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Reisen nach dem Reiche China.
1656 Den i4ten des Herbstmonats r) vernahmen sie, daß der russische Gesandte, ohn«rreuhof. Audienz gehabt zu haben, wegen der abgedachten Ursache, von hier abgieng, und um^—^77^ Mittag kam einer von seinen Leuten, der im Namen ihrer aller Abschied nahm. Er bath,ÄndteVei- die Gefälligkeit zu haben, und ihm einen Brief mitzugeben, damit er in Rußland darthunab. könnte, daß er die Holländer in Peking angetroffen, worinnen ihm auch gern gewillfahretwurde. «Sie erfuhren nachher, daß man diesen Gesandten nicht weiter reisen lassen wollen,als bis er erstlich von dem Kaiser eilten Paß erhalten »).
Der ix Abschnitt.
Der Gesandten Gehör bey dem Kaiser und andere Verrichtungen.
Sie werden nach dem Pallaste geführet. Der kal- Des Kaisers Geschenke an den General; an diemukische Gesandte. Gesandter des großen Mo- Gesandten, an ihren Secrerär und an ihr Ge,guls. Gesandter des Lama. Unglaublicher Zu- folge; an die kantonischen Mandarine, Bedientelauf vom Volke. Saal mit dem Throne. Präch- und Soldaten. Art seine Schreiben zu überrei-tiger Aufzug. Sie verehren alle den Thron in chen. Des Kaisers Schreiben an den holländi-ihren angewiesenen Stellen. Bühne desThro- schen General. Auslösung der Gesandte» undnes. Des Kaisers Pracht und Person. Seine ihrer Leute. Sie verlassen Peking AnkunftNeugier. Die Gesandten werden bewirthet, zu Kanton. Wie ihnen von den UnterkönigmTartarische Kocherey und säuisches Wesen. Man begegnet wird. Sie segeln von da ab; kom-schenket ihnen Sam sou. Jesuitische Erdichtun men wieder nach Batavia.gen. Das zweyte Gastmahl. Das dritte.
Die werden A^achdem des Prinzen Begräbm'ß vorbey war: so ließ der Kaiser dein Kanzler melden,nach dem ^ ^ er sollte nach zweenen Tagen die holländischen Abgesandten , wie auch den GesandtenPallaste des großen Moguls vor seinen Thron führen. Hiervon gab dieser Staatsbediente durchöffentliche Ankündigung, allen Großen in Peking Nachricht, als welche gleichfalls mit ge-genwärtig seyn mußten.
geführet. Diesemnach kamen den isten des Weinmonats, um zwey Uhr Nachmitternacht die
kantonischen Mandarinen und andere vom Hofe in sehr reichen Kleidern, mit Laternen, umdie Gesandten und fechse von ihrem Gefolge, welche sie aussuchten, und.worunter auchNeuhof war, nach Hofe zu führen. Als sie zu dem Pallaste kamen, so gierigen siein den zweyten Hof.
Sie hatten sich kaum niedergesetzt, so kam der Gesandte des großen Moguls, in Be-gleitung fünf vornehmer Personen und ungefähr zwanzig Bedienten, und setzte sich nebenden holländischen Gesandten. Die von dem Lamma ae) und Su ra rse ->) thaten des-gleichen. Dicht neben ihnen saßen verschiedene Herren des Reiches. Hier mußten sie dieganze Nacht durch auf den bloßen Steinen und unter dem freyen Himmel sitzen und warten,bis sich Seine Majestät früh Morgens auf dem Throne sehen ließe.
Unter
/) So steht beym Larpentier. Nach dem vor- Beym Carpentier Gutüdsts, und beym The-erwähnten Tagebuche deck russischen Gesandten vcr- venot Suvarsts, vermuthlich Gu tu tses, indemließ er Pekinst den 4ten des Herbstmonaks, welches Ta tst das chinesische Wort für Tartar rst.j Beymvielleicht ein Irrthum für den 14km ist. Ogilby Sny radfen, welches die mehrere Zahl im
«) Neuhof in Ggilbps China auf der nr und Holländischen ist.folgenden Seite. r) Vielleicht besser LVassertartarn; denn Gn
ae) Lama oder Dalav Lama, welcher in Ti- öder Gut heißt Wasser im Tartarische» oder derbet, Trbr oder Tobt regieret. mongulischen Sprache r so wie die Ralkas oder
Eluchs;