1669
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ErsterStatt-
halter,
lleberlistet
dieZesuiten;
Nimmt St.Paul ein.
Handel nachKanton.
424 Reifen nach dem Reiche China.
Erstlich war die Regierungsform republikanisch eingerichtet, und bestund aus den älte-sten Rathen, ohne einen General, weil es kein eroberter Platz. war.
Das erstemal als sich die Holländer vor dieser Stadt /) zeigten, das Eyland zu beobach-ten, war es nicht ummauert. Aus Furcht vor einem andern Besuche, sandten sie nachGsa, und hielten um einen Statthalter, und eine Besatzung von dreyhundert Mann, an.Der Unterkönig schickte ihnen Don Lrancisco de Mascarennas. Bey seiner Ankunft gabensie ihm, statt der Festung, ein Haus zu bewohnen, und gehorchten des Königs Befehlen, soviel ihnen beliebte. Dieses verursachte große Zwistigkeiten, und machte, daß er sich in dasKloster des heiligen Auguftins begab, in welches die Portugiesen aus dem St. Paulsklo-ster drey Kugeln nach ihm schössen. Als der Statthalter sah, daß durch Zwang nichts gu-tes bey ihnen auszurichten war, so fing er an, ihnen zu schmeicheln, und die Sachen nachihrem Gefallen einzurichten. Diese veränderte Aufführung machte, daß sie glaubten, er seyihr Freund geworden, und vertrieb alles Mistrauen.
Als er eines Tages die Jesuiten in ihrem Collegio besuchte,so sagte er zu ihnen, er möchtesehr gern die Stadt von dem Fort Gt. Paul übersehen, welches sie auf ihre eigenen Kosten,unter dem Vorwande, sich einen abgesonderten Aufenthalt anzulegen, erbauet hatten. Dieguten Patres willigten leicht ein; da denn der Statthalter, wenig Tage darauf, fünfzig Sol-daten besohl, ihm zu folgen, einige als seine Begleitung; andere sollten zu zweenunddreyen, zusammen nachkommen, gleichsam aus Neugier, diesen angenehmen Ort zu besehen.Diese Leute stellten sich so, daß sie das Thor in ihrer Gewalt hatten, ohne daß es die Jesui-ten merkten. Mastarennas hielt sich bis auf den Abend auf, ohne daß er an das Weg-gehen gedachte. Die Jesuiten meldeten ihm, die Stunde näherte sich, da das Thor verschlossenwurde. Ihr könnet euch selbst fortmachen, meine Patres, war seine Antwort,denn die Thore sind schon geschlossen, und werden Morgen in des Rönrgs Na-men geöffnet werden.
Die geistlichen Herren waren voll Wuth, daß man sie so hintergangen hatte. Sie ließenerst ihren Grimm gegen den Statthalter aus, worauf man sie durch einen kleinen Fußsteigzu ihrem Kloster gehen ließ, solchen aber noch selbige Nacht unwegsam machte. Den fol-genden Morgen brachte er eine starke Besatzung hinein, und baute nachgehendS Soldaten-wohnungen. Er ließ auch eine große Cisterne machen, und unten von der Stadt bis andas Fort, Stufen anlegen, die groß genug waren, daß ein Pferd hinauf gehen konnte.
Die Einwohner handeln nach allen benachbarten Ländern, und nach Japan. Weilsie zu Ma kau keine Seidenmanufackuren haben, so besprechen sie die Güter dieser Art zuDanton, wohin gewisse Commissarien kommen dürfen. Aber zu Vermeidung einiger Be-leidigung von den -Chinesen, Herbergen die Portugiesen nie am Lande. Sie gehen zu denzwo großen Messen hieher, und bleiben oft verschiedene Monate da. So bald sie ankom-men, gehen sie zum Unterkönige oder bey dessen Abwesenheit zum Statthalter, mit einemGeschenke von vier tausend Realen von Achten, wodurch sie Freyheit zu handeln erhalten.Die Kaufleute bringen ihre Waare an den Ort, wo jener Barken liegen, die gewöhnlich jedevon zwey hundert bis sechs hundert oder acht hundert Tonnen sind, Wenn sie kommen,
von
5) Es war in» Jahre 1607 unter Matelief. «) Siehe bie Nachricht von den Reisen der est-r ) In der Grundschrist: Lhoas, eine Art chi. indischen Handelsgesellschaft V Band, auf der «7nesycher Schaluppen mit zehn Rudern. und folgenden Seiten.