Band 
Fünfter Band.
Seite
355
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XIV Buch lV Capitel. Z55

und steht in einem Thale. Die Mauern haben etwan eine Stunde Weges im Umfange. r 6 6 7In derselben findet man zwo vor andern große Straßen, welche durch die Stadt hindurch Montan»« ,gehen. In der Mitte derselben steht ein hoher Triumphbogen mit vier Oeffnungen, und' " '

eben so viel Dächern übereinander. Die Thore sind sehr stark, und haben, an jeder Seite,vier Bollwerke. Auf der nördlichen Seite ist eine Brücke, hundert und dreyßig Schrittlang, die über ein Wasser geschlagen ist, welches um die Stadt herum fließt. An derSüdseite ist eine sehr volkreiche Vorstadt, welche großen Handel treibt. Auf der östlichenSeite steht ein eiserner Pfeiler, fünftehalb Faden dick und bey zwanzig Fuß hoch, worinnen Eisernerunten an dem Gestelle chinesische Character eingegraben sind. Er wurde vor siebenhundert Pfeiler, alsJahren aufgerichtet, und zwar als ein Ehrendenkmaal eines Helden, der darunter begra-den liegt, und wegen seiner Tapferkeit und seiner dem Vaterlande geleisteten Dienste "berühmt, ist.

Den 22sten verließen sie Tung chang. Als sie über anderthalbe Seemeile fortgese-gelt waren, kamen sie gegen Mittag nach Sinsra, wo sie, aus Mangel am Wasser, bisden 24sten vor einer Schleuse stille lagen. Darauf paßirten sie dieselbe des Morgens, undgegen Mittag noch eine andere. Sie liefen auch vor Shu fu §), Liankorsue und Lian-kocza vorbey. Nachmittage machten sie bey Tu rsau vor einem Wasserrhore Halte, nach-dem sie diesen Tag über eine Meile bugsieret hätten. Den nächstfolgenden Morgen liefensie durch eine andere Schleuse, und gegen Mittag kamen sie nach lMursjavaan. Nach-gehends fuhren sie vor Oursjaven, Tayki'aflr und Tayhraven vorbey. Ueber diesemOrte war der Canal so seichte, und mit kaiserlichen Fahrzeugen so angefüllet, daß sie genö-thigt wurden, Halte zu machen, nachdem sie sich diesen Tag drey Meilen hatten fort-ziehen lassen.

Den 26sten kamen sie, nachdem sie eine halbe Meile fortgerückt waren, zu Linfmg Lintsinchew.an. Durch diesen Ort segelten sie fort, bis sie an ein Schutzbrett kamen, welches mit eiser-nen Ketten verschlossen war; so daß sie nicht eher fortrücken konnten, als bis ein neuerStatthalter ankam: denn der alte war abgesetzet worden. Den 29sten, an einem Psingst-tage, stellte sich der Statthalter von Tong chang fu ein, als welcher nunmehr dieseWürde bekleiden sollte. Der Gesandte ließ ihn ersuchen, daß er die Schleuse öffnen lassenmöchte. Es wurde dieserwegen ein Mandarin abgeschicket, der zugleich die Barken durch-suchen sollte. Allein van Hoorn gestattete ihm nicht, die Kisten oder Packe aufzumachen.

Er gieng also wiederum weg, ohne sie zu sehen. Zuvor aber wurde er mit zwey StückenLeinewand beschenket; und dieses war alles, was er suchte.

Den nächstfolgenden Tag fuhren sie durch die Schleuse, und liefen durch die Stadt in Sie laufenden Fluß Guev oder Gero /) ein, welcher von Süden kömmt, und wo der Canal Jun 'si den Flußsich endiget. Auf ihrer Reise durch denselben waren sie sieben und vierzig Schleusen />) oder ^uey ei«.Wasserthore, nicht ohne große Beschwerlichkeit und Zeitverlust, passiret, und hatten zweyund dreyßig Tage auf dieser Fahrt zugebracht. Dennoch sagten die Chinesen, daß sie einegeschwinde und glückliche Reise gehabt hätten. Denn einige Jahre zuvor wäre so wenig

Py 2 Wasser

Die Beschreibung, die von dieser Stadt und mit beygebracht worden ist.ihrem schönen Tkurme gegeben ist, scheint aus dem ,) Am der Landkarte: Wev.

Ncuhof genommen zu seyn, und ist mit dem>e« ^

rügen einerley, was oben auf der rasten Seite /-) Nmhof saget, acht und fünfzig.