Band 
Fünfter Band.
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XIV Buch V Capitel. Z9'

würde, als alles, was die Holländer mit sich gebracht hätten; und daß dieses sie ^) in der 1655That in seiner Gunst hätte fest sehen, und diesen Ketzern alle Zugänge in dem Kaiserthume Erzählungversperren können. Er bemerket aber, daß die Missionarien in einer zu große!» Entfernung^^imten.von Makau gewesen wären, als sie die Portugiesen um ihren Beystand bey dieser Gele-genheit hätten ansprechen können. Er zweifelt auch, ob ihnen, im Falle sie es gethan hät-ten , ihr Ansuchen würde bewilliget worden seyn. Indessen versichert er seinen Freund, daßer weder Kunst noch Mühe sparen wollte, um die Holländer recht nach dem Leben abzuschil-dern. Er füget hinzu, daß es itzo sehr schwer fallen würde, einen von den Mandarinenauf seine Seite zu bekommen, welcher sich für ihn ins Mittel schlüge. Denn die Feindehätten durch Geschenke so viele von ihnen auf ihre Seite gebracht, daß tausend Pfund itzodasjenige kaum ausrichten könnten, was man ehedem durch hundert Pfund hätte bewerk-stelligen können r).

Den isten August wurde der Mandarin von Aanton, und ein großer Mandarin aus werben abereiner andern Provinz, welcher die Holländer nach Hofe begleitet hatte, in das Jesuitercolle- doch bewa-gium gebracht. Diese meldeten dem Johann Adam unter andern: Die Brüderschaft,welche den Namen Sin a vang ä) führte, hätte den Entschluß gefaßt, die Holländer zueinem Feste einzuladen. Man hätte ihnen aber nicht erlaubet, nur vor die Thüre herauszu gehen. Dieses hätte verursacht, daß sie an der Ausführung ihrer Absicht verzweifelthätten, so, daß sie sich auch erklärt hätten, sie wären gar nicht hieher gekommen, um dieErrichtung eines Handels zu suchen. Da sie nunmehr bey dem Kaiser ihren Glückwunschabgestattet hatten: so verlangten sie, daß man sie wiederum abreisen lassen möchte. Siehätten ein sehr auserlesenes Geschenk für ihn, den Adam, bestimmt: weil ihnen aber nichtzugelassen würde, auszugehen: so könnten sie dasselbe nicht überbringen. Doch hofften sie,er würde sie bey dem Kaiser nicht anzuschwärzen suchen.

Den 6sten dieses Monats ließ ihn der Kaiser nach Hofe kommen, um, nebst den Die JesuitenAoli, in der Sache der Holländer zu arbeiten. Sobald er erschien, zeigte man ihm die scheu sichAbschrift von einem Befehle, der bereits entworfen, aber noch nicht von dem Kaiser besta- *^se>tiget worden war, als welcher, wie man sagte, ihn gern darüber zu Rathe ziehen wollte.

Dieser Befehl war für die Holländer sehr günstig eingerichtet. Man pries darinnen ihreGröße, und erhub ihre Verdienste, daß sie aus so fernen Landen hieher gekommen wären,um Seine kaiserliche Majestät zu sehen, und ihnen Glück zu wünschen. Als nun das Ge-richt dem Kaiser, wegen der Handlung in dessen Staaten, um welche die Holländer Ansu-chung gethan, sein Gutachten eröffnen sollte: so erklärten sie sich, aus diesem Grunde, einmü-thig, daß sie geneigt wären, ihnen in ihrem Ansuchen zu willfahren. Auf Befragen desVorsitzenden Raths, ob der Jesuit hiermit zufrieden wäre? antwortete dieser mit Nein, undstellte seine Gründe diestrwegen vor: daß nämlich, weil eine solche Freyheit vormals nochkeinem Fremden gestattet worden wäre, es deutlich an dem Tage läge, daß ein solches Ver-fahren jederzeit für unsicher und gefährlich gehalten worden wäre; und daß man, bey Ver-gönnung einer solchen Freyheit, viel größeres Uebel von den Holländern zu befürchten hätte,als von irgend einer Nation unter der Sonnen. Allein, sagte Adam, allem Vermu-then

L) Nämlich die Missonarios, oder die Portu« auf ihre eigene Verleumdung, haben stützen kän-giesen. „e„.

e) Hieraus erhellet,. daß sie sich auf nichts, als Bey dem Ggilby heißt sie Lin g,vam.