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XlV Buch IV Capitel. 347
Er erstaunte recht über die Nachricht, welche ihm der Dolünetscher von den Geschen- 1667ken für den Kaiftr gegeben hatte. Darauf fragte er den Gesandten, ob er nicht einige Pi- Montan»«,stolen und Degenklingen hatte? Man wurde daher bewogen, ihm ein Schwerdt und einen' ^
Carabiner, an statt eines Pistoles, zu geben. Denn diese Art von Waffen war ihnenschon sehr abgegangen, weil überall nach nichts, als nur nach diesen beyden Arten von Ge-wehre, gefraget wurde. Hierzu fügte man noch einige nachgemachte Perlen, und etwasblaues Tuch. Dieses nahm er an: die übrigen Sachen aber, welche man hinzu thun woll-te, gab er wieder zurück. Nach diesem kamen auch verschiedene von seinen Kindern, undwollten Seine Excellenz sehen. Diese beschenkte man mit Halsketten von Ambra und an-dern Kleinigkeiten.
Bis Abends warteten sie auf Fahrzeuge, die sie über den Ay ang überführen sollten. Abergläubi-Denn eö war keines vorhanden, außer nur ein großes Boot, welches der vornehmste Man- sches Opfer,darin, der sie begleitete, für sich selbst behielt. Darauf rückten sie gegen die Mündungdes Hafens zu, und kamen an einen Tempel, wo die Mandarinen einen Bock und einSchwein, opferten, weil sie außerdem den Fluß nicht hinauf fahren durften. Der vor-nehmste von ihnen trug das geschlachtete Opfer hinein, um es auf den Altar zu legen. Beydessen Annäherung fiel der Priester andächtig auf seine Knie, und fing an, zu sich selbst zumurmeln und zu bethen. Der Tempel war roth angestrichen, und mit Lampen behängt,welche Tag und Nacht für die abgeschiedenen Seelen brennen mußten. Auf der einenSeite des Altars stund ein Trog, worein sie ihre Opfer legten. Auf der andern Seite stund«in Gefäß von Binsen, mit einigen Stücken Rohr, welches die Loose waren, die die Prie-ster warfen, um zukünftige Begebenheiten zu erfahren.
Den nächstfolgenden Tag, Nachmittage, kam der Feldherr mit einem Gefolge vongroßen Herren, zu eben diesem Tempel. So bald er hinein getreten war, ließ er den Ge-sandten holen, und ihn bitten, daß er seine Musik mitbringen möchte. Der Statthaltersehte ihnen Bohnensuppe vor. Seine Excellenz aber bewirthete sie mit eingemachten Mu-skatennüssen. Diese aßen sie mit großem Vergnügen, weil sie dergleichen zuvor niemalsgekostet hatten.
Sonnabends, den roten, welches der Ostertag war, giengen sie, mit einem Südost- Derkänig-winde, unter Segel; fuhren über den Ayang, und liefen, an der Nordseite, durch eine licheCanalgroße Schleuse, etwan eineVierkhelmeile von dem Castelle düua syerv oder Oua chew§), Sachen»,in einen Graben ein. Dieses ist eben derjenige, welchen Neuhof die kaiserliche Fahrtnennt /r). Als sie eine halbe Meile fortgerückt waren, kamen sie, mit vielen Krümmen undWendungen, an das Dorf Tong «lang hong. Hier ruheten sie etwas aus, und der Ge-sandte stieg ans Land, um die obengemeldeten Schleusen zu besehen. Er gieng auch gegenden Tempel zu, wo er zween Mandarinen antraf, die ihn bewillkommeten. Diese bewirtheteer am Borde mit spanischem Weine. Sie gaben ihm Nachricht, daß Tay wan in einenelenden Zustand gesehet worden wäre, und daß die Schuld daran läge, weil die Küste vonChina verheeret worden, und so genau bewachet würde. Dieses hinderte auch, wie mansagte, die auswärtige Handlung. Der Kaiser hätte aber hieher gesendet, und den Roxin--
'ck x 2 ganern,
O Das ist -Herr, oder vielmehr großer Herr. e) Hier wird Lhew auch Sie» oder Sxew ge-Außerdem, daß er die Würde eines Statthalters schrieben,bekleidete, war er auch General oder Befehlshaber /§) Siehe oben auf der 2,56 Seite,über die dastgen Soldaten.