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Reisen nach -em Reiche China.
1655
ErzählungderIesuiten.'--^
I Abschnitt,dem erstern Briefe.
selbst werden falsche Nachrichten von ihnen bey-gebracht. Eintheilung der Geschenke: erstlichfür den Kaiser; hernach für die Kaiserinn; so-dann für die Mutter der Kaiserinn. Geschen-ke der Gesandten. Vertrauen der Jesuiten.Rath der Bittschriften. Kaiserlicher Befehl.Die Mönche erlangen, durch ärgerliche- Ver-fahren und durch Lügen, den Sieg.
Die Hollän-der erhaltenErlaubniß,
nach Hofe zukommen.
Das V Kapitel.
Eine Erzählung von der Gesandtschaft derHollander imIahre >6^
und von denen Kunstgriffen, welche die Jesuiten gebrauchet haben,die Absichten derselben zu hintertreiben.
Aus den Briefen zwoer Personen s) genommen, welche in diese Handel mit
eingeflochten gewesen.
Der
Auszug aus
Die Holländer erhalten Erlaubniß, nach Hofe zukommen. Die Jesuiten bemühen sich, dieses zuhindern: können aber anfangs ihren Zweck nichterreichen. Hierauf nehmen sie ihre Zuflucht zuVerleumdungen, und nehmen die Chinesen imvoraris wider die Holländer ein. Pracht derGesandtschaft Die Jesuiten vermeiden die Hol-länder. Sowohl die Chinescr, als die Tartarn,werden von jenen gewonnen; und dem Kaiser
ie Holländer wollten es nunmehr den Portugiesen, sowohl in China, als in andernGegenden, überall gleich thun. Vier Jesuiten, welche damals am Hofe lebten,und worunter sich der Verfasser mit befand, fasteten daher den Entschluß, allesmögliche anzuwenden, um ihre Absicht rückgängig zu machen; ob sie schon gar wohl einsa-hen, daß ihnen dieses Unternehmen um so viel schwerer fallen würde, weil sie mit einemFeinde zu thun hatten, der mit sehr vielem Golde und Silber, wodurch die Großen amleichtesten gewonnen werden können, versehen war, und außerdem alle andere Seltenheitenbey sich hatte, welche sowohl die Habsucht, als die Neugierde, befriedigen konnten.
Als sie den zten des Herbstmonats im Jahre 1655 zu Ixanron angelanget waren, such-ten sie um Erlaubniß an, nach Peking zu kommen. Da sie aber in ihrem ersten Ansuchennicht glücklich gewesen waren, und sich scheusten, zum andern male anzuhalten, weil sie be-sorgten, der Kaiser und der Rath möchten auf den Argwohn gerathen, daß sie nur ihreneigenen Privatvortheil suchten: so wendeten sie sich an den Unterköm'g von Ranron, der siemit vieler Freundlichkeit aufnahm, und bathen ihn, ihre zweyte Bittschrift nach Hofe zusenden. Hierzu fügten sie viele Briefe an Hosieute, und eine große Menge von herrlichenVersprechungen. Hierauf wurde ihnen, ohne daß sich jemand dawider gesetzt hätte, ver-stattet, nach Hofe zu kommen, und ein sehr günstiges Gehör versprochen.
Fünfzehn
a) Diese Erzählung wird in einem Briefe ge, 2s Jul. 165; an den Kaiser von China undgeben, wovon man die Uebersetzung in des Ggilb)? der Tarrarey abgefertiget hat, nm eine fteftChina I Bande auf der 299 Seite unter folgen- -Handlung in den -Hafen seines Raistrtbnmsder Aufschrift findet: Erzählung von dem Er- auszuwirken; nebst einer Zuschrift anAnto-folge einer Gesandtschaft, die Johann tNaet- nio de Camera, Generalcapitan der GcaSl;uik«r von Baden, General zu Batavia, den des Samens Gottes, und an die Obrigkeit
daselbst;
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