Band 
Fünfter Band.
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222 Reisen nach dem Reiche China.

1664 Den folgenden Tag schrieb Hogenhoek einen Brief an den Li po vi wegen dirs«MENÜS. Sache, und gab zu verstehen: wofern die Gefangenen nicht ausgeliefert würden,

-so würden sich einige Unruhen deswegen entspinnen. Der Feldherr nahm dieses

Mdberrn. ^ eine Drohung an, und antwortete: Hogenhoek sollte wissen, daß er Li po vi

0 ^ ' wäre, und daß es in feiner Gewalt stünde, den Holländern Gnres oder Scha-

den zu thun. Er sehte hinzu: er möchte sich solcher drohenden Ausdrücke enthal-ten, oder sonst den Hof meiden. Als der Secretär des Unterkonigs den Factor besuchte,und die rauhe Antwort des Li po vi erfuhr: so erboth er sich, solche 'seinem Herrn anzuzei-gen, indem er wüßte, daß derselbige vor zweenen oder dreyen Tagen zu dem Feldherrn ge-schickt , und ihn um die Befreyung der Gefangenen ersuchen lassen; und auf diese Art

wurde durch Vermittelung des Unterkonigs zwischen dem Feldherrn und Hogmhoekmeine Versöhnung gestiftet.

Das Castell Den 6 ten des Heumonats gieng der Aon hon oder Statthalter nach dein CastelleTiolo wird Tiolo, drey Meilen von Hok syew, den Gva tonge, einen alten Soldaten von stebenzigbelagert. Jahren zu belagern, der schon von der Zeit des Jquon, (oder Ching chi lsng), desAoxinga Vaters, sich wider die Tartarn gehalten, und dreytausend Mann unter seinerAnführung hatte. Zween« Tage nachher gieng der Tsye kau rsya nach Jen ping ch,über welche Stadt er wider Willen der Einwohner zum Statthalter gemacht worden e).Er hatte vier- oder fünfhundert Soldaten und achtzig Junten, welche bey der Rückkunft derholländischen Flotte mit ihr nach Tay wan gehen sollten.

Verbothen« Diesen Monat führten die Kaufleute von tTan king, welche mit ihren SeidemvaarenHandel. aus der Landschaft Ehe kyang kamen, alle ihre Güter nach Sink syew, ohne das geringstenach Hok syew zu bringen, welches dem holländischen Handel,sehr nachtheilig war. Weilder Hay tan kon, Statthalter von Sink syew, und andere, öffentlich keine Junten nachJapan, den Manillen oder Tay wan senden dürfen: so bedienen sie sich dieses Kunstgriffes:Sie laden die Fahrzeuge, welche sie wegzuschicken gedenken, an den Kayen oder Anführ-ten. Wenn solche nun aber eben auskaufen wollen: so kömmt die Zeitung, es wären einigefeindliche Junten an der Küste. Auf diese Nachricht laden die Kaufleute ihre Barken wie-der aus, und schicken solche wider die Feinde zu fechten. Inzwischen laden sie solche desNachts in geheim wiederum mit verbothencn Gütern, und gehen mit Anbruche des Tagesab. Es kann dieses aber ohne Nachsicht der Aufseher nicht geschehen, als welche wohl wissen,daß die Großen an der Fracht mit Theil haben.

Gewaltige» Den I?ten entstund ein heftiger Sturm, der mit gewaltigen Regengüssen begleitetSturm. War, welche neun Tage lang hinter einander ohne Aufhören anhielten, und auf dem Landegroßen Schaden thaten. In Hok syew wurden viele Häuser weggeschwemmt, und zwanzigLeute ersoffen. In den Straßen von Lam rhay /) stund das Wasser kniehoch, und liefin Sink fyew so hoch an, daß viertausend von den Einwohnern mit der Fluth weggeführtwurden, welche in dem Fort vierzehn oder fünfzehn Fuß hoch stieg. An einigen Ortenschwemmte das Wasser ganze Dorfschaften weg. Es wurden über zweytaufend Pikol weiße

Dieses ist die Stadt, von welcher Lhittg kesä» König genannt wurde.

e) Sie hielten ihn für einen Verräth« MRing ffa.