Band 
Fünfter Band.
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281
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XIV Buch l Capitel. 28r

Als die Gesandten wieder nach Hause gekommen: so wurden sie von den Abgeordne- i6;6ten zur Abreise eifrig angetrieben. Sie führten an, die Gesandten könnten, nach der Ge- Neuhof.wohnheit des Reichs, nicht noch zwo Stunden in der Stadt bleiben, nachdem sie ihre Ab- Auslösung 'fertigung erhalten hätten, wofern sie einige Ungelegenheiten vermeiden wollten; so daß sie für die Ge-also genöthiget waren, den Ort um Nachmittag zu verlassen, nachdem sie sich von den Gro- sandten,ßen beurlaubet hatten. Dadurch also hatten sie nicht Zeit, irgend etwas merkwürdiges inAugenschein zu nehmen. Denn so lange sie sich da aufhielten, waren sie in ihrer Wohnunggleichsam eingeschlossen, und durften nicht ein einzigesmal zu ihrer Lust ausgehen: doch er-hielten sie eine reichliche Auslösung. Die Gesandten bekamen täglich nur für sich ein jeder:sechs Katti frisch Fleisch, eine Gans, zwey Hühner, vier Schalen Sam sou, zwey TaelSalz, zwey Tael Thee, ein Tael und ein Maaß Oel, sechs Tael Mison, ein Maaß Pfef-fer, sechs Katti Kraut, vier Katti Mehl, zweene frische Fische, und zwey Tael Suttatk.

Ihrer Secretäre täglicher Gehalt war, ein Katti frisch Fleisch, fünf Maaß Thee, und ihreein Katti Mehl, ein Maaß Taufoe, fünf Coudrine Pfeffer, vier Tael Suttati, vier Leute.Maaß Oel, vier Tael Mison, ein Katti Kraut, und eine Schale Arrak. Ein jeder vonihren Bedienten ein Katti frisch Fleisch, eine Schale Arrak, zwey Tael Kraut, und einKatti Reiß.

Holz und Früchte von allerhand Art wurden ihnen täglich in großer Menge, außerden Porcellanen Schüsseln und Tellern geschickt. Die Gesandten aber ließen noch verschie-denes für ihre Tafel kaufen und war solche stets sehr prächtig, um den Chinesen zu zeigen,wie man in Holland lebte. Nachdem sie vor dem Kaiser gewesen waren, so bekamen sienoch einmal so viel, welche Gnade den Fremden selten wiederfuhr /).

Nachdem sie Peking verlassen, reisten sie zu Lande nach Sän csran rvey, wo diekai- Sie verlassenserlichen Fahrzeuge, welche sie von LJan king gebracht, lagen und auf sie warteten. Doch Peking,waren auch noch auf Seiner Majestät Befehl gewisse große Junten bestimmt, sie einzuneh-men. Allein, weil solche langsam giengen und schwer segelten: so mietheten sich die Gesand-ten leichtere Fahrzeuge, damit sie schneller fortkämen, und nicht genöthiget wären, zu Kan-ton, wenn sie erst so spät daselbst anlangten, zu überwintern: sie begaben sich mit denen tar-tarischen Herren, die sie begleiten sollten, und den kantonischen Mandarinen, welche wiederzurückgiengen, auf dieselbigen.

Den zisten des Weinmonats erreichten sie Ein tslng, wo sie vorn pinxenton zweeneoder drey Tage prächtig bewirthet wurden. Sie reisten mit einem Nordwinde ab, der sorauh und kalt war, daß sie ihn schwerlich aushalten konnten. Den 2isten des Wintermo-nats kamen sie zu Nan king an, woselbst sie sich bis den roten des Christmonats aufhielten:das Wetter war aber so sehr schlecht und kalt, daß sie die ganze Zeit über nicht auskom-men konnten.

Den zten Jenner im Jahre 1657 erreichten sie die Stadt Van nun Jan, deren Statt-halter die Gesandten mit einigen Erfrischungen und Lichtern beschenkte, welche von einemvlichten "Safte gemacht waren, der aus gewissen Bäumen kömmt, und sehr hell und

angenehm

0) Bey eben den Schriftstellern ; -Hottgtee p) LTeuhof am oben angeführten Orte, auf derThoepoe. »14 und folgenden Seite.

Ohne Zweifel der Talgbaum.

Allgem. Reistbeschr. V Band. N n