Band 
Fünfter Band.
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321
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XIV Buch IN Capitel. Z2I

Den 29sten wohnten die Holländer dem Feste PL lou bey, welches durch das ganze 1664Reich gefeyert wird. Sie fahren dabey in langen neu gemalten Booten, die nach denen Momanus.Parteyen, welche sie zu dem Ende gemacht haben, mit seidenen Flaggen und Wimpeln ge- ^ ^,ziert sind. Man erzählte Hogenhoeken von diesem Feste, es hätte ehemals ein Statthabter von paracelles, einem an Gold und Silber fruchtbaren Lande vorhergesagt, es würdesolches Eyland überschwemmt werden, und er wäre daher mit seinen Freunden, und denje-nigen, die seiner Prophezeyung geglaubet, von da an die Küste von China geflohen, wo erals ein Gott des Meeres verehret würde. Denn bald darauf wäre das Eyland, wie sie er-zählen , gesunken. Zum Andenken desselben nun hielten sie diesen Festtag.

Den zosten kam ein Mandarin vom Li po vi, Hogenhoeken zu ersuchen, er möchte sich Die Abge-etwas zeitig in der Abgeordneten Behausung einfinden. Als er dahin kam, so fand er sie ordnetenbeschäfftigt, ihre Güter einzupacken, und ihre Sklaven zwey und zwey zusammen zu fesseln, sehen wie-an der Zahl sechs bis siebenhundert, von beyderley Geschlechte, welche sie zu A mwi und ^ zurück.Ouemrvi genommen hatten. Bey ihrer Abreise dankten sie dem Factore für seine Geschenke:sie sagten aber, sie wüßten nicht, ob es der Kaiser zugeben würde, daß sie solche reiche Ge-schenke behielten. Hogenhoek trunk ihnen Seiner Majestät Gesundheit in einem großenGlase Sect zu, welches lustig herum gieng. Die Abgeschickten bewunderten den vortreff-lichen Geschmack des Getränkes, und bathen, man möchte einem jeden von ihren vornehm-sten Bedienten ein Glas geben, damit sie sagen könnten, sie hatten davon getrunken, wennsie nach Peking kämen.

Den folgenden Tag schloß der Feldherr Li po vi seine Thüren, indem er entschlossenwar, sich den Geschäfften wegen seines Alters gänzlich zu entziehen. Er war Willens, nachPeking zu gehen; vermöge der Briefe von seiner Gemahlinn, welche des Kaisers Muhmewar. Der Staakörath hatte in Vorschlag gebracht, ihn zum Statthalter dreyer Landschaf-ten zu machen: allein er schlug diese Ehre aus, und hielt um die Erlaubniß an, sich zurRuhe zu begeben,

Weil die Holländer in zweenen Monaten keine Bezahlung des Geldes für ihre Tafelbekommen hatten: so beklagte sich der Oberfactor erst deswegen bey dem Statthalter vonHok syew, und darauf bey dem Unterkönige und Feldherrn, welcher sehr ungehalten überdie dazu bestimmten Mandarinen war, und ihnen sogleich befahl, das Rückständige den fol-genden Tag zu bezahlen, und fortan ordentlich, zu Ende eines jeden Monats, den Ge-halt abzutragen.

Da auch Hogenhoek in Maetzuikers Namen Ansuchung gethan, es möchten ihm Neu« Strei-die holländischen Gefangenen ausgeliefert werden, welche von Formosa gekommen: so ließ kigkeit.ihm der Feldherr melden, er hätte den Tsye kau tjya deswegen holen lassen, der ihm abergeantwortet, die Gefangenen hätten ihm gesagt: sie wollten sich eher in Stücken zer-hauen lassen, als wieder zu ihren Landesleucen zurück kehren; und die Negerjun-gen sagten eben das. Der Faetor antwortete: es käme ihm wunderlich vor, daß sie sichweigern sollten, zu kommen, da alle Tage einer oder der andere mit ihm spräche, ihnen ihreFreyheit zu verschaffen. Er sehte hinzu, er hätte vernommen, sie wären gefesselt, und- inengern Verhaft gebracht worden, seitdem er den Feldherrn wegen ihrer Besreyung ersuchthatte; und er glaubte, es hätte Tjye kau tsya einen falschen Bericht von der Sacheabgestattet.

Allgem. Reisebeschr. v Band.

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