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Fünfter Band.
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Reisen nach dein Reiche China.

16 - 8 Zweene Tage darauf reiste er weiter, nachdem ihn ein christlicher Arzt wohl bewirthet,Na^rerre. und andere ihm kleine Geschenke gegeben hatten. Er gieng durch die Stadt, dieungemein

"-^-' schön ist; und ob es wohl die kleinste Hauptstadt in China ist, so saget man doch, daß sie

Beschreibung Ee Million Menschen enthalten soll. Die Vorstadt, da er hinein kam, war eine Seemeileder Sradt. und hatte eine unglaubliche Menge Volks, ohne daß unter solchem ein einziges Weibs-bild gewesen wäre. Er gieng durch eine sehr breite, lange, wohlgepflasterte, und reine Straße.Auf beyden Seiten befanden sich Kramläden, von allen Arten von Waaren, die man nurverlangen konnte. Da er hier drey Mandarinen, in ziemlichen WZeitei, von einander, an-traf: so befahl man ihm, aus seinem Sessel, oder Palankin, heraus zu steigen; und er erstaunteüber ihr ansehnliches Wesen, ihre Pracht, und ihre Begleitung.

Hohe Berge. Von Lo chero reisten sie noch fünf Tage über Berge, die bis an die Wolken ragten.

Die letzte Nacht lagen sie in einem kleinen Schlosse, in dem sich etwan fünfzig Soldatenbefanden. Er versichert, daß.man ihn hier mit unglaublicher Höflichkeit empfangen, undder Befehlshaber ihm sein eigenes Schlafzimmer angebothen habe. Den Tag darauf istderselbe mit andern an die Thüre gekommen, Abschied zu nehmen, und hat wegen derschlechten Bewirthung um Verzeihung gebethen. Der Verfasser saget, er sey über solchesBezeugen, bey Ungläubigen, ganz erstaunt; meldet aber dabey, die Europäer würden beyihnen für Barbaren gehalten ^).

Diesen Tag, den ?ten des Wintermonats, gieng er sieben höllische Berge, wie ersich ausdrücket, auf und nieder. Als er sich auf dem letzten befand, so regnete es stark.Bey dem sehr verdrüßlichen Heruntersteigen vom Berge, trafen sie eine Compagnie Reuteran, die ihn alle nach ihrer Art grüßten.

Fonganhyen. Weil sie in den Vorstädten von Fo ngan spät anlangten: so kamen sie in ein Haus,

wo sie in ihren nassen Kleidern auf dem Strohe liegen mußten, und nichts zu essen hatten.Den Tag darauf gieng er in die Stadt, und fand in der Kirche drey Miffionaricn von derProvinz Manilla. Die Dominicaner hatten hier ihre erste Kirche in China.

So lange bis der Verfasser das Heer zu Lokyen antraf, reiste er mit seinem Rosenkränzeum den Hals, einem Kreuze, von der Art, das vom Sr. Toribuis genannt wird, undeinem daranhängenden Schaustücke. Weil es von Achat war, dergleichen es in China nichtgiebt: so sahen es die Leute an, befühlten es, wunderten sich, wovon es wäre, und damitwar es aus. Als sie aber durch das Heer gehen sollten, so nahm es ihm fein chinesischerFreund ab, und gab ihm durch Zeichen zu verstehen, er sollte es weglegen, welches er that,obgleich alle wußten, daß er ein Prediger des Evangelii war, und sein Begleiter ihnensolches ungefragt meldete.

Während dieser Reise, sah er unzählige Städte, Flecken, Dörfer, und Landhäuser,und selten waren sie in einer Gegend, wo ihnen nicht eitrige in die Augen gefallen wären.Die Menge von Obste, Fleische, Fischen, Kuchen, allerley Arten, und andern mannigfalti-gen Dingen, war zu bewundern. Er stund eine gute Weile an einem Wirthshause, einemzuzusehen, der Speck klein hackte, solchen unter die Speise, die er zurichtete, zu mengen.Zeit seines Lebens hat er nicht so viel Geschäfftigkeit, Hurtigkeit, Reinlichkeit und Sauber-keit gesehen, als bey diesem Chinesen. Längst an den Wegen bemerkte er verschiedene Pa-piermühlen. Am meisten bewunderte er bey diesem Volke, daß sie solche Maschinen auf ein

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-) Die Europäer werden solches leugnen, ohne ihre Sitten zu bessern.