ist er einehalbe Meile breit und an andern noch breiter. Die Chineser machen sein Wasser dadurchsehr klar, daß sie Alaun hinein werfen.
Den isten des BrachmonatS kamen sie zu der kleinen Stadt Tau pei» hper» ^), welche Tau yenan der Westseite des gelben Flusses liegt, und mit einer breiten und starken Lehmmauer hyen.umgeben ist. Sie ist mit schönen Gebäuden angefüllt und voller reichen Einwohner, diesehr großen Handel treiben.
Das Land ist an Birnen, Aepfeln, Pflaumen, Kirschen und dergleichen sehr frucht-bar, und hat auch einen Ueberfluß an Wachteln, Fasanen, und andern Arten von Vögeln.
Von hier segelten sie drey Tage, ehe sie an einen beträchtlichen Ort kamen; den gten Tst fang.endlich gelangten sie nach der kleinen Stadt Tst sang, die auf einem sehr unmuthigen Bo-den , an dem Fuße eines hohen Hügels liegt. Ob sie gleich keine Mauern oder einige merk-
würdige Gebäude außer einem starke^ Castelle hat: so treibt sie doch große Handlung undhat reiche Einwohner. An dem Eingänge in die Stadt steht ein prächtiger Tempel aufeiner steilen Höhe.
Sie sahen auf diesem gelben Flusse, welcher beständig voller großen und kleinen Fahr- Schwim-zeuge ist, verschiedene schwimmende Eylande, die von Bambusröhren sehr künstlich gebauetwaren, welche so dicht zusammengeflochten werden, daß keine Feuchtigkeit durchdringen Dörfer,kann. Auf diesem Grunde führen die Chinesen Hütten oder kleine Hauserchen von Bret-tern und andern leichten Materialien auf, worinnen sie mit ihren Weibern, Kindern undViehe leben. Einige von diesen schwimmenden Dörfern sind groß genug, zweyhundertFamilien zu enthalten, welche meistentheils vom Handel leben, den sie auf dem Flusse aufund nieder treiben. Wo sie hinkommen, da halten sie sich einige Monatlang auf, ehe siewieder aufbrechen, und befestigen ihr Eyland an Pfählen, die sie in den Grund stecken. ^
Als sie einige Stunden gefahren waren, kamen sie in einen andern kaiserlichen Gra- Sie kommenben, Namens Inn yun, welcher aus dem gelben Flusse durch die ganze Landschaft, Schar»rong gegraben worden, in welche sie nunmehr kamen ^).
Kk 2
») Air den Karten der Jesuiten: Hsng tst bu. yen hyen übereinkömmt. In den Karten der Je»Sie liegt ungefähr zehn Meilen gegen Westen von suiten: Tau ywen hyen.
Ndhay ngan.
Beym Thevenot und Ogilby; Tansemen; §) Neuhof in Vgilbys China auf der 86 und
beym Carpentier: Tau >en seen; welches mir Tau folgenden Seite.
tong.
Der