442 Reisen nach dem Reiche China.
,688 mit Marmor gepflastert. Auf dem Wege trafen sie weiße Marmorsteine, sechs Fuß hoch, mitle Lomte. verschiedenen grob gearbeiteten erhabenen Figuren darauf ausgehauen.
Fonr anc^ Den 2 ten Jenner langten sie zu Ching kyang fu an, und giengen erst durch eine VorstadtStädtLhing dreyzehn tausend geometrische Schritte lang. Die Stücken Marmor, damit das Mittel derkyang fu. Straße gepflastert ist, sind drey Fuß lang und fast zween breit. Sie giengen über eine Seemeilelängst den Mauern hin, die über dreyßig Fuß hoch sind, und alsdann über eine Marmorbrückemeine andere Vorstadt, wo sie, wegen des Gedränges vom Volke kaum fortkommen konnten.
Ching kyang hat zwar nur eine Seemeile im Umfange, aber es ist eine der wichtig-sten Handelsstädte, und gleichsam der Schlüssel des Reichs, gegen die See zu, von deres nur zwo kurze Tagereisen entfernt ist. Es hat auch Festungswerke und eine starke Be-satzung. Sie sahen achtzehn eiserne Canonen, die eine Batterie mit dem Wasser ebenAngenehme machten. In dieser zweyten Vorstadt befindet sich ein kleiner Berg, von dessen Gipfel sichAussicht. dje schönste Aussicht zeigte, die man sich vorstellen kann. Auf einer Seite sah man dieStadt Ching kyang und ihre Vorstädte; auf der andern den schönen Ayang, der wie einegroße See aussah. Unter dem Flusse zeigte sich Gua cherv, welches nur als ein Han-delsplatz betrachtet wird, ob es gleich den Namen einer Stadt verdienet. Am Fuße diesesBerges liegt der Hafen, und es ist daselbst ein beständigst Zusammenfluß von Leuten r).
Der m Abschnitt.
Fortsetzung der Reise von Ching kyang fu nach Tay ngan chew.
Sie sehen über den Kyang. Ein Cha oder Schien- ner. Dämme oder hohe Wege. Suchensen. Z)ang chew su. Kau yew chew. Whay- hyen. Provinz Shan tong. Stadt I-chew.ngan fu. Chin kyang fu. Whang ho oder gel- Schilderhäuser. Seibenwürmer. Mvng mhym.der Fluß. SchönesLand. Vieh und Einwoh- Sin tay hyen. Tay ngan chew.
Sie sehenüber denKyang.
AHey Ching kyang fu setzten sie über den Fluß in Barken, die für sie fertig gehaltenwurden, und klein, aber sehr artig waren. Der Ayang ist daselbst über eine See-meile breit, und wird doch in Vergleichung seiner Breite, höher hinauf und tiefer herunterfür schmahl gehalten. Ungefähr siebenhundert Schritte von der Uferseite, giengen sie beyeinem Eylande vorbey, das wie eine bezauberte Insel aussah, und daher 2xin schan, derGoldberg genannt wird s). Es hat etwa sechshundert Fuß im Umkreise, und ist mitschönen Steinen bedeckt. Auf dem Gipfel steht ein Thurm, verschiedene Stockwerke hoch,mit Tempeln und Häusern der Bonzen umgeben.
Auf
r) Du -Haldes China auf der zS und folgenden kern loögebrannt, und zwischen jedemmale ließ sich
Seite. das Spiel einige Zeit hören. Wenn sie an eine
") Siehe oben a. d. Wo S. Stadt kamen, oder eines Mandarins Barke antra-
Ähre Art zu Wasser zu reisen, war nach dem sen, so ward dieß wiederholet; auch wenn sie der
le Lomte folgende: So bald der Anker gelichtet Nacht oder widrigen Winde« wegen Anker werfenwar, ward mit den Trompeten und Schalmeyen ein mußten. Uebcrdicß hatten sie alle Nächte eineMarsch geblasen. Alsdann feuerten sie zum Ab- Wache, sie zu bewahren. Um achr Uhr erschienenschiede drey eiserne Läuft» los, die in einer Kiste zehn oder zwölf Einwohner aus der nächsten Stadt'"§en , und ein größeres Lärmen machten, als so in einer Reihe am User. Der Schiffer kam ais-viele Musketen. Sie wurden einer nach dem an- darin aufs Verdeck, und hielt eine schöne Rede an