266 Reisen nach dem Reiche China.
,6^ Der VIH Abschnitt.
. rrcuhof., Ankunft der Gesandten zu Peking, und ihre Aufnahme am Hofe.
Tyen tsing wen. Die Gesandten werden bewirthet. Gesandter von Rußland. Die Geschenk« gefal-Josiwo. Fo chew. Sän tsyan wey. Reise len dem Kaiser. Gesandter des großen Mogois.^u Lande. Tong chew. Ankunft zu Peking. Befehl des Kaisers, zum Besten der Holländer.Besuch von den Großen. Die Holländer sind Betrügliche Staatsbediente. Listige Jesuiten,als Räuber verdächtig; sie werden auf des Kai- Trügerische Untertänige. Billiger Monarch,sers Befehl genau untersuchet; nach Hofe ge- Gewohnheit, den kaiserlichen Thron zu grüßen,schickt. Ein Jesuit ist ein Mandarin. Die Des Kaisers Bruder stirbt. Abreise des russi-Geschenke werden besichtiget. Betrügerey des scheu Gesandten,
Jesuiten. Die Holländer werden bewirthet.
Tyen tsing f^yen rsinI wey wird für die größte Handelsstadt in ganz China gehalten, und ist einerwey. ^ von den drey vornehmsten Hafen. Die beyden andern sind Aanton, in der ProvinzDuaii roncz, und Je jan jeen^), in der Provinz Nan-king. Tyen rstncz wey istan der äußersten östlichen Gränze von der Provinz Peking gelegen, an einem Arme von derSee, Namens Zxang 2), woselbst drey Flüge zusammen kommen, die von einer starkenFestung vertheidiget werden, welche in dem Winkel, wo sie zusammen fließen, erbauetworden. Diese Stadt liegt ungefähr dreyßig Meilen von Sang lo -r), in einem sehr nie-drigen und morastigen Lande, und ist mit starken Mauern, fünf und zwanzig Fuß hoch,umgeben, welche mit Wachthürmen und Bollwerken stark besehet sind. Sie ist sehr volk-reich, und voller Tempel. Weil alle Fahrzeuge, die aus ganz China nach Peking gehen,hier vorbey müssen, und es ein freyer Hafen ist, wo weder für die aus - noch eingehendenGüter ein Zoll bezahlet wird: so ist die Schiffahrt hierselbst sehr groß.
Die Gesand- Der Statthalter und der Rath kamen an Bord, die Gesandten zu bewillkommen:ten werben Mein pmxenron wußte es so listig zu veranstalten, daß er den ersten Besuch von ihnen erhielt,bewirthet, ^ach diesem wurden die Holländer zu einem Gastmahle, in einem prächtigen Götzentempel,eingeladen. Die Absicht dieser Zusammenkunft war, sich zu berathschlagen, wie man sichan den Kaiser wenden sollte, und die Großen zu seinem Vortheile gewinnen möchte. Nach-dem nun diese Sachen festgestellt: so wurde des alten Unterkönigs von Kanton Mandarinnach Peking voraus geschickt, um von ihrer Annäherung Nachricht zu geben, und sie folg-ten ihm mit allem Gerärhe nach.
Jo si wo. Den uten erreichten sie Io si wo ä), eine Stadt vom dritten Range, unter Peking,
ungefähr vierzig Meilen von Tyen rsm, und an der Linken des Flusses. Dieser Ort ist klein,aber wohl gebaut, hat eine reiche Vorstadt, und treibt große Handlung. Die Einkünftevon dein Zolle, welchen die Schiffe bezahlen, ist sehr ansehnlich. Die Gesandten wurdenvon dem Statthalter in seinem Hause prächtig bewirthet; und ob er wohl die ihm angebothe-nen
stehen nicht IN den Karten der Jesuiten, so daß sie nämlich daß sie alle Städte eingerückt, die in denentweder unter andern Namen eingerückt sind, oder dreyen Ordnungen cder Rangen enthalten waren,die Holländer sind auf einem Canale gefahren, der )>) Vielleicht I cbing hpen, dessen oben auf derin diesen Karten nicht ausgedrückt worden. In 25; Seite gedacht worden,diesem Falle müssen verschiedene Städte ausgelassen r) Oder Meerbusen von Lyau tong.seyn, demjenigen zuwider, was sie gesagt haben, a) Beym Ogildy; Sing lo.