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Fünfter Band.
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XIV Buch VIII Capitel. 4)9

der Vorstädte, an der Ostseite. Die Stadt ist groß, wohl bevölkert, und hat einen guten 1687Handel; ihre Vorstädte sind sehr weitläustig. Sie vergleichen sie der Größe nach mit le Lomre.Nmg po, sie ist aber schöner und reicher. Fomaney.^

Den 24sten giengen sie in einen schönen Canal, fünf und zwanzig oder dreyßig Schritte Provinzbreit, und durch ein großes Dorf, lVan - kyang - king genannt. Sie kamen von einer Kyang - »an.Seite nach der andern, auf einer sehr schönen Brücke, von drey Bogen; der mittlere warfünf und siebenzig Fuß weit, und über zwanzig Fuß hoch. Dieses Werk scheint ziemlich ver-wegen angelegt zu seyn, da die Steine über fünf Fuß lang sind.

Das Land blieb stach, ohne Berge, und gab eine sehr schöne Gegend, weil es starkmit Walde bedeckt war. Nicht ein Zoll Erdreichs liegt ungebraucht, aber die Maulbeer-baume fangen hier an, selten zu werden. Zwischen Aya hing und diesem Dorfe, an einemOrte, wo sich der Canal in drey Aerme theilet, sahen sie drey Forts, oder viereckichte Thürme,ins Master gebaut, und in einem Dreyecke gelegen, die vormals zwischen den ProvinzenAyang--nan, und Ehe kyang, zu Granzmaalen dienten. Zwanzig Li /), von ebendem Dorfe, ließen sie ein anderes linker Hand liegen, Namens IVHan-kya kyun-chin,in Ayang - nan, das sie, seiner Größe wegen, anfangs für eine Stadt ansahen. Es istmit sehr breiten Canälen durchschnitten und umgeben, die ganz mit Barken bedeckt sind.

Die Menge der breiten Canäle, und der ebene Boden, der nicht die geringste Erhöhung hat,lassen vermuthen, diese Landschaft habe vorzeiten völlig unter Wasser gestanden.

Sie zählten hier, wenigstens ein Dutzend Dörfer, keines über eine Meile entfernt, Volkreichesaußer denen, die sich noch in der Weite zeigten. Gleichwohl meldete man ihnen, dieses so Land.volkreiche Land sey in Vergleichung mit Gong kyang, Banking, und dem südlichenTheile dieser Landschaft, eine Einöde. Wäre China überall so bevölkere, als zwischen Ghauhing und Su chew: so würde der Verfasser ohne Schwierigkeit glauben, es enthalre mehrEinwohner, als ganz Europa: aber man versicherte sie, daß die nördlichen Landschaften beyweitem nicht so volkreich, als die südlichen, sind.

Nach einem Wege von zehn Li, langten sie zu pinvang an, welcher Name eine ebeneAussicht bedeutet. Es ist ein großer Flecken, wie eine Stadt, und mit vielen Häusern, Ein-wohnern , Canälen, wohlgebauten Brücken und Barken, versehen. Diese Canäle erhaltenihr Wasser von einem großen See an der Westseite, durch den die kleinern Barken gehen,sich den Weg nach Gu chew zu verkürzen, ohne daß sie nach Rya - hing kommen.

Von diesem Flecken strecket sich der Canal nordwärts, weiter als man sehen kann, im- u > kyang.mer schnurgerade, und hat linker Hand einen Damm, der gegen das Wasser mit sehr schö-nen gehauenen Steinen ausgesetzt ist. Östlich zeiget sich ein anderer großer See, und beydeSeen erstrecken sich bis an die Stadt U-kyang, beyder sie wahrender Nacht vorbey kamen.

Vor ihrer Anhmft waren sie unter dem Bogen einer Brücke, von acht und vierzig Fuß breit,und fünf und zwanzig hoch, durchgefahren. Eine Seemeile unter U - kyang bemerkten sie,daß der Damm sieben Fuß hoch war, und eine Art von einer dichten Brücke machte. Er hatte

in

besetzte Doste verschaffet werden sollten, so lange sie zu so viel wird auch den vornehmsten Mandarinen zu-Wasser giengen; und wenn der Wald sie nöthigte, gestanden, deren Kosten, wie es heißt, der Kaiserzu Lande zu gehen, sollten sie zweyund sechzig, oder trägr; ob solches wohl nicht den zehnten Theil ihrermehr, Träger haben. Zede Stadt sollte ihnen Ausgaben ausmachet,gleichfalls ungefähr eine halbe Pistole geben; eben /) Oder zwo Seemeilen. Zehn Li machen eine

ordentliche Seemeile.