2§o Reisen nach dem Reiche China.
16 5 6 Generalguvernör zu Batavia zu empfangen. ^ Sie ritten um ein Uhr dahin, und wurden inNeuhof. einen Vorsaal geführet, wo einer von den Räthen das Schreiben, welches mit einem ael-—^-'den Tuche bedeck war, von der Tafel nahm, es öffnete und ihnen den Inhalt desselben ent-
deckte. Es war sowohl in chinesischer als tartarischer Sprache geschrieben, an den Eckenstark verguldet, und an beyden Seiten mit goldenen Drachen bemalet. Darauf schlug eres wieder zusammen, wickelte eö in eine seidene Binde, legte eö in eine Schachtel, und über-gab eö also den Gesandten, die es kniend annahmen? Nach diesem nahm er den Briefwieder von ihnen, und band ihn einem von den Dollmetschern auf den Rücken, der mitsolchem durch die mittelste Thüre des Hofes, die deswegen weit aufgemacht wurde, vor denGesandten hergieng. Diese Ceremonie geschah mit großer Stille; und es wurde auch ausallen ihren Gastereyen der holländischen Sachen mit keinem Worte gedacht»
Des Kaisers Schreiben lautete so;
Der König sendet dieses Schreiben an Johann Maatzuiker,
holländischen Generalguvernör zu Batavia.
„ Unsere Lander liegen so weit von einander, als der Osten von dem Westen, daß wirDes Kaiser« »also nur mit großer Schwierigkeit zu einander kommen können; und sind die HolländerSchreiben an „ vom Anfange bis jetzo noch niemals zu uns gekommen, uns zu besuchen. Eö sind aberden hMändi. „ diejenigen ein rechtschaffenes und weises Volk, welche Peter von Goyer und Jacob von Key-fchenGeneral. „ mir geschickt haben, die in eurem Namen vor mir erschienen, und mir verschiedene„ Geschenke überbracht haben. Euer Land ist zehntausend Meilen /) von dem meimgen ent-„ fernet: Ihr zeiget aber dadurch euer edles Gemüth, daß ihr euch meiner erinnert. Aus„ dieser Ursache neiget sich mein Herz zu euch, und ich schicke euch daher - - - (Hierwerden die Geschenke erzählet). - - - „ Ihr habet mich um Erlaubniß gebethen, in„ mein Land zu kommen, und daselbst durch Einführung und Ausführung allerhand Waa-„ ren zu handeln, welches meinen Unterthanen sehr zum Vortheile gereichen würde. Mein,„ da euer Land so weit entfernet ist, und die Winde an diesen Küsten so ungestüm sind, daß„ sie eure Schiffe in Gefahr setzen würden, deren Verlust mich sehr beunruhigen würde:„ so verlange ich daher nur, wenn ihr es für bequem haltet, hieher zu schicken, daß solches„ alle acht Jahre einmal geschehe, und nicht mehr als hundert Mann in Gesellschaft, wo-„ von zwanzig nach dem Orte kommen mögen, wo ich meine Hofstatt habe. Alsdann mö-„ get ihr eure Waaren ans Ufer in eure Wohnung bringen, ohne daß ihr sie auf der See„ vor Kanton umsetzen dürfet m). Dieses habe ich zu eurem Besten und zu eurer Sicher-„ heit vorzuschlagen für gut befunden, lind ich hoffe, es werde euch angenehm seyn. Die-„ ses habe ich euch kund zu thun für dienlich erachtet.
„ In dem dreyzehnten Jahre, achten Monate, und am neunund zwanzigsten Tage
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Etwas niedriger stund darunter
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Als
/) Carpentier hat Meilen, und bemerket, daß ») Beym Carpentier und Ogilby Snng tt;Vier solche Meilen kaum eine holländische ausmachen, in den chinesischen Jahrbüchern Gchun chi genant,Larpencier hat es so: ohne daß ihr genöthj. welches der erste kanarische Kaiser war, und im Jahreget seyd, solche zu Kanton zu verkaufen. »66» starb.