288 Reisen nach dem Reiche China.
1662 ken gebracht hatten: so segelten sie den aosten ab und giengen Süd gen West auf dem FlusseMoira"»». Chang. Um Mittag giengen sie bey der Stadt Ouanto vorbey, welche zwar klein, aber
'-^—' doch mit guten Mauern und einer Besatzung versehen war. Ein wenig weiter berührten
sie Sän wan, einen volkreichen Flecken, der voller Weber, Schmiede, Böttcher unddergleichen besondern Zünften mehr ist.
Dicht an der Mündung des Flusses trafen sie den Flecken Layon und bald hernachdas starke Fort Bemannen oder Min ja ;en an, welches mit Thürmen und einen: brei-ten Graben befestiget ist. Es liegt drey Seemeilen von Hok syew, ist so groß als einekleine Stadt, und hat verschiedene Straßen und schöne Häuser. Hier giengen die Abgeord-neten ans Ufer, den Statthalter zu begrüßen, und wurden mit Bohnensuppe, welche mitMilche vermischt war, bewirthet, als welches die größte Ehre ist, die man einem anthunkann. Eine halbe Meile darhinter gegen Südost erscheint pe tsow, ein angenehmer Ort,und gegen über an dem nordwestlichen Ufer Po sang ein großer Tempel, der für ein Wun-der gehalten wird. Um vier Uhr des Nachmittages kamen sie an eine große steinerne Brü-cke über den Fluß, welche oben mitsangen und dicken Bohlen dicht bedeckt war, die voneinem Bogen zum andern giengen 2). An jeder Seite waren Geländer von blauem Steinemit Drachen und Löwen geziert M
Hak syew oder Den aasten giengen sie über die Brücke in zwo Sänften nach Hok syew, die Mutter derChang chew Gemahlinn des Unterkönigs zu besuchen, welche sie mit Bohnensuppe und andern Speisen INb'- goldenen Schüsseln bewirthete. Sie versprach an ihren Schwiegersohn ihrentwegen zu schrei-
ben, und bey ihrer Zurückkunft mit ihnen zu speisen, weil sie ißt unpäßlich wäre. Die Straßenwaren gepflastert und so voll, daß sie kaum durch das Gedränge kommen konnten.
Den folgenden Tag kamen der Befehlshaber des Forts Eugeli und einige große Man-darinen an Bord, sie zu besuchen, und bathen sie zur Tafel. Dicht an dem Fort war einvolkreicher Flecken mit einigen Tempeln, die mit Bildern und brennenden Lampen geschmücktwaren, Den 22sten warteten sie dem Statthalter von Hok syew auf, der ihnen meldete,er hätte ihrentwegen an den Kaiser und den Unterkönig geschrieben, und zweene Mandari-nen nebst neunzig Mann bestellt, die mit ihnen nach dem Lager reisen sollten. Nach derTafel begaben sie sich wieder auf ihre Junker: und tarnen um drey Uhr nach dem Forte Anlau ja, oder Lau ic, welches hohe Mauern und eine starke Besatzung zu Pferde und zuFuße hat. Diese halten bey Tage das Land wider die Räuber sicher, welche in den Ge-birgen lauern. Den Abend kamen sie nach Lanpon, einem Flecken, der starke Handlungtreibt, und wegen eines Tempels sehr besucht wird, von dessen Götzen man meynet, daß erdas Volk im Unglücke warne. Hier verließen sie ihre Junten.
Reise zu Den 2zsten giengen sie zu Lande in Patankinen einen Fußsteig, der mit blauen und
Lande. grauen Quadersteinen gepflastert war. Ihr Weg gieng durch Ebenen voller Reiß, Frucht-bäumen und Pflanzen, die mit volkreichen Flecken besetzt und mit murmelnden Strömengewässert waren, die eine angenehme Aussicht machten. Sie sahen gleichfalls verschiedene
alte Denkmaale, die mit Bildern von Menschen, Pferden, Löwen und Drachen und mit
hohen
y) Auf der 198 Seite wird gesagt, sie habe sechs 5) Es wird kaum einer von den Namen der Oer<und dreyßig Bogen mit Kramladen an jeder Seite, tcr in diesem Tagebuche, in den Karten oder Be-Vermulhtich ist solches aus des Martini Atlas. schreibungen der Jesuiten gefunden. Vielleicht findr) Montanus in Pgilbys China auf der 71 es die in Lo kyen gebräuchlichen Namen, wo man»ud folgenden Seite. eine
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