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Fünfter Band.
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297
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XIV Buch. II Capitel. 297

sich z», heben führte ihn nach Japan, wo er einen ziemlich reichen Oheim hatte, welcher i66zwahrnahm, daß sein Neffe Verstand besaß, und ihm also seinen Handel anvertraute, ihn Montanas,auch mit einer Japaneserinn verheiratheke, von der er einige Kinder hatte. Endlich schickte ^er ihn mit einem Fahrzeuge, daö mit Gold - und Silberplatten und andern Gütern beladenwar, nach China, um daselbst zu handeln: Allein Nikolas machte sich kein Gewissen, sol-ches alles für sich zu behalten, und ein Seeräuber zu werden.

In dieser Verrichtung trieb er es so weit, daß er an der ganzen Küste ein Schreckenwar; und der Kaiser Song «Hing war genöthiget, ihn zu seinem Admirale zu machen, undihm manche abscheuliche Verbrechen zu verzeihen, deren er schuldig war. Hierauf setzte ersich in dem Hafen sJgan hay, dem Orte seiner Geburt, und richtete mit allen benachbartenKönigreichen eine Handlung auf. Dadurch ward er so reich, daß man sagte, er hätte denKaiser selbst an Vermögen übertreffen.

Er hatte fünfhundert bekehrte Schwarze zu seiner Wache, denn er wollte fönst niemandenkrauen; und wenn er sich in ein Gefecht einließ, so munterte er sie durch Anrufung des heili-gen Jacobs auf. Hätte er sich dem tartarischen Herrn widersetzet, so würde solcher niemalsin Fo kyen gekommen seyn. Eine von dieses letztem vornehmsten Sorgen war, Nikolasenin seine Gewalt zu bekommen, und er lud ihn oftmals ein, doch'hatte Nikolas allezeit seineSchwarzen bey sich, welche den Tartarn sehr schrecklich waren. Zuletzt ward er hintergan-gen, und nach Peking geführet. Jedermann tadelte ihn wegen seiner Thorheit, und er hakteauch bald Ursache, solche zu bereuen. Er hatte auf einige Zeit seine Freyheit, lebte abersehr unruhig. Der Kaiser, welcher ein sanftmüthiger Herr war, wollte ihn nicht ohne Ver-anlassung umbringen lassen, ließ ihn aber oft bey Tage und Nacht holen, aus Furcht, ermöchte entwischen, und zu seinem ältesten Sohne stoßen, welcher die Waffen ergriffen hatte.

Allein die Regenten für seinen unmündigen Nachfolger ließen ihn hinrichten.

Sobald sein Sohn, Namens <Que sing /), ein edler Name, der ihm von dem Kak- Que sing,ser gegeben worden, als solcher in Lokyen zum Herrn ausgerufen wurde §), von seines oder Koxin-Vaters Gefangenschaft Nachricht erhielt, so begab er sich bloß mit einem Champan, (einem ga>Fahrzeuge so groß als eine Pinke) und tausend Ducaten auf die See. Er ward aber inwenig Jahren noch glücklicher, als sein Vater, und hatte über hundert und zwanzigtausendgroße und kleine Fahrzeuge unter sich. Im Jahre 16 zy schickte der Kaiser Jsong lye,oder Noncz lye, der in Duan ronI erwählet war, eine feyerliche Gesandtschaft an ihn insein Eyland Hya mwen »-).

Due sing war muthig, tapfer, rachgierig und grausam, indem er ein halber Japanese Sein Glückund in allen Arten von Waffen ungemein geübt war. Weil er stets den Feind zuerst an- «nd seinefiel, so war kein Theil von seinem Leibe frey von Narben. Er erhielt große Siege über die Niederlage.Tartarn, und war ihnen stets überlegen, außer da er im Jahre 1659 Vkan kinA bestürmte.

Denn da wurde er geschlagen, und fast hunderttausend von seinen Leuten erlegt: da er da-mals ein ungeheures Heer hakte. Nach diesem ließen die Tartarn, um seine Absichten zuverhindern, die Küste verheeren, wie vorher schon erwähnet worden. Als die Zeitung nach

Peking

/>) Im Originale: Rue sing, daher ihn die F) Er hieß Lang vu.

Portugiesen Roxinga nennen. Im Englischen heißt --) In der Bay von -Hok syew, oder Lhanger Roscblnga. . chew tu.

Ailgem. Reisebesthr. V Band. P p