Band 
Fünfter Band.
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363
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XIV Buch IV Capitel. z6z

Tag ein Schaf haben, und alle fünf Tage hundert Birnen, fünf Datti Trauben, oder Ro- 1667smen, eben so viel getrocknete Pflaumen, und hundert und fünfzig Apricosen. Für sechs Moncanns.Personen sollten täglich zwölf Darrt Schweinefleisch, sechs Darri Mehl, sechs Datti ^ '

Tawhu, drey Tael schwarzer woersjoe, anderthalb Darrt Mefu, ebenso viel Goya,eben so viel Oel, und sechs große Gefäße Getränke. Für fünfzehn Mann sollten täglichachtehalb Darrt Schweinefleisch, zwey Darrt Kräuter, ein Darrt Salz, und fünf KrügeGetränke <?).

Nachmittage vernahmen sie mit Vergnügen, daß der Kaiser die Geschenke besehen, Man bezeu-und wohl aufgenommen hätte. Es kamen auch zweene Mandarinen, und erkundigten sich, S" dem ge-ob der Gesandte nach zweenen Tagen zur Zamboje gehen, das ist, dem Kaiser die Auf- ^"""Er-wartung machen, und sich den folgenden Morgen bey dem geheimen Siegelverwahrer ein- ^ ^„x'un-finden könnte? Van Hoorn antwortete mit ja. Den 2gsten, um neun Uhr, kam ein tcrchänig-Mandarin, und führte ihn, nebst neun Personen von seinen Leuten, zu dem Hause eines keit.großen Mandarins, welches hinter des Ta ran seinem stund. Von hier sahen sie durchein Thor des Pallastes den Platz, wo das Siegel aufbehalten ward, und welcher ein kleinesachteckigtes Häuschen ist. Als sie sich eine halbe Stunde lang unter das Thor niedergesetzthatten, um sich vor der Sonne zu schützen, höreten sie eine Stimme, welche ihnen zurief:

Steiger herauf. Als sie bey fünfzehn Schritte fortgegangen waren, rief eben diese Stimme:

Dniec nieder. Kurz hernach schrie sie: Beuger eure Häupter dreymal, und stehetauf. Gleich darauf hörten sie dieselbe wiederum sagen: Dnier nieder, und beuget euchnoch dreymal. Als dieses geschehen war, wurde ihnen zugerufen: Stehet auf, undgehet nach euren Wohnungen.

Kurze Zeit hernach, als der Gesandte nach Hause gekommen war, kam der obersteTa ran, oder Staatsrath, nebst zween Lt pu, zu ihm, und that verschiedene Fragen anihn; wurde aber in kurzem genöthiget, sich wegen der Hitze wieder fortzumachen: denn eöwar Mittag, und das Haus war sehr klein. Als er weggieng, schlug er ein Geschenk vonzwey Pistolen, einem Flintenschlosse, und zwo Degenklingen aus, und ließ sich vernehmen,daß er schon an dem guten Willen des Gesandten genug hätte. Die zween andern Manda-rinen brachten den größten Theil des Tages damit zu, daß sie allerhand nichtSwürdige Fra-gen thaten, als: was die Schafe und die Hasen in Holland für Schwänze hätten? unddiese Fragen wurden, nebst den Antworten, von dem Secretär aufgeschrieben. Bey ihrerRückkehr weigerten sie sich ebenfalls, Geschenke anzunehmen. Indessen schickte der Kaiserden Holländern achtzehn kartarische Sättel, damit sie sich deren bedienen könnten, so langesie sich zu Peking aufhielten.

Den azsten, nach Mitternacht, stellete sich der Obersecretär des Li pu, nebst zween Sie Sezcu,Mandarinen ein, welche alle kostbar gekleidet waren. Diese führten den Gesandten, und gen ihre Un,die meisten von seinen Leuten, nach dem Pallaste zu. Sie giengcn durch drey Thore auf terthäiügkeiteben demselben Platze, wo sie den vorigen Morgen gesessen hatten, und erhielten dasilbstBefehl, so lange zu verziehen, bis der Tag anbräche, und der Kaiser aussseinem Throneerscheinen würde. Sie warteten zwo Stunden im Dunkeln. Als hernach der Tag anbrach,sahen sie die Ebene voll Mandarinen in ihren Staatskleidern, welche zur Zamboje, oder umdem Kaiser ihre Aufwartung zu machen, hieher gekommen waren. Eine halbe Stunde

Z z 2 hernach

</) Montanus in Dgilbys China, auf der 319 und folgenden Seite.