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Fünfter Band.
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XIV Buch II Capitel. 289

hohen Bogen darüber geziert waren, worauf Grabschriften zu Ehren der Verstorbenen stun- 16 6 sden. Zu Mittage kamen sie zu zweyen großen Forts und um sechse nach der Stab Hok Montan»«,siva, wo sie in ein großes Haus geführt wurden, welches zur Wohnung für vornehme' ^ '

Personen auf Reisen bestimmt war. Es wurde ihnen auch des Nachts eine Wache gegeben.

Den folgenden Tag wurden sie von den Mandarinen besuchet und mit Früchten und andernEßwaaren beschenket.

Den Nachmittag besahen sie die Stadt, welche mitten unter den Gärten sehr anmu- Stadt Hokthig liegt. Sie ist mit Triumphbogen und prächtigen alten Gebäuden gejchmücket, welche swa.dicht neben einander stehen, eine Sache, die in China nicht so gewöhnlich ist. Sie ist mitstarken Mauern oder besser Bollwerken umgeben, und hat eine gute'Besatzung zu Pferdeund zu Fuße. Ungefähr eine Stunde weit zu gehen sind Spaziergänge von Bäumen, wo-hin die Einwohner gehen, sich zu vergnügen und zu erquicken.

Den ozsten reisten sie sehr zeitig mit einer Begleitung von fünfzig Tartarn ab, undgiengen vor vielen Festungen und Flecken vorbey. Sie kamen an einen Weg zwischen zwee-Nen Felsen, der so enge war, daß kaum zweene Wagen neben einander vorbey konnten.

An jedem Ende stund ein Blockhaus oder Fort. Auf der Spitze dieser Felsen, wo fast keineErde zu seyn scheint, wachsen viele Cypreffen und Aeschen. Gegen Mittag giengen sie beyeinem andern Blockhause vorbey, und gegen Abend durch eine Stadt mit einer guten Mauerund Besatzung. Sie ruhten ein wenig gegen Süden von derselben in einem Tempel, wosie von dem Statthalter und den vornehmsten Einwohnern besuchet, und mit Lebensrnittelnund starkem chinesischen Biere beschenket wurden, wie ihnen an allen Orten unterwegenswiederfuhr. Den folgenden Morgen bey Sonnen Aufgange konnten sie wegen der MengeVolks von beyderley Geschlechte, welches sie zu sehen kam, und van Campens Sänfteoftmals aufhielt, ihn anzugaffen, kaum durch die Straßen durchkommen. Sie trafen andiesem Tage viele Forts und Flecken an, und kamen gegen Abend nach der Stadt Hok ex Stadt Hokcho /). Die Einwohner sind meistentheils Ackersleute, ein gutartiges Volk. In einem ex cho.Flecken zwischen diesem Orte und Hok swa wird viel Porcellan gemacht.

Den 2 ?sten giengen sie durch viele große Städte und Dörfer. Den Abend blieben siein einem starken Castelle. Den folgenden Tag um drey Uhr des Nachmittages hielten siesich in einer andern Stadt auf, die mit prächtigen Gräbern, alten Gebäuden und Triumph-bogen gezieret war. Als sie den oysten weiter reisten, giengen sie über eine steinerne Brückevon verschiedenen Bogen über den großen Fluß Lo yang. Sie ist mit Quadersteinen ge-pflastert, deren einige über siebenzkg Fuß lang, viertehalb Fuß breit, und sechs Zoll dicke sind.Sie hat an beyden Seiten Geländer, und ist mit Bänken von blauen Steinen versehen, diemit Löwen, Drachen, und dergleichen gezieret sind, welche auf Fußgestellen stehen. DieChinesen sagen, diese erstaunende Brücke r) sey in einer Nacht von Engeln erbauet worden.Der mittelste Bogen, welcher abgebrochen worden, um die Annäherung des Feindes zu ver-hindern, war damals mit großen hölzernen Balken wieder ergänzet worden.

Sie

eine besondere Sprache hat. Außerdem hat der Ver-fasser des Tagebuches sie aus eine sehr ungewöhnlicheArt geschrieben- Er gedenket auch noch vieler Städtemehr, als in den Karten vorkommen. Vielleicht ver-wechselt er Flecken mit Städten-

Allgem. Reistbesthr. V Band.

Martini glaubet, es sey nichts dergleichen inder Welt. Er saget, sie stehe an der Nordwestseiteder Stadt Svan cku, und werde auch die Brückevon Van-gan genannt. Er machet eine große Be-schreibung davon.

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