XIV Buch VIII Capitel. 44!
Vu tjyö hyen ist eine Stadt vom dritten Range, die unter Chang chew steht.Sie fuhren durch die südliche Vorstadt, die eine halbe Seemeile laug ist. Ais sie hart aneinem Theile der Stadtmauern hinfuhren, schaßten sie solche auf dritkehalb Meilen im Um-fange. Die Mauern waren über fünf und zwanzig Fuß hoch, und nicht stark, aber sehrreinlich. Sie sind mit einem großen Graben umgeben, der eine Art von Canale ist. DerRaum zwischen dem Graben und den Mauern machet einen sehr angenehmen, ebenen Spazier-gang. Der Boden bringt vortrefflichen Thee hervor, der selbst nach pe king und durchganz China versandt wird.
Den folgenden Tag setzten sie ihre Reise auf dem Canale fort, der noch immer geradenach Nordwesten gierig, und östlich einen Damm, wie zuvor, hatte, und durch eine bestän-dige Reihe von Dörfern und Flecken, in Flächen, die so eben, als Glas waren, und woallemal eine große Stadt der äußerste Gegenstand des Gesichts war.
Den 29sten, des Abends, langten sie zu Changchewfu, einer berühmten und großenHandelsstadt, an. Als sie durch eine von den Vorstädten durchgiengen, fandet« sie denCanal dergestalt mit Barken bedeckt, daß sie kaum das Wasser sehen konnten. Sie beka-men hier zweene Diebe gefangen, die bey Nacht in ihre Barke gekrochen waren. Einervon denselben fand Mittel zu entwischen, und den andern ließen sie so laufen, der denn, waserkannte, nach einer kleinen Barke zu eilte, und mit verschiedenen seiner Rottgesellen, diesich darinnen befanden, augenblicklich verschwand. Sie versicherten, diese Diebe brennteneine Art von Räucherkerzen, wovon die Leute in Schlaf fielen.
Den gasten verließen sie Chang chew, und fanden den Canal kaumzwölfFuß breit.Die Ufer waren siebenzehn bis achtzehn Fuß hoch, aber senkrecht. Neun und vierzig Li vondar, unter den halbzerstörten Städten ping-nyu und Lu shan, geht er gerade fort,weiter als man sehen kann, und ist auf beyden Seiten zehn bis zwölf Fuß hoch, mit schönenviereckichten Stücken Marmor, wie Schieferstein von Farbe, ausgesetzt.
Ungefähr zwo Seemeilen von dieser Seite von Tau pang, «nutzten sie, wie andere,den Canal verlassen, und ihre Reise zu Lande fortsetzen, weil man den Canal für die Tribut-barken tiefer «nachte. Obwohl dieser Weg nur auf einen Tag verschlossen war: so hielt sol-ches doch unzählig viel Barken auf, und nöthigte die Leute, drittehalb Seemeilen zu Landenach Ching kyang f«r zu reisen. Der Mandarin von Tan yang, der von der Missio-narien Ankunft den Tag zuvor Nachricht hatte, schickte ihnen in dieser Absicht Tragsessel,Pferde und Träger. Diejenigen, die sie und ihre Sachen trugen, verrichteten diese kleineReise in weniger, als zwo Stunden.
Am Ende des Canals, ehe sie zu Tan- yang anlangten, giengen sie bey einem Thurme,fast sieben Stockwerk hoch, vorbey, und über drey Marmorbrücken, jede von einem einzigenBogen. Die Vorstädte dieser Stadt sind auch mit Mariner gepflastert. In drey Vierchel-Stunden giengen sie um die Mauern herum, die von Ziegelsteinen, fünf und zwanzig Fußhoch, und auf marmornen Grund aufgeführt sind. Nordwärts ist ein See, fünf oder sechsSeemeilen iin Umfange, längst welchem sie etwan eine Seemeile reisten, und nach ^ lm,zwo Seemeilen unter Tan - yang kamen. Ob dieser Flecken gleich nur eine Straße hat:so versicherte man doch die Miffionarien, er enthielte über zweyrnal hundert tausend Einwohner.Er war, wie die übrigen Flecken und Dörfer, die sie sahen, bis sie nach Ching kyang fu kamen,
mit
ö) Da dieser Ort so groß und ummauert ist, so ist er mchr eine Stadt, als ein Flecken.
Allgem. Reisibeschr. V Band. K k k
1687le Lomre.Lcmranev.-^--
Vu tsyehye.
Chang chewsi«.
Sie verlassenden Canal.
Stadt Tan«yang.
Großer Fle-cken Ma.lin.