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Reisen nach dem Reiche China.
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Der V Abschnitt.
Des Gesandten Aufnahme bey Hofe.
Er wird in den Pallast des Großkanzlers geführet.Die Pferde und Ochsen werden von dem Kaiserin Augenschein genommen; wie auch die übrigenGeschenke. Die großen Mandarinen statten ih-ren Besuch bey ihm ab. Die koreanischen Ab-gesandten. Man machet dem geheimen Siegel-verwahrer seine Aufwartung, und bezeuget seineUnterthänigkeit vor dem kaiserlichen Throne. Ge-schenke für die Tay Zins. Ansuchen der Hollän-der bey dem Kaiser. Das Geschenk des Ge-
sandten für Seine Majestät wird vom Li pu inAugenschein genommen. Streitigkeiten wegenAnnehmung der Geschenke der Tay Zins. Siewerden ausgeschlagen. Erstes Gastmahl des Ge-sandten bey dem Kaiser. Bitte an den Li pu. Darzweyte Gastmahl. Gebräuche bey Ueberneh-mung der kaiserlichen Geschenke. Die Hollän-der verlassen Peking. Syen sing wey. Si»kiang pu. Sie langen zu Hok syew an.
Sie werden §Aon dem Stadtthore wurde der Gesandte, nebst seinem Gefolge durch eine Menge vonnach desGroß'^ Zuschauern, vor dem kaiserlichen Pallaste vorbey, und nach dem Pallaste des oberstenkanzlers Ta raus oder Kanzlers geführet, welcher hinter dem kaiserlichen Pallaste stund. Hier ließman sie unter dem Thore, oder in dem' Vorhofe, niedersetzen, um den Zulauf des Volks zuvermeiden, welche bey Tausenden vor dem Pallaste stünde», und die Geschenke sehen woll-ten. Als diese angelanget waren, wurden sie in ein Zimmer geführet, wo sie einige Geheim-schreiber an einem Tische sitzen sahen, welche dem van Hoorn winkten, daß er sich aufden Boden niedersetzen sollte. Als aber derselbe versetzte, daß er besser stehen könnte: soersuchten sie ihn, daß er an eben dem Tische Platz nehmen möchte, woran sie saßen. Die-ses that er. Hierauf fragten sie ihn verschiedenes auf Befehl des Li pu, die Geschenkeund den Rang seiner Leute betreffend. Hernach setzten sie ihm etwas zu essen vor.
Pallaste ge, Inzwischen kam,der oberste Ta tau in voller Eile, um zu sehen, was der Gesandteführet. gegen den kaiserlichen Brief für Ehrerbiethung bezeugen würde, den die Holländer so schwerhatten erhalten können. Er that dieses mit bloßem Haupte und mit dreymaliger Verbeu-gung. Hierauf legte er ihn mit beyden Händen auf einen Tisch, der mit rothem Tuche be-decket war, weil er nicht Zeit hatte, ihn in einer silbernen Schüssel hinzusetzen. Als diesesgeschehen war, so fingen die Holländer an, die Geschenke aufzumachen. Nachgehends wurdeder Gesandte in das Hauö geführet, welches man für ihn zubereitet hatte. Hier erstaunteer ganz, als er sah, daß weder Platz genug für die Geschenke, noch sonst einige Beguem-lichkeit für ihn und seine Leute vorhanden war. Er fragte deswegen die Mandarinen, wel-che ihn dahin gebracht hatten, ob sich dieses Haus für einen Gesandten schickte, der mit sokostbaren Geschenken eine so weite Reise hieher gekommen wäre, und dessen Landsleute deinKaiser so ansehnliche Dienste geleistet hätten? Als sie sahen, daß er Ursache hatte, sich zubeklagen: sagten sie, daß sie ihren Herren davon Bericht erstatten, und ihnen zureden woll-ten, daß sie ihm den folgenden Tag eine bessere Wohnung anweisen möchten.
Die Pferde Indessen wurde ihnen angedeutet, daß die Pferde und Ochsen -r) in Bereitschaft gr-ünd Ochsen halten werden sollten, damit sie den nächsten Morgen nach Hofe gebracht werden könnten.
Dieses verursachte dem Gesandten neue Unruhe, weil er hierzu nicht Zeit genug übrig hatte.Als hernach einer von den Li pu kam, und sie, vor Anbruche des Tages, abholen wollte:
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Die Ochftn waren aus Bengalen, »ich die Pferde aus Gerste».
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